에른스트 윙어의 『노동자』와 괴테 - 윙어의 새로운 인간유형 노동자와 괴테의 원형식물 간의 형상 비교
Ernst Jüngers Der Arbeiter und Goethe - Zur Verwandtschaft des Jüngerschen Arbeiters als eines neuen Typus des Menschen mit der Goetheschen Urpflanze
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird die geistige Verwandtschaft zwischen Jüngers Arbeiter-Gestalt und Goethes Urpflanze-Konzept untersucht. Wo die Gestalt im Jüngerschen Essay Der Arbeiter (1932) thematisiert wird, wird dieselbe Art und Weise beobachtet, die im Wesentlichen auch bei Goethe zu finden ist. “Von einem neuen Aufschlag des Auges an” kommt ein Punkt zum Erscheinen, an dem die Gestalt des Aufschlag des Auges an” kommt ein Punkt zum Erscheinen, an dem die Gestalt des Arbeiters “für eine Zehntelsekunde” zu erkennen ist. Diese besondere Art der Erkenntnis liegt der Sichtbarmachung des Goetheschen Urphänomens zugrunde. Eben der Goetheschen Sehkraft wird das wertfreie souveräne Sehen der Arbeiter-Gestalt zugeschrieben, welche überpersönliche Züge impliziert. Im Übrigen ist diese Gestalt des Arbeiters nicht einfach als ‘Idee’ im Schillerschen Sinne aufzufassen. Damit wird zugleich beobachtet, dass sich jene Gestalt gerade anhand der Auffassung der Goetheschen Urpflanze von dem Konzept des Nietzscheschen Übermenschen abhebt. Auf den weiteren Spuren von Goethe wird der ‘Arbeiter’ eher als ein neuer Typus des Menschen im neuen Zeitalter etabliert. Außerdem wird eine feine Differenz zwischen Jünger und Goethe spürbar: Während Goethes Urpflanze in der Individualisierung zu erschauen ist, kommt Jüngers ‘Arbeiter’ in der reinstmöglichen Spiegelung des sichtbaren Typus als eines jede Individualität aufopfernden Kollektivs zum Vorschein, was auf der metaphysischen Bedeutung gemeinschaftlicher Totalität basiert. Wir haben gleichwohl beobachtet, dass diese “Gemeinschaft der Tätigkeit” auch in Goethes Wanderjahre-Roman - obgleich nur ansatzweise - präsent ist. Außerdem haben wir gesehen, dass Jüngers Auffassung von ‘Arbeit’ metaphysische Parallelen mit derjenigen Goethes von ‘Handeln’ und ‘Tun’ impliziert. Goethe gilt dem Verfasser des Arbeiters als der Vorläufer und Befürworter eines neuen Lebensstils. Ein “andersartiges” Verhältnis von Mensch (‘Arbeiter’) und ‘Technik’ wird vorbildhaft mit der Konzipierung einer “organischen Konstruktion” entworfen. Die organische Logik im Goethe’schen Sinne erstreckt sich auf die Technik. Das Verhältnis des Arbeiters zur Technik wird in dieser besonderen Formulierung zum Ausdruck gebracht. Auch die Technik findet darin ihre Berechtigung durch Einbezug in einen engen ganzheitlichen Lebenszusammenhang. Unter diesem Gesichtspunkt steht auch die moderne Technik im engen Zusammenhang mit dem Menschen. Diese organische Amalgamierung von Mensch und Technik drückt sich in der Auflösung ihres Unterschieds aus. Unter diesem Licht haben wir Jüngers Arbeiter-Gestalt, angelehnt an das Urpflanze-Konzept Goethes, als einen ernsthaften Versuch bezeichnet, “um die Quellen zu erreichen”, in welche “die zauberhafte Einheit” von ‘Organischem’ und ‘Geistigem’ eindringt.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird die geistige Verwandtschaft zwischen Jüngers Arbeiter-Gestalt und Goethes Urpflanze-Konzept untersucht. Wo die Gestalt im Jüngerschen Essay Der Arbeiter (1932) thematisiert wird, wird dieselbe Art und Weise beobachtet, die im Wesentlichen auch bei Goethe zu finden ist. “Von einem neuen Aufschlag des Auges an” kommt ein Punkt zum Erscheinen, an dem die Gestalt des Aufschlag des Auges an” kommt ein Punkt zum Erscheinen, an dem die Gestalt des Arbeiters “für eine Zehntelsekunde” zu erkennen ist. Diese besondere Art der Erkenntnis liegt der Sichtbarmachung des Goetheschen Urphänomens zugrunde. Eben der Goetheschen Sehkraft wird das wertfreie souveräne Sehen der Arbeiter-Gestalt zugeschrieben, welche überpersönliche Züge impliziert. Im Übrigen ist diese Gestalt des Arbeiters nicht einfach als ‘Idee’ im Schillerschen Sinne aufzufassen. Damit wird zugleich beobachtet, dass sich jene Gestalt gerade anhand der Auffassung der Goetheschen Urpflanze von dem Konzept des Nietzscheschen Übermenschen abhebt. Auf den weiteren Spuren von Goethe wird der ‘Arbeiter’ eher als ein neuer Typus des Menschen im neuen Zeitalter etabliert. Außerdem wird eine feine Differenz zwischen Jünger und Goethe spürbar: Während Goethes Urpflanze in der Individualisierung zu erschauen ist, kommt Jüngers ‘Arbeiter’ in der reinstmöglichen Spiegelung des sichtbaren Typus als eines jede Individualität aufopfernden Kollektivs zum Vorschein, was auf der metaphysischen Bedeutung gemeinschaftlicher Totalität basiert. Wir haben gleichwohl beobachtet, dass diese “Gemeinschaft der Tätigkeit” auch in Goethes Wanderjahre-Roman - obgleich nur ansatzweise - präsent ist. Außerdem haben wir gesehen, dass Jüngers Auffassung von ‘Arbeit’ metaphysische Parallelen mit derjenigen Goethes von ‘Handeln’ und ‘Tun’ impliziert. Goethe gilt dem Verfasser des Arbeiters als der Vorläufer und Befürworter eines neuen Lebensstils. Ein “andersartiges” Verhältnis von Mensch (‘Arbeiter’) und ‘Technik’ wird vorbildhaft mit der Konzipierung einer “organischen Konstruktion” entworfen. Die organische Logik im Goethe’schen Sinne erstreckt sich auf die Technik. Das Verhältnis des Arbeiters zur Technik wird in dieser besonderen Formulierung zum Ausdruck gebracht. Auch die Technik findet darin ihre Berechtigung durch Einbezug in einen engen ganzheitlichen Lebenszusammenhang. Unter diesem Gesichtspunkt steht auch die moderne Technik im engen Zusammenhang mit dem Menschen. Diese organische Amalgamierung von Mensch und Technik drückt sich in der Auflösung ihres Unterschieds aus. Unter diesem Licht haben wir Jüngers Arbeiter-Gestalt, angelehnt an das Urpflanze-Konzept Goethes, als einen ernsthaften Versuch bezeichnet, “um die Quellen zu erreichen”, in welche “die zauberhafte Einheit” von ‘Organischem’ und ‘Geistigem’ eindringt.
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