본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

낯섦 그리고 억압된 낯익음 ― 프로이트적 관점에서 살펴본 호프만스탈의 『안드레아스』에 숨겨진 이야기

0

조회

0

다운로드

1

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

In dieser Arbeit soll es darum gehen, die Doppeldimensionalität der Geschichte in Hofmannsthals Fragment Andreas in Betracht zu ziehen, und zwar aus der Perspektive Freuds. Diese Betrachtungen gliedern sich in die folgenden drei Teile. Im ersten Teil wird versucht, die Parallelen zwischen der Geschichte im Andreas und der Struktur des Traums zu beleuchten. Hinter der Fassade einer Bildungsreise des Protagonisten lauern jedoch seine psychischen Probleme, die sich etwa mit den Begriffen Inzest, Homosexualität, Sadismus oder Masochismus bezeichnen lassen. Wie die Traumarbeit die latenten Traumgedanken unter dem Einfluss der Traumzensur in eine andere Ausdrucksweise überführt, verkleiden sich die genannten Probleme mit der Maske der harmlosen Reisegeschichte. Dadurch lässt sich das Fragment Hofmannsthals als doppeldimensional erkennen, nämlich als Bildungsreise einerseits und als geheime Erfüllung der tabuisierten sexuellen Wünsche andererseits. Diese Doppeldimensionalität ermöglicht die verborgene Verbundenheit des Fremden mit dem Altbekannten, aus der, Freud zufolge, das Unheimliche hervorgeht. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, was Freud in seinem Aufsatz Das Unheimliche als einen besonderen Kern des Unheimlichen begreift. Ihm zufolge ist das Unheimliche jene Art des Schreckhaften, welche auf das Altbekannte zurückgeht. Das heißt: Unheimliches Gefühl erregt das Ängstliche, in dem das Altbekannte, das durch den Prozess der Verdrängung entfremdet worden ist, versteckt miterlebt wird. Im dritten Teil wird auf das Unheimliche in einer Szene des Andreas eingegangen, in der der Protagonist Andreas einen kleinen fremden Garten betritt und ein rätselhaftes Ereignis erlebt. Durch die Öffnung in dem Rebendach dieses Gartens streckt ein unbekanntes Wesen seinen Kopf herein, mit voller Anstrengung, und erschreckt den Protagonisten. Hat dieser Garten nach der Psychonalyse Freuds als das Symbol für Mutterleib zu gelten, so lässt sich das Erscheinen des unbekannten Wesens durch die Öffnung als die symbolische Geburt erkennen. Durch den fremden Garten und das fremde Ereignis erlebt Andreas den Mutterleib, also den altbekannten, aber verbotenen Ort für einen erwachsenen Sohn. Deshalb ist sein Gefühl in dieser Szene keine einfache Angst, sondern bezieht sich auf das Unheimliche im Sinne Freuds.

Abstract

In dieser Arbeit soll es darum gehen, die Doppeldimensionalität der Geschichte in Hofmannsthals Fragment Andreas in Betracht zu ziehen, und zwar aus der Perspektive Freuds. Diese Betrachtungen gliedern sich in die folgenden drei Teile. Im ersten Teil wird versucht, die Parallelen zwischen der Geschichte im Andreas und der Struktur des Traums zu beleuchten. Hinter der Fassade einer Bildungsreise des Protagonisten lauern jedoch seine psychischen Probleme, die sich etwa mit den Begriffen Inzest, Homosexualität, Sadismus oder Masochismus bezeichnen lassen. Wie die Traumarbeit die latenten Traumgedanken unter dem Einfluss der Traumzensur in eine andere Ausdrucksweise überführt, verkleiden sich die genannten Probleme mit der Maske der harmlosen Reisegeschichte. Dadurch lässt sich das Fragment Hofmannsthals als doppeldimensional erkennen, nämlich als Bildungsreise einerseits und als geheime Erfüllung der tabuisierten sexuellen Wünsche andererseits. Diese Doppeldimensionalität ermöglicht die verborgene Verbundenheit des Fremden mit dem Altbekannten, aus der, Freud zufolge, das Unheimliche hervorgeht. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, was Freud in seinem Aufsatz Das Unheimliche als einen besonderen Kern des Unheimlichen begreift. Ihm zufolge ist das Unheimliche jene Art des Schreckhaften, welche auf das Altbekannte zurückgeht. Das heißt: Unheimliches Gefühl erregt das Ängstliche, in dem das Altbekannte, das durch den Prozess der Verdrängung entfremdet worden ist, versteckt miterlebt wird. Im dritten Teil wird auf das Unheimliche in einer Szene des Andreas eingegangen, in der der Protagonist Andreas einen kleinen fremden Garten betritt und ein rätselhaftes Ereignis erlebt. Durch die Öffnung in dem Rebendach dieses Gartens streckt ein unbekanntes Wesen seinen Kopf herein, mit voller Anstrengung, und erschreckt den Protagonisten. Hat dieser Garten nach der Psychonalyse Freuds als das Symbol für Mutterleib zu gelten, so lässt sich das Erscheinen des unbekannten Wesens durch die Öffnung als die symbolische Geburt erkennen. Durch den fremden Garten und das fremde Ereignis erlebt Andreas den Mutterleib, also den altbekannten, aber verbotenen Ort für einen erwachsenen Sohn. Deshalb ist sein Gefühl in dieser Szene keine einfache Angst, sondern bezieht sich auf das Unheimliche im Sinne Freuds.

참고문헌 (17)

  1. ewyn, Richard, "Andreas und die »wunderbare Freundin«. Zur Fortsetzung von Hofmannsthals Roman-Fragment und ihrer psychiatirschen Quelle. In Über Hugo von Hofmannsthal", 131~167 (1967)
  2. Aurnhammer, Achim, "Hofmannsthals »Andreas«. Das Fragment als Erzählform zwischen Tradition und Moderne", Hofmannsthal-Jahrbuch, 3, pp.275~296 (1995)
  3. Berger, Willy Richard, "Die Träume in Hofmannsthals Romanfragment Andreas oder die Vereinigten. In Das Wagnis der Moderne", Festschrift für Marianne Kesting, 243~259 (1993)
  4. Cixous, Hélène, "Die Fiktion und ihre Geister. Eine Lektüre von Freuds Das Unheimliche. In Orte des Unheimlichen. Die Faszination verborgenen Grauens in Literatur und bildender Kunst", 37~59 (2006)
  5. Freud, Sigmund, "Das Unheimliche. In Psychologische Schriften. Studienausgabe Bd. Ⅳ", 241~274 (1970)
  6. Freud, Sigmund, "Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse und Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Studienausgabe Bd. Ⅰ", ~ (1969)
  7. Freud, Sigmund, "Die Traumdeutung. Studienausgabe Bd. Ⅱ", ~ (1972)
  8. Hofmannsthal, Hugo, "Andreas. In Hugo von Hofmannsthal: Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe. Bd. ⅩⅩⅩ", ~ (1982)
  9. Lindner, Burkhardt, "Freud liest den Sandmann. In Orte des Unheimlichen. Die Faszination verborgenen Grauens in Literatur und bildender Kunst", 17~36 (2006)
  10. Mayer, Mathias, "Hugo von Hofmannsthal", ~ (1993)
  11. Miles, David H, "Hofmannsthals Novel »Andreas«. Memory and Self", ~ (1972)
  12. Potthoff, Elisabetta, "Endlose Trennung und Vereinigung. Spuren Ariosts in Hofmannsthals »Andreas«", Hofmannsthal-Jahrbuch, 3, pp.297~303 (1995)
  13. Sebald, Winfried Georg, "Venezianisches Kriptogramm: Hofmannsthals Andreas. In Die Beschreibung des Unglücks. Zur österreichischen Literatur von Stifter bis Handke", 61~77 (1985)
  14. Urban, Bernd, "Hofmannsthal, Freud und die Psychoanalyse. Quellenkundliche Untersuchungen", ~ (1978)
  15. Weininger, Otto, "Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung", ~ (1980)
  16. Wiethölter, Waltraud, "Hofmannsthal oder die Geometrie des Subjekts: Psychostrukturelle und ikonographische Studien zum Prosawerk", ~ (1990)
  17. Wilpert, Gero, "Sachwörterbuch der Literatur, 8. Aufl" (2001)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (11건)