보토 슈트라우스의 『칼데바이, 소극』에 나타난 예술의 유토피아로의 비약
Der Aufschwung zum Utopischen in der Kunst - mit Blick auf 『Kalldewey, Farce』 von Botho Strauß
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초록
Botho Strauß bezieht konsequent die Situation der Kunst und die Krise der Gesellschaft aufeinander. In seiner Rede zur Verleihung des Büchner-Preis 1989 「Die Erde ein Kopf」 kritisiert er scharf die Gegenwartskultur und sagt, dass allein die Dichter in der Not der Gegenwartskultur noch helfen sollten und könnten. In der Kunst allein kann das heilose Kontinuum der Gegenwart durchbrochen werden. Gegen Ende seiner Büchner-Preis-Rede bestimmt Strauß das Theater als den Ort der Erfahrung der Präsenz eines Unbegreiflichen, Unverfügbaren. Die Kunst gerät so in unmittelbare Nachbarschaft zum Heiligen. Durch die verwandelnde Kraft des Künstlers soll aus dem Profanen Zeichen ein Heiliges werden, obwohl es sich in seiner Gestalt nicht verändert. Davon ausgehend analysiert meine Studie 『Kalldewey, Farce』 von 1981. Mit der Gattungsbezeichnung ‘Farce’ ordnet sich das Stück in eine Tradition derb- komischer Spiele zur Verspottung menschlicher Torheiten ein. Die Obszönität der Titelfigur Kalldewey steht auch in dieser Gattungstradition. Kalldewey hat dank seiner Obszönitäten, dank der Aufregung, die er verursacht, eine verwandelnde Kraft. Deshalb ist Kalldewey aber auch ein Künstler, ein Dichter und ein Musiker. Der Zwischenakt nimmt die für die europäische Literatur grundlegende Metapher von der Welt als Theater und vom Leben als Spiel auf. Er verstärkt damit die allegorische Struktur des Stückes, die sich schon durch die Namen ankündigt. So wird das Theater einerseits zum immer gleichen Weltspiel und zugleich zur einziger Möglichkeit der Rettung. Das Motiv der Flöte(Querflöte, Zauberflöte) zieht sich leitmotivisch durch den gesamten Text. Das Stück endet mit einem Verweis auf große Kunst, auf Mozarts ‘Zauberflöte’. Die Zauberflöte steht aber nun für eine andere, leisere, sanftere Kunst, die sich von der archaischen, elementar körperlichen auch gewalttätigen Komödienkunst Kalldewys grundsätzlich unterscheidet. Sie steht für eine andere Verwandlung durch Kunst. In diesem Sinn könnte der Aufschwung zum Utopischen in der Kunst verstanden werden.
Abstract
Botho Strauß bezieht konsequent die Situation der Kunst und die Krise der Gesellschaft aufeinander. In seiner Rede zur Verleihung des Büchner-Preis 1989 「Die Erde ein Kopf」 kritisiert er scharf die Gegenwartskultur und sagt, dass allein die Dichter in der Not der Gegenwartskultur noch helfen sollten und könnten. In der Kunst allein kann das heilose Kontinuum der Gegenwart durchbrochen werden. Gegen Ende seiner Büchner-Preis-Rede bestimmt Strauß das Theater als den Ort der Erfahrung der Präsenz eines Unbegreiflichen, Unverfügbaren. Die Kunst gerät so in unmittelbare Nachbarschaft zum Heiligen. Durch die verwandelnde Kraft des Künstlers soll aus dem Profanen Zeichen ein Heiliges werden, obwohl es sich in seiner Gestalt nicht verändert. Davon ausgehend analysiert meine Studie 『Kalldewey, Farce』 von 1981. Mit der Gattungsbezeichnung ‘Farce’ ordnet sich das Stück in eine Tradition derb- komischer Spiele zur Verspottung menschlicher Torheiten ein. Die Obszönität der Titelfigur Kalldewey steht auch in dieser Gattungstradition. Kalldewey hat dank seiner Obszönitäten, dank der Aufregung, die er verursacht, eine verwandelnde Kraft. Deshalb ist Kalldewey aber auch ein Künstler, ein Dichter und ein Musiker. Der Zwischenakt nimmt die für die europäische Literatur grundlegende Metapher von der Welt als Theater und vom Leben als Spiel auf. Er verstärkt damit die allegorische Struktur des Stückes, die sich schon durch die Namen ankündigt. So wird das Theater einerseits zum immer gleichen Weltspiel und zugleich zur einziger Möglichkeit der Rettung. Das Motiv der Flöte(Querflöte, Zauberflöte) zieht sich leitmotivisch durch den gesamten Text. Das Stück endet mit einem Verweis auf große Kunst, auf Mozarts ‘Zauberflöte’. Die Zauberflöte steht aber nun für eine andere, leisere, sanftere Kunst, die sich von der archaischen, elementar körperlichen auch gewalttätigen Komödienkunst Kalldewys grundsätzlich unterscheidet. Sie steht für eine andere Verwandlung durch Kunst. In diesem Sinn könnte der Aufschwung zum Utopischen in der Kunst verstanden werden.
참고문헌 (17)
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