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아르미니우스의 수용과 클라이스트의 「헤르만전투」

Die Arminius-Rezeption des deutschen Nationalismus und Kleists Hermannsschlacht

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주제분류기타인문학

초록

Der vorliegende Aufsatz untersucht Heinrich von Kleists Drama Die Hermannsschlacht im Zusammenhang mit dem deutschen Nationalismus am Anfang des 19. Jahrhunderts. Da Deutschland damals anders als andere europäische Länder noch keinen vereinten Nationalstaat bildete, musste das deutsche Bildungsbürgertum die deutsche Nation durch die gemeinsame Kultur wie die Sprache und Überlieferungen definieren. Nach dem Eroberungszug Napoleons wurde die Entwicklung des deutschen Nationalismus vom antifranzösischen Ressentiment geprägt. Dabei war Arminius einer der geeignetsten Stoffe, um an das Volk zu appellieren, sich gegen Frankreich zu erheben. Arminius war ein antiker germanischer Stammesführer und besiegte die römische Armee in der Varusschlacht. Daher wurde er von deutschen Nationalisten als der die deutsche Nation von der Fremdherrschaft befreiende Held Hermann mythisiert. Auch Kleist schrieb mit diesem Absicht die Hermannsschlacht. Kleist stellte die Hermannsschlacht nicht nur als germanischen Befreiungskrieg gegen die römische Herrschaft, sondern auch als Vereinigungskrieg der gesamten germanischen Völker dar. Einerseits erregte Hermann in seinem Volk Hass und Rache gegen die Römer, andererseits schlug er die römische Armee durch Betrug und Gewalt nieder. Hermanns Gewalt kann angesichts der unterdrückenden Gewalt des römischen Imperialismus gerechtfertigt werden. Die Hermannsschlacht kann als Tendenzstück bezeichnet werden. Aber der Nationalismus in der Hermannsschlacht unterscheidet sich vom Chauvinismus, der die Überlegenheit der Deutschen über anderen Nationen behauptent. Vielmehr kann sie heute als Kritik an der scheinbaren Gerechtigkeit der Weltmächte gelesen werden.

Abstract

Der vorliegende Aufsatz untersucht Heinrich von Kleists Drama Die Hermannsschlacht im Zusammenhang mit dem deutschen Nationalismus am Anfang des 19. Jahrhunderts. Da Deutschland damals anders als andere europäische Länder noch keinen vereinten Nationalstaat bildete, musste das deutsche Bildungsbürgertum die deutsche Nation durch die gemeinsame Kultur wie die Sprache und Überlieferungen definieren. Nach dem Eroberungszug Napoleons wurde die Entwicklung des deutschen Nationalismus vom antifranzösischen Ressentiment geprägt. Dabei war Arminius einer der geeignetsten Stoffe, um an das Volk zu appellieren, sich gegen Frankreich zu erheben. Arminius war ein antiker germanischer Stammesführer und besiegte die römische Armee in der Varusschlacht. Daher wurde er von deutschen Nationalisten als der die deutsche Nation von der Fremdherrschaft befreiende Held Hermann mythisiert. Auch Kleist schrieb mit diesem Absicht die Hermannsschlacht. Kleist stellte die Hermannsschlacht nicht nur als germanischen Befreiungskrieg gegen die römische Herrschaft, sondern auch als Vereinigungskrieg der gesamten germanischen Völker dar. Einerseits erregte Hermann in seinem Volk Hass und Rache gegen die Römer, andererseits schlug er die römische Armee durch Betrug und Gewalt nieder. Hermanns Gewalt kann angesichts der unterdrückenden Gewalt des römischen Imperialismus gerechtfertigt werden. Die Hermannsschlacht kann als Tendenzstück bezeichnet werden. Aber der Nationalismus in der Hermannsschlacht unterscheidet sich vom Chauvinismus, der die Überlegenheit der Deutschen über anderen Nationen behauptent. Vielmehr kann sie heute als Kritik an der scheinbaren Gerechtigkeit der Weltmächte gelesen werden.

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