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카이저의 『유대인 과부』에 나타난 니체의 생철학

Georg Kaisers Die j?dische Witwe und Nietzsches Lebensphilosophie

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주제분류독일어와문학

초록

Georg Kaiser(1878-1945) gilt als der erfolgreichste Theaterautor des Expressionismus und seine repräsentativen Dramen, Von morgens bis mitter- nachts (1916), Die Bürger von Calais (1914), Gas1, 2 (1918/20) gewährleisten seinen Ruf als bedeutender expressionistischer Dramatiker. Fast in allen seinen Dramen geht es um Verkündigung oder Wandlung des Individuums, wobei dem Begriff des “Lebens” als dem ständigen Prozess des Überwindens von der Forschungsliteratur bisher nur wenig Beachtung geschenkt worden ist. Dabei stehen die Dualität von Werden und Vergehen und der Übergang vom Zuständlichen zum anderen in seinen Werken im Mittelpunkt. Inbezug auf Leben als Erneuerung sollte die Bedeutsamkeit von Nietzsches Lebensphilosophie und deren Einfluss auf Kaisers Drama Die jüdische Witwe (1911) erwähnt werden. Kaiser gestaltet in Die jüdische Witwe den Rechtsanspruch der Frau auf Sinnlichkeit und ihren Körper in der Figur Judith. Ihre Überzeugung von einem vitalen Leben geht auf Nietzsches Lebensphilosophie und Körperkult zurück. Den erstarrten Normen und den konventionellen Sitten stellt Kaiser eine neue Wertung der Lebenstriebe, des sinnlichen Bedürfnisses und der Wünsche der Frauen gegenüber. Die Protagonistin Judith tritt damit in der Rolle einer die Grenzen der Moral überschreitenden Amoralistin auf, die als zukunftsträchtiges Ideal zu einer lebensbejahenden weiblichen Kultur auffordert. Sie durchläuft in Kaisers Dramen drei Stufen der Verwandlung, in denen sie die Morde an ihrem alten Ehemann Manasse und dem Feldhauptmann Holofernes zugunsten der Erfüllung der eigenen sexuellen Bedürfnisse begeht und schließlich vom jungen Hohepriester aus Jerusalem als die Retterin der Stadt hinter dem Vorhang empfangen wird. Judiths junge, vitale und schöne Kraft beschreibt die Einheit des geistigen Willens und des Gipfels der Entwicklung von Leib und Seele. Damit wird sie als Gegenpol zu der geltenden Moral und Konvention zum Repräsentanten für die neuen Werte des Körperkultes.

Abstract

Georg Kaiser(1878-1945) gilt als der erfolgreichste Theaterautor des Expressionismus und seine repräsentativen Dramen, Von morgens bis mitter- nachts (1916), Die Bürger von Calais (1914), Gas1, 2 (1918/20) gewährleisten seinen Ruf als bedeutender expressionistischer Dramatiker. Fast in allen seinen Dramen geht es um Verkündigung oder Wandlung des Individuums, wobei dem Begriff des “Lebens” als dem ständigen Prozess des Überwindens von der Forschungsliteratur bisher nur wenig Beachtung geschenkt worden ist. Dabei stehen die Dualität von Werden und Vergehen und der Übergang vom Zuständlichen zum anderen in seinen Werken im Mittelpunkt. Inbezug auf Leben als Erneuerung sollte die Bedeutsamkeit von Nietzsches Lebensphilosophie und deren Einfluss auf Kaisers Drama Die jüdische Witwe (1911) erwähnt werden. Kaiser gestaltet in Die jüdische Witwe den Rechtsanspruch der Frau auf Sinnlichkeit und ihren Körper in der Figur Judith. Ihre Überzeugung von einem vitalen Leben geht auf Nietzsches Lebensphilosophie und Körperkult zurück. Den erstarrten Normen und den konventionellen Sitten stellt Kaiser eine neue Wertung der Lebenstriebe, des sinnlichen Bedürfnisses und der Wünsche der Frauen gegenüber. Die Protagonistin Judith tritt damit in der Rolle einer die Grenzen der Moral überschreitenden Amoralistin auf, die als zukunftsträchtiges Ideal zu einer lebensbejahenden weiblichen Kultur auffordert. Sie durchläuft in Kaisers Dramen drei Stufen der Verwandlung, in denen sie die Morde an ihrem alten Ehemann Manasse und dem Feldhauptmann Holofernes zugunsten der Erfüllung der eigenen sexuellen Bedürfnisse begeht und schließlich vom jungen Hohepriester aus Jerusalem als die Retterin der Stadt hinter dem Vorhang empfangen wird. Judiths junge, vitale und schöne Kraft beschreibt die Einheit des geistigen Willens und des Gipfels der Entwicklung von Leib und Seele. Damit wird sie als Gegenpol zu der geltenden Moral und Konvention zum Repräsentanten für die neuen Werte des Körperkultes.

참고문헌 (17)

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