본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

하인리히 폰 클라이스트와 가족모티브

Heinrich von Kleist und das Familienmotiv

1

조회

0

다운로드

0

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류문학

초록

In der vorliegenden Arbeit haben wir drei Daseinsstufen des Menschen im Zusammenhang mit dem Familienmotiv unterschieden und je nach Daseinsstufe einen bestimmten Charakter der zwischenmenschlichen Beziehungen Auf der Stufe instinktiven, unbewussten Einklangs des Menschen mit der Welt ist Einheit der sozialen Gruppe als biologische und emotionale Bindung möglich. Der Daseinsstufe der Bezogenheit des Menschen auf sich selbst und seine Interessen entspricht dagegen die Ebene der Zwietracht und Spaltung. Versucht nun der Mensch, dieser Spaltung zu entkommen und Einheit wiederherzustellen, und bleibt er bei diesem Versuch auf der Daseinsstufe der Ichbezogenheit, so wird dauerhafte Einheit niemals erreicht werden können. Wenn sich auf der Ebene der Interessen soziale Harmonie zeigen sollte, so handelt es sich nur um eine scheinbare Harmonie, die den Keim der offenen Spaltung schon in sich trägt. In 『Die Familie Schroffenstein』 sind schon alle wesentlichen Funktionen und Aspekte der Familienmotivs enthalten. In diesem Werk ist der Aspekt des Verhältnisses von Familie und Einzelnem, der Selbstfindung des Menschen im Konflikt mit der Familie deutlich entwickelt. Noch stärker tretten das Moment der gesellschaftlichen Spaltung, die sich in der Spaltung der Familie manifestiert, und ihre Auswirkung auf das Individuum, sowie ein möglicher Ausgang der Spaltung, z.B. Zerstörung von Menschen durch Rache und Gegenrache, hervor. Dass Einheit in einer Welt der Ichbezogenheit nicht möglich ist, demonstriert Kleist jeweils anhand des Familienmotivs. Einheit war einst möglich, als Reflexion und Bewusstheit eine natürliche Harmonie des Menschen mit sich selbst, mit der Natur und mit seinesgleichen noch nicht zerrissen hatten. In 『Die Familie Schroffenstein』 tritt dieser Naturzustand einer unschuldigen Einheit gelegentlich als Hintergrund der chaotischen Welt in Erscheinung. Einheit wird wieder möglich sein, wenn Reflexion, Ichbezogenheit des Bewusstseins durch neue Erkenntnis aufgehoben sein werden. Der Hinweis auf diese Möglichkeit geschieht explizit in 『Die Familie Schroffenstein』.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit haben wir drei Daseinsstufen des Menschen im Zusammenhang mit dem Familienmotiv unterschieden und je nach Daseinsstufe einen bestimmten Charakter der zwischenmenschlichen Beziehungen Auf der Stufe instinktiven, unbewussten Einklangs des Menschen mit der Welt ist Einheit der sozialen Gruppe als biologische und emotionale Bindung möglich. Der Daseinsstufe der Bezogenheit des Menschen auf sich selbst und seine Interessen entspricht dagegen die Ebene der Zwietracht und Spaltung. Versucht nun der Mensch, dieser Spaltung zu entkommen und Einheit wiederherzustellen, und bleibt er bei diesem Versuch auf der Daseinsstufe der Ichbezogenheit, so wird dauerhafte Einheit niemals erreicht werden können. Wenn sich auf der Ebene der Interessen soziale Harmonie zeigen sollte, so handelt es sich nur um eine scheinbare Harmonie, die den Keim der offenen Spaltung schon in sich trägt. In 『Die Familie Schroffenstein』 sind schon alle wesentlichen Funktionen und Aspekte der Familienmotivs enthalten. In diesem Werk ist der Aspekt des Verhältnisses von Familie und Einzelnem, der Selbstfindung des Menschen im Konflikt mit der Familie deutlich entwickelt. Noch stärker tretten das Moment der gesellschaftlichen Spaltung, die sich in der Spaltung der Familie manifestiert, und ihre Auswirkung auf das Individuum, sowie ein möglicher Ausgang der Spaltung, z.B. Zerstörung von Menschen durch Rache und Gegenrache, hervor. Dass Einheit in einer Welt der Ichbezogenheit nicht möglich ist, demonstriert Kleist jeweils anhand des Familienmotivs. Einheit war einst möglich, als Reflexion und Bewusstheit eine natürliche Harmonie des Menschen mit sich selbst, mit der Natur und mit seinesgleichen noch nicht zerrissen hatten. In 『Die Familie Schroffenstein』 tritt dieser Naturzustand einer unschuldigen Einheit gelegentlich als Hintergrund der chaotischen Welt in Erscheinung. Einheit wird wieder möglich sein, wenn Reflexion, Ichbezogenheit des Bewusstseins durch neue Erkenntnis aufgehoben sein werden. Der Hinweis auf diese Möglichkeit geschieht explizit in 『Die Familie Schroffenstein』.

참고문헌 (19)

  1. Kleist, Heinrich, "Heinrich von Kleist, Werke und Briefe in vier Bänden, Bd.1" (1984)
  2. Kleist, Heinrich, "Sämtliche Werke und Briefe, Bd. II" (1993), H. Sembdner
  3. Kleist, Heinrich, "Sämtliche Werke und Briefe in vier Bänden" (1990)
  4. Bischofberger, Daniel, "Der Dreitakt in der Sprache Heinrich von Kleists" (1960)
  5. Blöcker, Günter, "Heinrich von Kleist oder das absolute Ich" (1960)
  6. Fricke, Gerhard, "Gefühl und Schicksal bei Heinrich von Kleist" (1929)
  7. Hellmann. Hanna, "Über das Marionettentheater, in: Kleists Aufsatz über das Marionet-tentheater" (1967), Studien und Interpretationen
  8. Kunz, Josef, "Die Thematik der Daseinsstufen" (1967), W. Müller-Seidel
  9. Möller, Helmut, "Die kleinbürgerliche Familie im 18" (1969), Verhalten und Gruppenkulur
  10. Müller, Johann Karl-Heinz, "Die Rechts- und Staatsauffassung Kleists" (1962)
  11. Müller-Seidel, Walter, "Der rätselhafte Kleist und seine Dichtung" (1977), Wieland Schmidt
  12. Muschg, Walter, "Erschrecken vor der Welt. Zu Kleists “Familie Schroffenstein”" (1968), Pamphlet und Bekenntnis
  13. Seeba, Heinrich C, "Der Sündenfall des Verdachts", pp.64~100 (1970)
  14. Streller, Siegfried, "Das dramatische Werk Heinrich von Kleists" (1966)
  15. Ders, "Heinrich von Kleist und J.J.Rousseau" (1967), Heinrich von Kleist
  16. Wittkowski, Wolfgang, "Weltdialektik und Weltüberwindung. Zur Dramaturgie Kleists" (1971), R. Grimm
  17. 조정래, "하인리히 폰 클라이스트의 『인형극에 대하여』 - 의식과 무의식의 변증법", 세계문학비교연구, (33), pp.255~278 (2010), 세계문학비교학회
  18. 조정래, "가부장적 힘의 변증법", 독일언어문학, (7), pp.190~209 (1997)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (12건)