합성어와 파생어 내부에 나타나는 굴절형태-독일어의 경우
Flexionsform innerhalb eines Kompositums oder Derivatums: Der Fall des Deutschen
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Nach der Theorie der ‘split morphology’ erfolgen die Wortbidungsprozesse (Komposition und Derivation) vor dem syntaktischen Modul, während die Flexion nach der Syntax interpretiert wird. Diese Theorie sagt voraus, dass eine Flexionsform innerhalb eines Kompositums oder Derivatums nicht vorkommen kann. Verschiedene Sprachen wie Englisch, Niederländisch, Deutsch und Koreanisch zeigen jedoch zahlreiche Gegenbeispiele. Eine zentrlae Frage für das Deutsche stellt die Differenzierung zwischen Flexionssuffixen und Fugenelementen dar. wenn sie innerhalb eines Kompositums oder Derivatums erscheinen. Wenn das Morphem -er in einem Wort wie Büch-er-regal kein Flexionssuffix, sondern ein Fugenelement (wie -s in Forschung-s-arbeit) wäre, würde das Deutsche keine Evidenz gegen die Theorie der ‘split morphology’ liefern. Die deutschen Beispiele unterstützen aber die These von Chapman(1996), dass ein morphologischer Prozess nur den Input zu einem anderen morphologischen Prozess bilden kann, wenn er in bezug auf Wahrnehmung weniger ‘hervorspringend’ (Englisch: ‘salient’) als ein darauf folgender Prozess ist. Nach dieser These handelt es sich in einem Wort wie Büch-er-regal um ein Kompositum, dessen erstes Glied eine flektierte Form ist. Das erste Glied in einem Kopositum wie Forschung-s-arbeit enthält dagegen ein Fugenelement, das für das Wort mit einem schließenden Suffix den Zugang zu einer weiteren morphologischen Operation ermöglicht. Dies hat auch Kosequenz für die Unterscheidung zwischen Fugenelementen und Flexionssuffixen: Die echten Fugenelemente sind auf -s und -en beschränkt, obwohl es viele andere Fugenelemente gibt, die mit den Pluralsuffxen phonetisch identisch sind.
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