기술만능주의와 다윈주의를 넘어서 -<파우스트> 2부의 호문쿨루스-
Kritik des Technizismus und Revision des Darwinismus -Bemerkungen zur Homunculus-Figur im Faust II-
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초록
Im Faust II präsentiert der künstliche Mensch Homunculus, der durch technische Manipulation hergestellt wird, die Bedrohungen des modernen Technizismus par exellence. Der hermaphroditische Homunculus übersteigt einerseits alle menschlichen Fähigkeiten, indem er nach dem Vorbild des Götterboten Hermes Faust den richtigen Weg zu Helena verordnet. Der Mensch hängt so von seiner selbst geschaffenen Kreatur ab. Der halbgeborene Homunculus, der nicht im Mutterschoß, sondern in der Phiole unorganisch kristallisiert wurde, verkörpert andererseits den männlichen Geist, der die Weiblichkeit verdrängt, was Fausts blindem Aktivismus entspricht. Die künstlich-dämonische Intelligenz Homunculus’ wird mit der Gefahr konfrontiert,als Werkzeug zur Herrschaft und kriegerischen Zerstörung zu fungieren, indem der Vulkanist Anaximandros ihm den Größenwahn einflüstert und einen feurigen Krieg anstiftet. Die Sanktion des Kranichs, der im Goetheschen Kontext den Vermittler von Natur und Gott symbolisiert, ist als eine Mahnung der göttlichen Natur zu verstehen. Am Ende wird Homunculus zur Natur zurückgeführt und somit neu geboren, indem er mit der Meeresgöttin Galatea die Hochzeit feiert. In diesem Sinne wird die männliche Halbwüchsigkeit und Aggressivität durch das Ewig-Weibliche aufgehoben. Bekanntlich hat sich Darwin zur Rechtfertigung seiner Evolutionstheorie auf Goethes Naturlehre berufen. Aber sein Paradigma der natürlichen Selektion, das die Herrschaft des Stärkeren und die sprunghafte Entstehung neuer Arten voraussetzt, steht in krassem Gegensatz zu Goethes Naturanschauung, der zufolge die Natur keinen Sprung kennt.
Abstract
Im Faust II präsentiert der künstliche Mensch Homunculus, der durch technische Manipulation hergestellt wird, die Bedrohungen des modernen Technizismus par exellence. Der hermaphroditische Homunculus übersteigt einerseits alle menschlichen Fähigkeiten, indem er nach dem Vorbild des Götterboten Hermes Faust den richtigen Weg zu Helena verordnet. Der Mensch hängt so von seiner selbst geschaffenen Kreatur ab. Der halbgeborene Homunculus, der nicht im Mutterschoß, sondern in der Phiole unorganisch kristallisiert wurde, verkörpert andererseits den männlichen Geist, der die Weiblichkeit verdrängt, was Fausts blindem Aktivismus entspricht. Die künstlich-dämonische Intelligenz Homunculus’ wird mit der Gefahr konfrontiert,als Werkzeug zur Herrschaft und kriegerischen Zerstörung zu fungieren, indem der Vulkanist Anaximandros ihm den Größenwahn einflüstert und einen feurigen Krieg anstiftet. Die Sanktion des Kranichs, der im Goetheschen Kontext den Vermittler von Natur und Gott symbolisiert, ist als eine Mahnung der göttlichen Natur zu verstehen. Am Ende wird Homunculus zur Natur zurückgeführt und somit neu geboren, indem er mit der Meeresgöttin Galatea die Hochzeit feiert. In diesem Sinne wird die männliche Halbwüchsigkeit und Aggressivität durch das Ewig-Weibliche aufgehoben. Bekanntlich hat sich Darwin zur Rechtfertigung seiner Evolutionstheorie auf Goethes Naturlehre berufen. Aber sein Paradigma der natürlichen Selektion, das die Herrschaft des Stärkeren und die sprunghafte Entstehung neuer Arten voraussetzt, steht in krassem Gegensatz zu Goethes Naturanschauung, der zufolge die Natur keinen Sprung kennt.
참고문헌 (13)
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