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『마의 산』에 나타난 서술자의 발화행위적 성격

Zur Analyse der Merkmale als Äußerung im Sinne des ‘Sprechakts’ in Der Zauberberg

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주제분류독일어와문학

초록

Der vorliegenden Arbeit liegt der Versuch zugrunde, den Roman Der Zauberberg von Thomas Mann an Hand von Ergebnissen der Erzähltheorie sowie der Sprechakttheorie zu analysieren. Die Analyse der Erzählstruktur als “auktoriale Erzählsituation” nach F. K. Stanzel ergibt, dass im Zauberberg ein selbstbewusster Erzähler vorkommt. Dieser übernimmt die Funktion, Kommentare abzugeben, durch die die Leser nicht in eine fiktionale Welt geleitet werden, sondern außer ihr stehen. Dabei können seine Kommentare als Metanarrative betrachtet werden. Der selbstbewusste Erzähler scheint als ein impliziter Autor zu agieren, und dieser ist wiederum mit ‘einer’ Stimme des Autors zu vergleichen. Der implizite Autor im Zauberberg kennzeichnet sich als eine Metainstanz, die sich anders als der auktoriale Erzähler verhält und Metanarrative äußert. Ins besondere äußert er es in Form von Kommentaren, die die eigentliche Fiktionalität der Geschichte und die Unzuver- lässligkeit des Erzählers verraten, während der auktoriale Erzähler die Geschichte des Helden ‘Hans Kastorp’ plausibel erzählt. Aus diesem Grund muss der implizite Autor von dem Erzähler unterschieden werden. Die Existenz der gegen den ‘unzuverlässigen Erzähler’ errichteten Metainstanz kann insbesondere im Vorsatz des Romans und im finalen Abschnitt “Donnerschlag” erkannt werden. Diese Erkenntnis abstrahiert die Annahme, dass die Ebene der Metakom- munikation in den Roman eingebettet wird. Die Metakommunikation setzt eine konkrete Kommunikationssituation zwischen dem aktiven Leser und dem impliziten Autor voraus, der wiederum mit der ‘Stimme des Autors’ zu vergleichen ist. Aus diesem Grund kann das Metanarrativ der Stimme des Autors im ‘Vorsatz’ des Romans als Äußerung im Sinne des ‘Sprechakts’ von J. L Austin betrachtet werden. Im ganzen Text Der Zauberberg, insbesondere im ‘Vorsatz', finden sich das plurale erste Personalpronomen ‘wir’ sowie die Tempusform des Präsens, die als deiktische Ausdrücke verstanden werden können, die auf eine konkret situierte Kommunikation hinweisen. Ich analysiere die Metanarrative, anhand der grammatischen Signale, nämlich ‘wir’ und der Tempusform des Präsens, die auf die Merkmale der Äußerung bei dem ‘Sprechakt’ hinweisen. In dieser Arbeit werden die deiktischen Ausdrücke, die nicht auf der Kommunikationsebene des auktorialen Erzählers, sondern auf der Ebene des Metanarratives verwendet werden, nicht als Vertiefung der Fiktionalität, sondern als Verstoß gegen die Konvention des Romans verstanden. Die Verwendung des Pronomens ‘wir’ ist insofern wichtig, als sie den realen Lesern die aktive Teilnahme an der Kommunikation des Textes andeutet. Dabei können die Leser nicht vom auktorialen Erzähler geleitet werden , sondern müssen für sich selbst gegen diesen den Gehalt des Textes erkennen, d. h., sie fungieren als potenzielle ideale Leser. Dadurch können die Leser die eigene Wirklichkeit gegenüber der Fiktionalität der erzählten Welt wahrnehmen. Die Verwendung des Präsens - im Roman ist allerdings ein ‘episches Präteritum’ üblich - bewirkt nicht die Distanz der Fiktionalität, sondern vielmehr die Unmittelbarkeit. Die Unmittelbarkeit kann bei den Lesern das Gefühl wachrufen, sich in einer konkreten Kommunikationssituation zu befinden. Der Versuch, den Roman Der Zauberberg mit der pragmatischen linguistischen Analysemethode, in diesem Fall an Hand der deiktischen Ausdrücke, zu untersuchen, zeigt, dass eine neue Interpretation vollzogen werden kann, die den Konflikt auflöst, der in den verschiedenen bisherigen Interpretationen in Bezug auf den ‘Bildungsroman’ entstanden ist.

Abstract

Der vorliegenden Arbeit liegt der Versuch zugrunde, den Roman Der Zauberberg von Thomas Mann an Hand von Ergebnissen der Erzähltheorie sowie der Sprechakttheorie zu analysieren. Die Analyse der Erzählstruktur als “auktoriale Erzählsituation” nach F. K. Stanzel ergibt, dass im Zauberberg ein selbstbewusster Erzähler vorkommt. Dieser übernimmt die Funktion, Kommentare abzugeben, durch die die Leser nicht in eine fiktionale Welt geleitet werden, sondern außer ihr stehen. Dabei können seine Kommentare als Metanarrative betrachtet werden. Der selbstbewusste Erzähler scheint als ein impliziter Autor zu agieren, und dieser ist wiederum mit ‘einer’ Stimme des Autors zu vergleichen. Der implizite Autor im Zauberberg kennzeichnet sich als eine Metainstanz, die sich anders als der auktoriale Erzähler verhält und Metanarrative äußert. Ins besondere äußert er es in Form von Kommentaren, die die eigentliche Fiktionalität der Geschichte und die Unzuver- lässligkeit des Erzählers verraten, während der auktoriale Erzähler die Geschichte des Helden ‘Hans Kastorp’ plausibel erzählt. Aus diesem Grund muss der implizite Autor von dem Erzähler unterschieden werden. Die Existenz der gegen den ‘unzuverlässigen Erzähler’ errichteten Metainstanz kann insbesondere im Vorsatz des Romans und im finalen Abschnitt “Donnerschlag” erkannt werden. Diese Erkenntnis abstrahiert die Annahme, dass die Ebene der Metakom- munikation in den Roman eingebettet wird. Die Metakommunikation setzt eine konkrete Kommunikationssituation zwischen dem aktiven Leser und dem impliziten Autor voraus, der wiederum mit der ‘Stimme des Autors’ zu vergleichen ist. Aus diesem Grund kann das Metanarrativ der Stimme des Autors im ‘Vorsatz’ des Romans als Äußerung im Sinne des ‘Sprechakts’ von J. L Austin betrachtet werden. Im ganzen Text Der Zauberberg, insbesondere im ‘Vorsatz', finden sich das plurale erste Personalpronomen ‘wir’ sowie die Tempusform des Präsens, die als deiktische Ausdrücke verstanden werden können, die auf eine konkret situierte Kommunikation hinweisen. Ich analysiere die Metanarrative, anhand der grammatischen Signale, nämlich ‘wir’ und der Tempusform des Präsens, die auf die Merkmale der Äußerung bei dem ‘Sprechakt’ hinweisen. In dieser Arbeit werden die deiktischen Ausdrücke, die nicht auf der Kommunikationsebene des auktorialen Erzählers, sondern auf der Ebene des Metanarratives verwendet werden, nicht als Vertiefung der Fiktionalität, sondern als Verstoß gegen die Konvention des Romans verstanden. Die Verwendung des Pronomens ‘wir’ ist insofern wichtig, als sie den realen Lesern die aktive Teilnahme an der Kommunikation des Textes andeutet. Dabei können die Leser nicht vom auktorialen Erzähler geleitet werden , sondern müssen für sich selbst gegen diesen den Gehalt des Textes erkennen, d. h., sie fungieren als potenzielle ideale Leser. Dadurch können die Leser die eigene Wirklichkeit gegenüber der Fiktionalität der erzählten Welt wahrnehmen. Die Verwendung des Präsens - im Roman ist allerdings ein ‘episches Präteritum’ üblich - bewirkt nicht die Distanz der Fiktionalität, sondern vielmehr die Unmittelbarkeit. Die Unmittelbarkeit kann bei den Lesern das Gefühl wachrufen, sich in einer konkreten Kommunikationssituation zu befinden. Der Versuch, den Roman Der Zauberberg mit der pragmatischen linguistischen Analysemethode, in diesem Fall an Hand der deiktischen Ausdrücke, zu untersuchen, zeigt, dass eine neue Interpretation vollzogen werden kann, die den Konflikt auflöst, der in den verschiedenen bisherigen Interpretationen in Bezug auf den ‘Bildungsroman’ entstanden ist.

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