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<고지독어 음운추이>의 보급설과 자생설

Zur Problematik der Ausbreitund der hochdeutschen Lautverschiebung

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주제분류독일어와문학

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Abstract

Die sog. Standardtheorie von Th. Frings (die LV-Ausbreitung von S&uuml;d nach Nord) wird u.a. mit folgenden Argumenten begr&uuml;ndet: ①die LV ist im S&uuml;den fast vollst&auml;ndig vertreten, w&auml;hrend sie zum Norden hin st&auml;ndig an Intensit&auml;t verliert (sog. gestaffelte Lautverschiebungslandschaft, bzw. Rheinischer F&auml;cher im Rheinland), ②Der S&uuml;den w&auml;re ein idealer Schauplatz f&uuml;r jene V&ouml;lkermischung, die die Anst&ouml;ße f&uuml;r die LV gegeben h&auml;tte. ③Die &auml;ltesten Zeugnisse wurden im S&uuml;den gefunden, ④Die Behauchung als Ausl&ouml;ser der LV war im Voraltoberdeutschen vorhanden, fehlte aber im Voraltmitteldeutschen sowie im -niederdeutschen. Einw&auml;nde gegen die Standardtheorie: ①Es ist in der Zwischenzeit nachgewiesen worden, dass fr&uuml;he LV-Belege des Mitteldeutschen so gut wie gleichzeitig mit denen des Oberdeutschen auftreten. Das bedeutet: Es gab &uuml;berhaupt nicht genug Zeit f&uuml;r die Verbreitung von S&uuml;den nach Norden. ②Sprache geht mit der Macht. Die Herrschaft der Franken, die damalige alleinige Supermacht, verlief in entgegengesetzter Richtung von Norden nach S&uuml;den. Ein Nord - S&uuml;d-Verbreitungsmodell (Bsp. generative Phonologie) ist unplausibel, denn es ist bestrebt, ihren Axiom “rule generalisation” anhand der LV zu rechtfertigen. Schließlich hat v.a. Sch&uuml;tzeichel das hohe Alter der LV im Rheinland nachgewiesen und sie als autochthones Ph&auml;nomen auch in dieser Gegend gedeutet. Die Tatsache, dass neben den verschobenen noch unverschobene Belege im Rheinland stehen, kann ebenso gut f&uuml;r Verbreitungsannahmen wie f&uuml;r Autochthonietheorien sprechen. Die Diskussion wird sich auch in Zukunft fortsetzen, weil der Stand der Etymologie, insbesondere der Lehnwortforschung, noch ungen&uuml;gend ist.

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