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근대 사회와 개인 그리고 예술 - 아달베르트 슈티프터의 『늦여름』 소고

Moderne Gesellschaft, Individuum und die Kunst - Adalbert Stifters Nachsommer

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주제분류독일어와문학

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Adalbert Stifters Nachsommer wird in der Forschung häufig als ‘Sonderfall’ betrachtet, wobei vor allem auf die im Roman durchgängig ästhetisierte Welt hingewiesen wird. Es steht doch außer Frage, dass sich die dargestellte Romanwelt nicht bloß auf den naiven Standpunkt eines apolitischen Autors bezieht. Ganz im Gegenteil betont Stifter im Blick auf den Entstehungshintergrund seines Romans sein historisches, gesellschaft- liches Bewusstsein. Es wäre zu sagen, dass sich das ‘manisch’ harmonisch Ästhetisierte nur im Rahmen des hochpolitischen Gegendiskurses verstehen lässt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass unser Augenmerk direkt auf den sozial utopischen Aspekt des Romans gerichtet werden soll. Unser Interesse gilt vor allem dem durchgängig präsenten Kunstdiskurs im Roman, der sich m. E. vor der wirkungsvollen Bildungsgeschichte profiliert, die einen Entwicklungsprozess im Sinne qualitativer Veränderung eines Individuums inszeniert. Das heißt, im Vorliegenden handelt es sich in erster Linie nicht um die Bildungsgeschichte des Protagonisten an sich. In diesem Zusammenhang soll vor allem aufgezeigt werden, wie Stifter die Moderne (Gesellschaft) charakterisiert, während er die Epoche durchaus zukunftsorientiert als Übergangszeit bezeichnet, in der die Naturwissenschaft die Hauptrolle spielen wird, und welchen Stellenwert und welche Funktion die im Roman als ein Zweig der Religion geltende Kunst fürs Individuum in dieser modernen Gesellschaft hat. Was sich in den ‘sittlichen Offenbarungen’ ausdrückt, für die Stifter seinen Roman betrachtet, ist m. E. vor allem die Position der Kunst in der modernen Gesellschaft.

Abstract

Adalbert Stifters Nachsommer wird in der Forschung häufig als ‘Sonderfall’ betrachtet, wobei vor allem auf die im Roman durchgängig ästhetisierte Welt hingewiesen wird. Es steht doch außer Frage, dass sich die dargestellte Romanwelt nicht bloß auf den naiven Standpunkt eines apolitischen Autors bezieht. Ganz im Gegenteil betont Stifter im Blick auf den Entstehungshintergrund seines Romans sein historisches, gesellschaft- liches Bewusstsein. Es wäre zu sagen, dass sich das ‘manisch’ harmonisch Ästhetisierte nur im Rahmen des hochpolitischen Gegendiskurses verstehen lässt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass unser Augenmerk direkt auf den sozial utopischen Aspekt des Romans gerichtet werden soll. Unser Interesse gilt vor allem dem durchgängig präsenten Kunstdiskurs im Roman, der sich m. E. vor der wirkungsvollen Bildungsgeschichte profiliert, die einen Entwicklungsprozess im Sinne qualitativer Veränderung eines Individuums inszeniert. Das heißt, im Vorliegenden handelt es sich in erster Linie nicht um die Bildungsgeschichte des Protagonisten an sich. In diesem Zusammenhang soll vor allem aufgezeigt werden, wie Stifter die Moderne (Gesellschaft) charakterisiert, während er die Epoche durchaus zukunftsorientiert als Übergangszeit bezeichnet, in der die Naturwissenschaft die Hauptrolle spielen wird, und welchen Stellenwert und welche Funktion die im Roman als ein Zweig der Religion geltende Kunst fürs Individuum in dieser modernen Gesellschaft hat. Was sich in den ‘sittlichen Offenbarungen’ ausdrückt, für die Stifter seinen Roman betrachtet, ist m. E. vor allem die Position der Kunst in der modernen Gesellschaft.

참고문헌 (13)

  1. Mann, Thomas, "Der Zauberberg, In Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, Bd. III" (1990)
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  8. Ratz, Norbert, "Identitätsroman" (1988)
  9. Saße, Günter, "Familie als Traum und Trauma. Adalbert Stifters Nachsommer, In Ordnung-Raum-Ritual. Adalbert Stifters artifizieller Realismus", pp.211~233 (2007)
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  13. Sorg, Klaus-Dieter, "Gebrochene Teleologie. Studie zum Bildungsroman von Goethe bis Thomas Mann" (1983)

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