수사학과 인간학
Rhetorik und Anthropologie
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초록
Da die Rhetorik seit ihren Anfängen eine Theorie vom Menschen enthält, oder die “Anthropologie” in der Rhetorik angelegt und aufgegangen ist, ist die Verbindung zwischen beiden Disziplinen fest und tief. Trotzdem waren anthropologische Zugänge zur Rhetorik - wegen der Anti-Rhetorik seit der kantischen Prägung der Anthropologie - versperrt, bis Hans Blumenberg mit seinem Essay Anthropologische Anäherung an die Aktualität der Rhetorik (1981) den Anstoß zu einer Wende gab. In diesem Essay wird eine Verbindungslinie zwischen der Anthropologie als einer “Theorie des Menschen außerhalb der Idealität” und der Rhetorik “als Theorie und Praxis der Beeinflussung von Verhalten” gezogen, und zwar durch die Verneinung des dazu gehört in metaphysischer Sprache, durch die Identifizierung des Paradigmas mit dem consensus als Ideal der Rhetorik, durch die einzige Methode der anthropologischen Verwissenschaftlichung beim Erweisen der Künstlichkeit des Natürlichen, durch den rhetorischen Hauptsatz des “Prinzips des unzureichenden Grundes”, durch die Metaphorik von translatio imperii in der Geschichtsphilosophie und durch die Identifizierung von Platos Höhlengleichnis mit der “Rhetorik des Realismus”. Dass der menschliche Wirklichkeitsbezug indirekt, umständlich, verzögert, selektiv und vor allem metaphorisch ist, ist die Formel, die seit Blumenberg die rhetorische Anthropologie erregt. Deshalb wird der Schwerpunkt dieser Arbeit mehr auf seine Annäherung verlagert als auf die Eröterung des im Jahr 2000 erschienenen gleichnamigen Sammelwerks und dem 23. Bandes des internationalen Jahrbuchs Rhetorik - auch deshalb, weil hierzulande sein Essay noch nicht erforscht worden ist. Das Angebot des Essays ist wirklich seine “Deklaration” zum Nachfolgetext mit dem Thema Rhetorik und Anthropologie.
Abstract
Da die Rhetorik seit ihren Anfängen eine Theorie vom Menschen enthält, oder die “Anthropologie” in der Rhetorik angelegt und aufgegangen ist, ist die Verbindung zwischen beiden Disziplinen fest und tief. Trotzdem waren anthropologische Zugänge zur Rhetorik - wegen der Anti-Rhetorik seit der kantischen Prägung der Anthropologie - versperrt, bis Hans Blumenberg mit seinem Essay Anthropologische Anäherung an die Aktualität der Rhetorik (1981) den Anstoß zu einer Wende gab. In diesem Essay wird eine Verbindungslinie zwischen der Anthropologie als einer “Theorie des Menschen außerhalb der Idealität” und der Rhetorik “als Theorie und Praxis der Beeinflussung von Verhalten” gezogen, und zwar durch die Verneinung des dazu gehört in metaphysischer Sprache, durch die Identifizierung des Paradigmas mit dem consensus als Ideal der Rhetorik, durch die einzige Methode der anthropologischen Verwissenschaftlichung beim Erweisen der Künstlichkeit des Natürlichen, durch den rhetorischen Hauptsatz des “Prinzips des unzureichenden Grundes”, durch die Metaphorik von translatio imperii in der Geschichtsphilosophie und durch die Identifizierung von Platos Höhlengleichnis mit der “Rhetorik des Realismus”. Dass der menschliche Wirklichkeitsbezug indirekt, umständlich, verzögert, selektiv und vor allem metaphorisch ist, ist die Formel, die seit Blumenberg die rhetorische Anthropologie erregt. Deshalb wird der Schwerpunkt dieser Arbeit mehr auf seine Annäherung verlagert als auf die Eröterung des im Jahr 2000 erschienenen gleichnamigen Sammelwerks und dem 23. Bandes des internationalen Jahrbuchs Rhetorik - auch deshalb, weil hierzulande sein Essay noch nicht erforscht worden ist. Das Angebot des Essays ist wirklich seine “Deklaration” zum Nachfolgetext mit dem Thema Rhetorik und Anthropologie.
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