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페터 한트케 문학에 나타난 인지문제 고찰 - 『진실된 느낌의 순간』과 『페널티 킥 상의 골키퍼의 불안』을 중심으로

Zum Begriff der 'wahren Empfindung' und zur Ästhetik in Handkes Werken

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주제분류독일어와문학

초록

Der Ausdruck „Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt„ formuliert einen Grundgedanken von Peter Handke über das Verhältnis von innerem Erleben und äußerer Wirklichkeit, nämlich, dass die Außenwelt nur in der Perspektive der Innenwelt erscheinen kann; es gibt keinen Blick, der dahinter zurücktreten kann. Bei Peter Handke ist die Frage, wie das Innenleben seiner Protagonisten die äußere Realität verwandelt, sie zum Spiegel, zum Versteck, zum Rätsel oder zur Offenbarung macht, das zentrale Thema geworden. In „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter„ steht das subjektive Bewusstsein der Hauptfigur Bloch im Mittelpunkt der Erzählung. Handke interessiert sich nicht für die Erscheinung an sich, sondern für subjektive Reflexe und Reflexion dieser Erscheinungen. Er will damit zu einer von sozialen Klischees befreiten Wahrnehmung vordringen, und diese Auseinandersetzung mit dem subjektiven Eindruck führt am Ende zur Darstellung des Blickes des Autors. Handke vertritt in seinen zwei Hauptromanen „Die Stunde der wahren Empfindung„ und „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter„ die Meinung, dass nicht eine abweichende Weltsicht, sondern die vetraute, die schematisierte Wahrnehmung ein unrealistisches bzw. falsches Bild von der Welt ergibt. Ein Auslöser für das totale Infragestellen alles bisher Vertrauten kann eine Lebenskrise sein. Jeder noch vertraute Gegenstand, den man, so lange er einen Teil des Hintergrundes bildet, typisiert wahrnimmt, enthält eine unendliche Menge bisher unentdeckter Eigenschaften. Der Erkenntnishorizont ist potentiell unbeschränkt offen. Handke beschreibt in den beiden Romanen einen solchen Prozess, in dem der Hauptfigur seine vertraute Lebenswelt zutiefst problematisch wird. Sowohl ein Traum vom Mord an einer alten Frau wie auch eine schizoide Wahnvorstellung von Kollegen auf einer Baustelle lösen bei den Protagonisten eine so tiefe existentielle Verstörung aus, dass ihr bisheriges Leben, ihre Erfahrungen und Gewohnheiten, in denen sie sich eingerichtet hatten, auf einmal für sie ungültig werden. Sie merken, dass sie nicht mehr mit ihren angepaßten Mitmenschen zurecht kommen. Die in den beiden Romanen geschilderten Geschichten bleiben letztlich unklar und unerklärbar. Handke hat mit den immer aufs Neue wiederholten Angriffen gegen die Konventionen erreicht, dass die Bücher für den Leser durch ihre Unbestimmtheit zu einem Feld von Möglichkeiten werden. Zwar ist jedes Kunstwerk offen für eine im Prinzip unbeschränkte Menge von Lesarten, in beiden Romanen bleibt dem Leser aber ein weit über das Normale hinaus gehender Spielraum der Interpretation.

Abstract

Der Ausdruck „Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt„ formuliert einen Grundgedanken von Peter Handke über das Verhältnis von innerem Erleben und äußerer Wirklichkeit, nämlich, dass die Außenwelt nur in der Perspektive der Innenwelt erscheinen kann; es gibt keinen Blick, der dahinter zurücktreten kann. Bei Peter Handke ist die Frage, wie das Innenleben seiner Protagonisten die äußere Realität verwandelt, sie zum Spiegel, zum Versteck, zum Rätsel oder zur Offenbarung macht, das zentrale Thema geworden. In „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter„ steht das subjektive Bewusstsein der Hauptfigur Bloch im Mittelpunkt der Erzählung. Handke interessiert sich nicht für die Erscheinung an sich, sondern für subjektive Reflexe und Reflexion dieser Erscheinungen. Er will damit zu einer von sozialen Klischees befreiten Wahrnehmung vordringen, und diese Auseinandersetzung mit dem subjektiven Eindruck führt am Ende zur Darstellung des Blickes des Autors. Handke vertritt in seinen zwei Hauptromanen „Die Stunde der wahren Empfindung„ und „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter„ die Meinung, dass nicht eine abweichende Weltsicht, sondern die vetraute, die schematisierte Wahrnehmung ein unrealistisches bzw. falsches Bild von der Welt ergibt. Ein Auslöser für das totale Infragestellen alles bisher Vertrauten kann eine Lebenskrise sein. Jeder noch vertraute Gegenstand, den man, so lange er einen Teil des Hintergrundes bildet, typisiert wahrnimmt, enthält eine unendliche Menge bisher unentdeckter Eigenschaften. Der Erkenntnishorizont ist potentiell unbeschränkt offen. Handke beschreibt in den beiden Romanen einen solchen Prozess, in dem der Hauptfigur seine vertraute Lebenswelt zutiefst problematisch wird. Sowohl ein Traum vom Mord an einer alten Frau wie auch eine schizoide Wahnvorstellung von Kollegen auf einer Baustelle lösen bei den Protagonisten eine so tiefe existentielle Verstörung aus, dass ihr bisheriges Leben, ihre Erfahrungen und Gewohnheiten, in denen sie sich eingerichtet hatten, auf einmal für sie ungültig werden. Sie merken, dass sie nicht mehr mit ihren angepaßten Mitmenschen zurecht kommen. Die in den beiden Romanen geschilderten Geschichten bleiben letztlich unklar und unerklärbar. Handke hat mit den immer aufs Neue wiederholten Angriffen gegen die Konventionen erreicht, dass die Bücher für den Leser durch ihre Unbestimmtheit zu einem Feld von Möglichkeiten werden. Zwar ist jedes Kunstwerk offen für eine im Prinzip unbeschränkte Menge von Lesarten, in beiden Romanen bleibt dem Leser aber ein weit über das Normale hinaus gehender Spielraum der Interpretation.

참고문헌 (30)

  1. Handke, Peter, "Der Hausierer" (1967)
  2. "Stücke 1" (1972)
  3. "Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms" (1972)
  4. "Die Stunde der wahren Empfindung" (1979)
  5. "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1970)
  6. Bartmann, Christoph, "Such nach Zusammenhang" (1984)
  7. Dienter, Ellen, "Gefundene und Erfundene Heimat" (1986), Böhlau
  8. Durzak, Manfred, "Peter Handke und die deutsche Gegenwartsliteratur" (1982)
  9. "Gespräch über den Roman" (1976)
  10. Fuchs, Gerhard, "Die Langsamkeit der Welt" (1992), Graz
  11. Gurwitsch, Aron, "Das Bewußseinsfeld" (1975)
  12. Haslinger, Adolf, "Jugend eines Schriftstellers" (1992), Salzburg u
  13. Haulinger, Adolf, "Peter Handke" (1995)
  14. Heinz, Günter, "Peter Handke" (1974)
  15. Lämmert, Eberhard, "Vorbericht in : Romantheorie. Dokumentation ihrer Geschichte in Deutschland seit" (1880)
  16. Lämmle, Peter, "Von der Außenwelt zur Innenwelt in : Positionen im deutschen Roman der sechziger Jahre" (1974)
  17. Marschall, Susana, "Mythen der Metamorphose-Metamorphose des Mythos bei Peter Handke" (1993), Botho Strauß
  18. Melzer, Gerhard, "Peter Hanbdke, Die Arbeit am Glück", pp.1985, Königstein
  19. Merleau-Ponty, "Maurice: Phänomenogie der Wahrnehmung" (1966)
  20. Nägele, R., "Peter Handke" (1978)
  21. "Emotionales Lernen"[URL]
  22. Pütz, Peter, "Peter Handke" (1982), Suhrkamp
  23. Renner, Rolf Günter, "Peter Handke" (1985), Metzler
  24. Reuter, Helmut Harald, "Der Intellektuelle und die Politik: Beiträge zur politisch- literarischen Intellektualität von Schiller bis Handke" (1982), Bern
  25. Roberts, David, "Die Stunde der wahren Empfindung in : Handke Ansätze- Analyse-Anmerkungen" (1979)
  26. Scharang, Michael, "Über Peter Handke" (1977)
  27. Schütz, Alfred, "Das Problem der Relevanz" (1971)
  28. Tabah, Mireille, "Vermittlung und Unmittelbarkeit, Die Eigenart von Peter Handkes fiktionalem Frühwerk(1966-1970)" (1990), Bern
  29. Thornton, Thomas K., "Die Thematik von Selbstauslöschung und Selbstbewahrung in den Werken von Peter Handke" (1983), Bern
  30. Wellershoff, Irene, "Innen und Außen" (1980)

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