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논문KCI 등재

인도주의와 미학의 긴장:하인리히 뵐의 풍자물에서 본 서술전략

Spannung zwischen humanit a ·· t und a ·· sthetik : Heinrich B o ·· ll erz a ·· hlstrategie am beispiel seiner satiren

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주제분류독일어와문학

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Abstract

Eine Erz a ·· hlung impliziert immer einen Erz a ·· hler und meistens einen zeitlichen Abstand. Das Geschehen, das einer Erz a ·· hlung zugrunde liegt, sehen wir immer durch die Augen dieses Erz a ·· hlers, das heißt in dieser Perspektive. Der Erz a ·· hler und seine Erz a ·· hlverfahren zu entdecken und zu beschreiben ist etwas anderes als den Autor und seine moralischen Anliegen zu thematisieren. Nich selten wird Heinrich B o ·· lls " a ·· sthetik des Humanen" diskutiert. Dabei liegt der Schwerpunkt der meisten Studien gew o ·· hnlich auf dem Begriff der "Humanit a ·· t", selten dagegen auf demjenigen der " a ·· sthetik". F u ·· r Viele gilt B o ·· ll als "moralische Stimme" oder "moralische Instanz". In dieser Hinsicht wird er dann entweder gelobt oder kritisiert. Dabei wird sein a ·· sthetisch-sch o ·· pferisches Credo jedoch nur selten beachtet: "Was mich rettet, nein, […] was mich vorl a ·· ufig am Leben h a ·· lt, das ist der ungeheure Spieltrieb, dieser ungeheure Spaß, den ich am Schreiben habe." Dieser Spieltrieb l a ·· ßt sich am einfachsten in seinen Satiren entdecken. Manchmal versteckt sich sein Erz a ·· hler "hinter einem Kellner, einer Kassiererin, hinter, nicht in; oder er sitzt in einer Milchflascht", so B o ·· ll. Einen solchen Erz a ·· hler findin wir zum Beispiel in der Erz a ·· hlung Schicksal einer henkellosen Tasse (1952). Darin u ·· bernimmt - mit einem entsprechenden surrealen Effekt - eine Tasse die Rolle eines Ich-Erz a ·· hlers. Folglich werden alle Erlebnisse perspektivisch aus ihr heraus erfaßt. Dem spielerischhumoristischen Grundton dieser Erz a ·· hlung zum Trotz l a ·· ßt diese Erz a ·· hlung genaue Parallelen zur Realit a ·· t erkennen. Ein Vierteljahrhundert erlebte Geschichte zieht an uns vor u ·· ber. In einer anderen Erz a ·· hlung Die Suche nach dem Leser (1954) erz a ·· hlt ein Mann u ·· ber seinen Freund. Dieser Freund hat "einen merkw u ·· rdigen Beruf: er scheut sich nicht, sich Schriftsteller zu nennen." Diese Satire gipfelt darin, daß der Autor den K a ·· ufer um ein Autogramm bittet, anstatt umgekehrt der K a ·· ufer den Autor. Das Probleum ist nicht, ein Buch zu schreiben, das Problem ist, K a ·· ufer daf u ·· r zu finden. Die spielerische Umkehr des U ·· blichen, die in dieser Satire inszeniert wird, ist sowohl Produkt der ungew o ·· hnlichen Phantasie des Autor als auch Abbild einer realen Situation, in der sich viele Autoren heute befindet. a ·· sthetisches Vergn u ·· gen und Gegenwartsdiagnose geht Hand in Hand. Zu w u ·· nschen w a ·· re es, in k u ·· nftigen Studien die schriftstellerischen Mittel zu beschreiben, deren sich Heinrich B o ·· ll bedient, weniger seine moralischen Absichten, die hinl a ·· nglich bekannt sind.

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