내러티브 유머와 마이크로픽션의 결말구조 비교
Vergleich von narrativem Witz und Mikrofiktion hinsichtlich ihrer Schlussstruktur
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초록
In der vorliegenden Arbeit geht es um den Vergleich von narrativen Witzen und Mikrofiktionen in Hinsicht auf ihre Schlussstruktur. Die beiden Textformen weisen rhetorische Effekte wie Humor und Überraschung auf. Die beiden narrativen Textsorten gehören zu den minimalen Erzähltypen, die aufgrund ihrer Kürze und der Pointe besonders wirkungsvolle Erlebnisse bei den Rezipienten/Lesern hervorrufen. Daher spielt der narrative Schlussvorgang eine wichtige Rolle beim Aufbau der Dynamik der Geschichte. Narrative Witze sind fiktive Geschichten, in denen meistens bis zur Pointe ein Frame/Script aufgebaut wird, der dann mit der darauffolgenden Pointe inkongruent (nicht vereinbar) ist, so dass ein alternatives Szenario gesucht werden muss. Solch ein Inkongruenz-Resolutions-Vorgang gilt auch für Mikrofiktionen, die als Kürzestgeschichten in den letzten Zeiten eine rasante Entwicklung erfahren haben. Hier werden drei Typen von Art und Weise der Erkennung und Resolution der Inkongruenz unterschieden: der verführende, der überraschende und der verwirrende Typ. Beim verführenden Typ wird der Rezipient zu einer bestimmen Rahmung verführt und erkennt in der Pointe die Inkongruenz. Beim überraschenden Typ wird die Inkongruenz erst in der Pointe erkannt. Beim verwirrenden Typ wird die Inkongruenz schon in der Entwicklung wahrgenommen. Die Inkongruenzresolution erfolgt textimmanent, textextern oder auf beiderlei Weise. Es wird hier betont, dass die Inkongruenz allein keine hinreichende, sondern eine notwendige Bedingung von Humor ist. Beim Zustandekommen des Humors muss auch Superioritätseffekte in Betracht gezogen werden. Die Möglichkeit der Überlappung von Humor und Überraschung bei Mikrofiktionen wird außerdem diskutiert.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit geht es um den Vergleich von narrativen Witzen und Mikrofiktionen in Hinsicht auf ihre Schlussstruktur. Die beiden Textformen weisen rhetorische Effekte wie Humor und Überraschung auf. Die beiden narrativen Textsorten gehören zu den minimalen Erzähltypen, die aufgrund ihrer Kürze und der Pointe besonders wirkungsvolle Erlebnisse bei den Rezipienten/Lesern hervorrufen. Daher spielt der narrative Schlussvorgang eine wichtige Rolle beim Aufbau der Dynamik der Geschichte. Narrative Witze sind fiktive Geschichten, in denen meistens bis zur Pointe ein Frame/Script aufgebaut wird, der dann mit der darauffolgenden Pointe inkongruent (nicht vereinbar) ist, so dass ein alternatives Szenario gesucht werden muss. Solch ein Inkongruenz-Resolutions-Vorgang gilt auch für Mikrofiktionen, die als Kürzestgeschichten in den letzten Zeiten eine rasante Entwicklung erfahren haben. Hier werden drei Typen von Art und Weise der Erkennung und Resolution der Inkongruenz unterschieden: der verführende, der überraschende und der verwirrende Typ. Beim verführenden Typ wird der Rezipient zu einer bestimmen Rahmung verführt und erkennt in der Pointe die Inkongruenz. Beim überraschenden Typ wird die Inkongruenz erst in der Pointe erkannt. Beim verwirrenden Typ wird die Inkongruenz schon in der Entwicklung wahrgenommen. Die Inkongruenzresolution erfolgt textimmanent, textextern oder auf beiderlei Weise. Es wird hier betont, dass die Inkongruenz allein keine hinreichende, sondern eine notwendige Bedingung von Humor ist. Beim Zustandekommen des Humors muss auch Superioritätseffekte in Betracht gezogen werden. Die Möglichkeit der Überlappung von Humor und Überraschung bei Mikrofiktionen wird außerdem diskutiert.
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