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19세기 독일문학에 나타나는 호문쿨루스 모티브 - 괴테의 『파우스트』와 로버트 하멀링의 『호문쿨루스』를 중심으로

Das Homunculus-Motiv in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts - Am Beispiel von Goethes Faust und Robert Hamerlings Homunculus

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주제분류독일어와문학

초록

Die Geschichte des Homunculus geht zwar auf die Antike zurück, aber in der Literatur tritt der Homunculus erst im 19. Jahrhundert bei Goethe und Hamerling als bedeutende Figur auf. In der vorliegenden Arbeit geht es zum einen darum aufzuzeigen, welche Aspekte des 19. Jahrhunderts das Interesse an der Figur beeinflussen. Zum anderen soll dargelegt werden, worauf die beiden Autoren mit dem Motiv jeweils abzielen. Für Goethes Handhabung des Motivs spielt die Entwicklung der organischen Chemie eine entscheidende Rolle. In der Figur des Wagner im Laboratorium spiegelt sich nicht nur Paracelsus sondern auch Friedrich Wöhler, dem die erste Synthese eines organischen Stoffes aus anorganischen Stoffen gelingt, und wohl auch der Philosoph Johan Jakob Wagner, der behauptete, dass es der Chemie noch gelingen werde, organische Körper herzustellen und Menschen durch Kristallisation zu bilden. Was Goethe mit dem Homunculus-Motiv darstellt, ist die Entstehung des Menschen als Gattung. Goethe teilt diese Frage in zwei Aspekte,nämlich in eine chemisch-künstliche Ebene im Laboratorium und eine biologischnatürliche Ebene in der Klassischen Walpurgisnacht auf. Hamerlings Interesse für das Homunculus-Motiv scheint durch Goethes Faust geweckt worden zu sein. Die Struktur seines Werkes ähnelt der des Faust. Es gibt aber mehrere Unterschiede zwischen den beiden Texten in Bezug auf die Rolle des künstlichen Menschen. Hamering geht es in dem Motiv um das 19. Jahrhundert per se. Die Künstlichkeit der Titelfigur entspricht dem unmenschlichen Charakter dieses Jahrhunderts. Das Werk endet mit einer dunklen Vorahnung bezüglich der Zukunft der Menschheit. Trotz dieses Unterschiedes liegt den beiden Werken eine gemeinsame Frage zugrunde: Was ist der jetzige Mensch eigentlich?

Abstract

Die Geschichte des Homunculus geht zwar auf die Antike zurück, aber in der Literatur tritt der Homunculus erst im 19. Jahrhundert bei Goethe und Hamerling als bedeutende Figur auf. In der vorliegenden Arbeit geht es zum einen darum aufzuzeigen, welche Aspekte des 19. Jahrhunderts das Interesse an der Figur beeinflussen. Zum anderen soll dargelegt werden, worauf die beiden Autoren mit dem Motiv jeweils abzielen. Für Goethes Handhabung des Motivs spielt die Entwicklung der organischen Chemie eine entscheidende Rolle. In der Figur des Wagner im Laboratorium spiegelt sich nicht nur Paracelsus sondern auch Friedrich Wöhler, dem die erste Synthese eines organischen Stoffes aus anorganischen Stoffen gelingt, und wohl auch der Philosoph Johan Jakob Wagner, der behauptete, dass es der Chemie noch gelingen werde, organische Körper herzustellen und Menschen durch Kristallisation zu bilden. Was Goethe mit dem Homunculus-Motiv darstellt, ist die Entstehung des Menschen als Gattung. Goethe teilt diese Frage in zwei Aspekte,nämlich in eine chemisch-künstliche Ebene im Laboratorium und eine biologischnatürliche Ebene in der Klassischen Walpurgisnacht auf. Hamerlings Interesse für das Homunculus-Motiv scheint durch Goethes Faust geweckt worden zu sein. Die Struktur seines Werkes ähnelt der des Faust. Es gibt aber mehrere Unterschiede zwischen den beiden Texten in Bezug auf die Rolle des künstlichen Menschen. Hamering geht es in dem Motiv um das 19. Jahrhundert per se. Die Künstlichkeit der Titelfigur entspricht dem unmenschlichen Charakter dieses Jahrhunderts. Das Werk endet mit einer dunklen Vorahnung bezüglich der Zukunft der Menschheit. Trotz dieses Unterschiedes liegt den beiden Werken eine gemeinsame Frage zugrunde: Was ist der jetzige Mensch eigentlich?

참고문헌 (20)

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