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우니카 취른의 『암울한 봄』에 나타난 여성의 성 심리 발달

Weibliche psychosexuelle Entwicklung in Unica Zürns Dunkler Frühling

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird es versucht, die weibliche psychosexuelle Entwicklung in Unica Zürns Dunkler Frühling anhand von den psychoanalytischen Theorien Jessica Benjamins und Nancy Chodorows zu untersuchen. Die Erzählung Dunkler Frühling ist die Geschichte und “die Beschreibung des kindlichen Unbewußten und des erotischen Erwachens eines kleinen Mädchens”, bestimmt durch die häufige Abwesenheit des von ihr vergötterten Vaters, von dem sie sich alleingelassen fühlt, durch die Kälte der Mutter und durch eine Kinderliebe, die zu einem tragischen Ende, dem freiwilligen Kindertod fürt. Und der Dunkle Frühling, dieser Bericht aus der pubertären Sicht eines Mädchens, läßt viele der realen Lebensumstände nachvollziehbar erscheinen, muss aber doch weitaus mehr aus einer literarischen Perspektive gelesen werden, da es sich hier um eine imaginäre Entwicklung handelt, die der kreativen Werkbiographie ein Komplement, Abrundung und Situierung verleihen wollte. In dieser Analyse des Textes geht es um die Schwierigkeit des weiblichen Individuums, eine eigene, d.h. nicht durch die patriarchalische Optik fremdbestimmte Subjektivität und ein spezifisch weibliches Begehren zu entwickleln. In Dunklem Frühling wird vor allem die Beziehung zum Vater - als Repräsentant von Subjektivität und Begehren - problematisiert, während die Mutter keine bzw. eine unbedeutende Rolle spielt oder aber als Projektion des Bösen, Verschlingenden in Erscheinung tritt. Was Freud als ‘Penisneid’ bezeichnete, nämlich die männliche Orientierung des kleinen Mädchens, reflektiert in Wirklichkeit den Wunsch von Kindern beiderlei Geschlechts, sich mit dem Vater zu identifizieren, der als Repräsentant der Außenwelt erlebt wird. Diese frühe Liebe zum Vater ist eine “Liebe zum Ideal”. Das Kind im Dunklen Frühling idealisiert den Vater, denn der Vater ist jener magische Spiegel, der das Selbst so spiegelt, wie es sein möchte, das Ideal, in dem das Kind sich selbst wiedererkennen will. Aber durch die väterliche Verweigerung der Identifizierungsliebe und die Nicht-Existenz mütterlicher Subjektivität werden die Weichen gestellt für einen strukturell gewaltsamen Umgang der Geschlechter miteinander, für männliche Dominanz und weibliche Unterwürfigkeit bis hin zu extremen Formen von Sadismus und Masochismus. Der von Benjamin erläuterte Zusammenhang zwischen der Schwierigkeit der Tochter- Vater-Identifizierung und den verbreiteten Phänomen der Idealisierungs- bzw. Unterwerfungsliebe wird von Unica Zürn reflektiert. Vor allem wird Sexualität infolge der mütterlichen Übergriffe und einer Vergewaltigung durch den Bruder ausschließlich in Verbindung mit Gewalt, masochistischen oder sadistischen Phantansien thematisiert. Die Mutter fungiert als Projektionsfläche für alles Böse und Unreine; ihr Körper ist Inbegriff einer extrem negativ konnotierten, mit Obszönität und sadomasochistischer Perversion assoziierten Sexualität. Unica Zürn auseinandersetzt sich explizit oder implizit mit ihrer psychosexuellen Identität und erforscht die Grundlagen ihrer Existenz. So bedeutet der mit dem Schreibakt vollzogene Verbotsübertritt einerseits einen notwendigen Schritt der Identitätsfindung, andererseits untergräbt er die Basis der Subjektkonstituierung, die nach dem ‘Gesetz des Vaters’ funktionierende ‘symbolische Ordnung’.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird es versucht, die weibliche psychosexuelle Entwicklung in Unica Zürns Dunkler Frühling anhand von den psychoanalytischen Theorien Jessica Benjamins und Nancy Chodorows zu untersuchen. Die Erzählung Dunkler Frühling ist die Geschichte und “die Beschreibung des kindlichen Unbewußten und des erotischen Erwachens eines kleinen Mädchens”, bestimmt durch die häufige Abwesenheit des von ihr vergötterten Vaters, von dem sie sich alleingelassen fühlt, durch die Kälte der Mutter und durch eine Kinderliebe, die zu einem tragischen Ende, dem freiwilligen Kindertod fürt. Und der Dunkle Frühling, dieser Bericht aus der pubertären Sicht eines Mädchens, läßt viele der realen Lebensumstände nachvollziehbar erscheinen, muss aber doch weitaus mehr aus einer literarischen Perspektive gelesen werden, da es sich hier um eine imaginäre Entwicklung handelt, die der kreativen Werkbiographie ein Komplement, Abrundung und Situierung verleihen wollte. In dieser Analyse des Textes geht es um die Schwierigkeit des weiblichen Individuums, eine eigene, d.h. nicht durch die patriarchalische Optik fremdbestimmte Subjektivität und ein spezifisch weibliches Begehren zu entwickleln. In Dunklem Frühling wird vor allem die Beziehung zum Vater - als Repräsentant von Subjektivität und Begehren - problematisiert, während die Mutter keine bzw. eine unbedeutende Rolle spielt oder aber als Projektion des Bösen, Verschlingenden in Erscheinung tritt. Was Freud als ‘Penisneid’ bezeichnete, nämlich die männliche Orientierung des kleinen Mädchens, reflektiert in Wirklichkeit den Wunsch von Kindern beiderlei Geschlechts, sich mit dem Vater zu identifizieren, der als Repräsentant der Außenwelt erlebt wird. Diese frühe Liebe zum Vater ist eine “Liebe zum Ideal”. Das Kind im Dunklen Frühling idealisiert den Vater, denn der Vater ist jener magische Spiegel, der das Selbst so spiegelt, wie es sein möchte, das Ideal, in dem das Kind sich selbst wiedererkennen will. Aber durch die väterliche Verweigerung der Identifizierungsliebe und die Nicht-Existenz mütterlicher Subjektivität werden die Weichen gestellt für einen strukturell gewaltsamen Umgang der Geschlechter miteinander, für männliche Dominanz und weibliche Unterwürfigkeit bis hin zu extremen Formen von Sadismus und Masochismus. Der von Benjamin erläuterte Zusammenhang zwischen der Schwierigkeit der Tochter- Vater-Identifizierung und den verbreiteten Phänomen der Idealisierungs- bzw. Unterwerfungsliebe wird von Unica Zürn reflektiert. Vor allem wird Sexualität infolge der mütterlichen Übergriffe und einer Vergewaltigung durch den Bruder ausschließlich in Verbindung mit Gewalt, masochistischen oder sadistischen Phantansien thematisiert. Die Mutter fungiert als Projektionsfläche für alles Böse und Unreine; ihr Körper ist Inbegriff einer extrem negativ konnotierten, mit Obszönität und sadomasochistischer Perversion assoziierten Sexualität. Unica Zürn auseinandersetzt sich explizit oder implizit mit ihrer psychosexuellen Identität und erforscht die Grundlagen ihrer Existenz. So bedeutet der mit dem Schreibakt vollzogene Verbotsübertritt einerseits einen notwendigen Schritt der Identitätsfindung, andererseits untergräbt er die Basis der Subjektkonstituierung, die nach dem ‘Gesetz des Vaters’ funktionierende ‘symbolische Ordnung’.

참고문헌 (18)

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  16. Weigel, Siegrid, "Hans Bellmer - Unica Z?n. Junggesellenmaschinen und die Magie des Imagin?en: Weiblichkeit und Avantgarde" (1987)
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