본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

독일어와 한국어 특허문서에 쓰이는 고정적 언어 표현에 대한 연구

Zur Analyse von mehr oder weniger festen Wortverbindungen in Patentschriften im Deutschen und Koreanischen

0

조회

0

다운로드

5

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류기타인문학

초록

In diesem Beitrag wird versucht, unter syntaktischen, textlinguistischen und pragmatischen Aspekten mehr oder weniger feste Ausdrücke bzw. Formulierungsmuster in Patentschriften im Deutschen und Koreanischen zu untersuchen. Patentschriften sind eine Textsorte des gewerblichen Rechtsschutzes. Die kommunikative Aufgabe der Patentschriften ist es, auf erfinderischen Tätigkeiten beruhende Produkte, Verfahren oder Anwendungen zu dokumentieren und das zeitlich begrenzte Monopol ihrer wirtschaftlichen Verwertung gegen Dritte zu schützen. Aus der Analyse des relativ kleinen Korpus ging hervor, dass die routinemäßige Verwendung textsortentypischer und -spezifischer Formulierungsstereotype ein prägendes Merkmal von Patentschriften in deutscher und koreanischer Sprache darstellen. Eine hohe Frequenz vorgeprägter Formulierungen gehört zu den sprachübergreifenden Eigenschaften dieser Textsorte. In struktureller Hinsicht umfasste das nachgewiesene Inventar Formulierungsroutinen und Phraseologismen im engeren Sinne. Die erste Gruppe besteht aus Formulierungsmustern in Form syntaktischer Fertigstücke, die überwiegend als Gliederungs- und Erkennungssignale für spezifische Teiltexte fungieren und eine deutliche Tendenz zur Ökonomisierung der Textproduktion zum Ausdruck bringen. Im Gegensatz dazu besteht die zweite Gruppe aus referentiell-nominativen (substantivischen, adjektivischen und adverbialen) Phraseologismen. Damit sind Patentschriften durch die folgenden auffällige sprachübergreifenden Merkmale gekennzeichnet: (1) die Dominanz der totalen Rekurrenz als Kohäsionsmittel, (2) eine überdurchschnittliche syntaktische Komplexität sowie (3) die auch für juristisch geprägte Fachtexte ungewöhnlich langen Sätze . Dies ergibt sich daraus, dass Ökonomie und Verständlichkeit als funktionale Eigenschaften einer Fachsprache im Falle der Patentschrift eine untergeordnete Rolle spielen, während die syntaktisch kohäsiven Mittel zur Herstellung der Deutlichkeit von großer Bedeutung sind.

Abstract

In diesem Beitrag wird versucht, unter syntaktischen, textlinguistischen und pragmatischen Aspekten mehr oder weniger feste Ausdrücke bzw. Formulierungsmuster in Patentschriften im Deutschen und Koreanischen zu untersuchen. Patentschriften sind eine Textsorte des gewerblichen Rechtsschutzes. Die kommunikative Aufgabe der Patentschriften ist es, auf erfinderischen Tätigkeiten beruhende Produkte, Verfahren oder Anwendungen zu dokumentieren und das zeitlich begrenzte Monopol ihrer wirtschaftlichen Verwertung gegen Dritte zu schützen. Aus der Analyse des relativ kleinen Korpus ging hervor, dass die routinemäßige Verwendung textsortentypischer und -spezifischer Formulierungsstereotype ein prägendes Merkmal von Patentschriften in deutscher und koreanischer Sprache darstellen. Eine hohe Frequenz vorgeprägter Formulierungen gehört zu den sprachübergreifenden Eigenschaften dieser Textsorte. In struktureller Hinsicht umfasste das nachgewiesene Inventar Formulierungsroutinen und Phraseologismen im engeren Sinne. Die erste Gruppe besteht aus Formulierungsmustern in Form syntaktischer Fertigstücke, die überwiegend als Gliederungs- und Erkennungssignale für spezifische Teiltexte fungieren und eine deutliche Tendenz zur Ökonomisierung der Textproduktion zum Ausdruck bringen. Im Gegensatz dazu besteht die zweite Gruppe aus referentiell-nominativen (substantivischen, adjektivischen und adverbialen) Phraseologismen. Damit sind Patentschriften durch die folgenden auffällige sprachübergreifenden Merkmale gekennzeichnet: (1) die Dominanz der totalen Rekurrenz als Kohäsionsmittel, (2) eine überdurchschnittliche syntaktische Komplexität sowie (3) die auch für juristisch geprägte Fachtexte ungewöhnlich langen Sätze . Dies ergibt sich daraus, dass Ökonomie und Verständlichkeit als funktionale Eigenschaften einer Fachsprache im Falle der Patentschrift eine untergeordnete Rolle spielen, während die syntaktisch kohäsiven Mittel zur Herstellung der Deutlichkeit von großer Bedeutung sind.

참고문헌 (20)

  1. 이주영, "술어-논항 구조와 번역 규칙 적용 순서를 고려한 통계적 기계 번역", 박사, 컴퓨터학, pp.2011
  2. 정수정, "독어 기원 및 계기 상투구에 관하여", 독일문학, 53(3)통권 : 3, pp.167~187 (2012), 한국독어독문학회
  3. 최승권, "패턴기반 영한 자동번역 시스템의 상용화를 위한 도메인 특화 방법", 정보과학회논문지 : 소프트웨어 및 응용, 39(4), pp.253~260 (2012), 한국정보과학회[DOI]
  4. Burger, Harald, "Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen. (Grundlagender Germanistik 36.)" (2007)
  5. Gläser, Rosemarie, "Fachsprachen. (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 14.1.)", pp.556~562 (1998), de Gruyter
  6. Göpferich, Susanne, "Von der Terminographie zur Textographie: Computergestützte Verwaltung textsortenspezifischer Versatzstücke", Fachsprache, 1995, pp.17(1), 17~41
  7. Göpferich, Susanne, "Textsorten in Naturwissenschaften und Technik. Pragmatische Typologie. Kontrastierung. Translation" (1995)
  8. Göpferich, Susanne, "Übersetzerische Kompetenz. Beiträge zur universitären Übersetzerausbildung in Deutschland und Skandinavien. (Publikationen des Fachbereichs Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes-Gutenberg- Universitat Mainz in Germersheim, Reihe A: Abhandlungen und Sammelbande 22.)", pp.9~38 (1996)
  9. Göpferich, Susanne, "Interkulturelles Technical Writing. Fachliches adressatengerecht vermitteln: ein Lehr- und Arbeitsbuch" (1998)
  10. Göpferich, Susanne, "Textproduktion im Zeitalter der Globalisierung. Entwicklung einer Didaktik des Wissenstransfers. (Studien zur Translation 15.)" (2002)
  11. Göpferich, Susanne, "Handbuch Translation. 2. Aufl", pp.222~225 (2006)
  12. Gülich, Elisabeth, "Wortbildung und Phraseologie. (Studien zur deutschen Sprache 9.)", pp.131~175 (1997)
  13. Härtinger, Heribert, "Zur maschinenunterstützten Übersetzung von Patentschriften: der Stellenwert der internen Rekurrenz", Fachsprache, 32(1), pp.18~39 (2010)
  14. Kühtz, Stefan, "Phraseologie und Formulierungsmuster in medizinischen Texten" (2007)
  15. Phraseology. Halbband 1.(Handbucher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 28.1.), "Phraseologie", pp.2007, Lüger, Heinz-Helmut
  16. (2010): Textsortentypische Phraseologismen und Formulierungsmuster in europaischen Patentschriften, , 2010
  17. Schamlu, Miriam, "Patentschriften . Patentwesen. Eine argumentationstheoretische Analyse der Textsorte Patentschrift am Beispiel der Patentschriften zu Lehrmitteln" (1985)
  18. Scheel, Harald, "Translationsdidaktik. Grundfragen der Übersetzungswissenschaft", pp.487~493 (1997)
  19. Stein, Stephan, "Formelhafte Sprache. Untersuchungen zu ihren pragmatischen und kognitiven Funktionen im gegenwartigen Deutsch. (Beitrage zur Sprachwissenschaft: Sprache in der Gesellschaft 22.)" (1995)
  20. Phraseology. Halbband 1. (Handbucher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft28.1.), "Phraseologie", pp.2007, Stein, Stephan

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (15건)