인간학으로서 수사학
Die Rhetorik als Anthropologie
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초록
Motiviert ist rhetorische Anthropologie von dem Eindruck, dass die Rhetorik seit ihren Anfängen eine bestimmte Lehre vom Menschen enthält. Der Anstoß ist wohl von Hans Blumenbergs Essay『Anthro-pologische Annäherung an die Aktualität der Rhetorik』(1981) ausge- gangen, in dem die Spielarten auf eine Alternative reduziert werden: der Mensch als armes oder als reiches Wesen. Der Mensch als das reiche Wesen verfügt über seinen Besitz an Wahrheit mit den Wirkungsmitteln des rhetorischen ornatus. Der Mensch als das arme Wesen bedarf der Rhetorik als der Kunst des Scheins, die ihn mit seinem Mangel an Wahrheit fertigwerden läßt. Rhetorik wird in ihrer allgemeisten Form als Ausfluß von mentaler und emotionaler Energie verstanden. Ein postmoderner und skeptischer, jeder Festlegung ab- geneigter Geist ist in diesem Ansatz unverkennbar. Ebenfalls philosopisch motiviert ist das anthropolische Konzept der Fundamentalrhetorik von Peter L. Oesterreich. Die Fundamental-rhetorik konzentriert sich auf die Reden im Alltag. Sie vernachlässigt die Kunstrhetorik oder sie zieht diese nur als Ausgangstheorie zum Verständigkeit der Lebenswelt heran. Die wichtigsten Element ist das zwischen der Faktizität der Lebenswelt und den intetionalen Gehalten der Lebensdilder stehenden homo rhetoricus. Blumenberg und Oesterreich haben der philosophischen Anthropologie durch Rhetorik neue Impulse verliehen. Die Abstraktheit ihres Ansatzes stellt aber ein Problem für die konkrete Gestalt der rhetorischen Anthropologie im Rahmen der Redekunst dar. Blumenberg hat die Rhtorik als Kompensationsmittel bei Orientierungsdefiziten aufgefaßt. Die Rhetorik als Anthropologie wird als Kronzeuge für die Arti-kulation jeder möglichen Weltsicht und als Werkzeug zur Erschüt-terung jeder festen Position bezeichnet.
Abstract
Motiviert ist rhetorische Anthropologie von dem Eindruck, dass die Rhetorik seit ihren Anfängen eine bestimmte Lehre vom Menschen enthält. Der Anstoß ist wohl von Hans Blumenbergs Essay『Anthro-pologische Annäherung an die Aktualität der Rhetorik』(1981) ausge- gangen, in dem die Spielarten auf eine Alternative reduziert werden: der Mensch als armes oder als reiches Wesen. Der Mensch als das reiche Wesen verfügt über seinen Besitz an Wahrheit mit den Wirkungsmitteln des rhetorischen ornatus. Der Mensch als das arme Wesen bedarf der Rhetorik als der Kunst des Scheins, die ihn mit seinem Mangel an Wahrheit fertigwerden läßt. Rhetorik wird in ihrer allgemeisten Form als Ausfluß von mentaler und emotionaler Energie verstanden. Ein postmoderner und skeptischer, jeder Festlegung ab- geneigter Geist ist in diesem Ansatz unverkennbar. Ebenfalls philosopisch motiviert ist das anthropolische Konzept der Fundamentalrhetorik von Peter L. Oesterreich. Die Fundamental-rhetorik konzentriert sich auf die Reden im Alltag. Sie vernachlässigt die Kunstrhetorik oder sie zieht diese nur als Ausgangstheorie zum Verständigkeit der Lebenswelt heran. Die wichtigsten Element ist das zwischen der Faktizität der Lebenswelt und den intetionalen Gehalten der Lebensdilder stehenden homo rhetoricus. Blumenberg und Oesterreich haben der philosophischen Anthropologie durch Rhetorik neue Impulse verliehen. Die Abstraktheit ihres Ansatzes stellt aber ein Problem für die konkrete Gestalt der rhetorischen Anthropologie im Rahmen der Redekunst dar. Blumenberg hat die Rhtorik als Kompensationsmittel bei Orientierungsdefiziten aufgefaßt. Die Rhetorik als Anthropologie wird als Kronzeuge für die Arti-kulation jeder möglichen Weltsicht und als Werkzeug zur Erschüt-terung jeder festen Position bezeichnet.
참고문헌 (17)
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