완성된 상태인가 변화의 과정인가 - 『친화력』에 나타나는 에두아르트와 오틸리에의 사랑 분석
Ein vollständiger Zustand oder ein Veränderungsprozess?- Eine Analyse von Eduard und Ottilies Liebe in den Wahlverwandtschaften
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초록
Die vorliegende Studie versucht zu analysieren, warum Eduard und Ottilies Liebe in den Wahlverwandtschaften tragisch beendet wurde. Eduard und Ottilie könnten als Charaktere gesehen werden, die nach „romantischer Liebe“ strebten. Besonders Eduard scheint jemanden zu suchen, der ihm hilft, Selbstbewusstsein zu erlangen und sich zu vervollständigen. Sowohl Eduard als auch Ottilie finden sich und identifizieren sich miteinander. Der narzisstische Eduard sucht nach Ähnlichkeiten zwischen ihm und Ottilie und liebt sie dafür. Wie Echo, die nicht mit ihren eigenen Worten sprechen konnte, kopiert Ottilie Eduard in vielerlei Hinsicht. Ihre trotzdem tragisch endende Liebe könnte durch Goethes Gedanken über das Selbstbewusstsein und die Liebe erklärt werden. Für Goethe war Liebe kein Zustand, der erreicht werden kann, sondern ein Teil des Veränderungsprozesses. Erstens stellt sich die Frage, ob das Objekt ihrer Liebe tatsächlich einander ist. Lieben Eduard und Ottilie nicht vielleicht nur ihre Vorstellung von einander? Zweitens besteht die Frage, ob es möglich ist, sich vollständig mit einem anderen zu identifizieren. Nach Goethe habe jeder Einzelne seine eigene Einzigartigkeit, die niemand vollständig erkennen und begreifen könne, nicht einmal man selbst. In Anbetracht dieser Gedanken wäre es für ein Individuum schwierig, einem anderen einzigartigen Individuum gleich zu werden. Schließlich stellt sich die Frage, ob eine unveränderliche und ewige Liebe möglich sein könnte. Da jeder einzelne Mensch immer mit seiner Umgebung interagiert, kann man sagen, dass der Mensch sich ständig verändert. Und wenn alle Menschen sich im ständigen Wandel befinden, dann würde dies ebenso für ihre Liebe gelten. Liebe war ein wichtiges Konzept für Goethe. Zwar kann die Liebe beim “Ganzwerden” eines Individuums keine Lösung sein, aber die Pflege einer “gesunden” Liebesbeziehung könnte ihren Teil dazu beitragen, sich im Prozess des Werdens besser zu begreifen.
Abstract
Die vorliegende Studie versucht zu analysieren, warum Eduard und Ottilies Liebe in den Wahlverwandtschaften tragisch beendet wurde. Eduard und Ottilie könnten als Charaktere gesehen werden, die nach „romantischer Liebe“ strebten. Besonders Eduard scheint jemanden zu suchen, der ihm hilft, Selbstbewusstsein zu erlangen und sich zu vervollständigen. Sowohl Eduard als auch Ottilie finden sich und identifizieren sich miteinander. Der narzisstische Eduard sucht nach Ähnlichkeiten zwischen ihm und Ottilie und liebt sie dafür. Wie Echo, die nicht mit ihren eigenen Worten sprechen konnte, kopiert Ottilie Eduard in vielerlei Hinsicht. Ihre trotzdem tragisch endende Liebe könnte durch Goethes Gedanken über das Selbstbewusstsein und die Liebe erklärt werden. Für Goethe war Liebe kein Zustand, der erreicht werden kann, sondern ein Teil des Veränderungsprozesses. Erstens stellt sich die Frage, ob das Objekt ihrer Liebe tatsächlich einander ist. Lieben Eduard und Ottilie nicht vielleicht nur ihre Vorstellung von einander? Zweitens besteht die Frage, ob es möglich ist, sich vollständig mit einem anderen zu identifizieren. Nach Goethe habe jeder Einzelne seine eigene Einzigartigkeit, die niemand vollständig erkennen und begreifen könne, nicht einmal man selbst. In Anbetracht dieser Gedanken wäre es für ein Individuum schwierig, einem anderen einzigartigen Individuum gleich zu werden. Schließlich stellt sich die Frage, ob eine unveränderliche und ewige Liebe möglich sein könnte. Da jeder einzelne Mensch immer mit seiner Umgebung interagiert, kann man sagen, dass der Mensch sich ständig verändert. Und wenn alle Menschen sich im ständigen Wandel befinden, dann würde dies ebenso für ihre Liebe gelten. Liebe war ein wichtiges Konzept für Goethe. Zwar kann die Liebe beim “Ganzwerden” eines Individuums keine Lösung sein, aber die Pflege einer “gesunden” Liebesbeziehung könnte ihren Teil dazu beitragen, sich im Prozess des Werdens besser zu begreifen.
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