통섭의 방법모델로서 바이마르 살롱
Weimarer Salons als ein methodisches Modell für eine interdisziplinäre Untersuchung
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초록
In der vorliegenden Arbeit geht es um Kommunikation und Interdisziplinarität. In der gegenwärtigen Forschungssituation wird ein Wissensfach nur isoliert und unter Ausschluss angrenzender Fächer untersucht. Deshalb sind die Forscher dazu aufgefordert, die Kluft innerhalb und zwischen Geistes- und Naturwissenschaften zu überwinden. In diesem Zusammenhang erlangt der Begriff ‘Consilience’ besondere Bedeutung. E. Wilsons Buch Consilience: The Unity of Knowledge vertritt die Ansicht, dass auf der methodologischen Basis des naturwissenschaftlichen ‘Reduktionismus’ alle wissenschaftlichen Zweige in ein konzentrisches Denken einmünden sollen. In der Tat will Wilson aber Kultur, Ethik, Politik, Literatur, Kunst u.s.w. aus den Genen heraus erklären und erhebt die Soziobiologie zur letzten Instanz. Auf diese Weise kommen jedoch die anderen Bereiche zu kurz und sind den Naturwissen- schaften untergeordnet. Dies ist ein großes Problem. Aber bei der wissenschaftlichen Forschung ist es nötig, die verschiedenen Disziplinen zu überschreiten, indem man die einzelnen Disziplinen als gleichwertig anerkennt und angrenzende Disziplinen miteinbezieht. Diese Forschungsweise begegnet in der Art und Weise der Kommunikation in den Weimarer Salons, besonders im adligen ‘Musenhof’ von A. Amalia und im bürgerlichen ‘Teeabend’ von J. Schopenhauer. Die Teilnehmer am Salon gehörten verschiedenen Gesellschaftsschichten und Lebenskreisen an und trafen sich regelmäßig. Mit Toleranz und Vorurteilslosigkeit trug man verschiedene Themen vor, las eigene und fremde Texte, besprach sie und machte gemeinsam Musik und Aufführungen. Diese Praxis im Salon stüzte sich auf die gegenseitige Belehrung der Teilnehmer und auf die Annäherung an fremde Themen. Dadurch erweiterten und vertieften sie ihre persönlichen Fähigkeiten, so daß man ein Thema unter vielen und verschiedenartigen Aspekten behandeln konnte. In diesem Fall kann man Goethe als ein Beispiel erwähnen. Diese Themenvielfalt und die verschiedene Disziplinen einbeziehende Weise des Weimarer Salons ist eine Forschungsweise, zu der die Forscher heutzutage aufgefordert sind.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit geht es um Kommunikation und Interdisziplinarität. In der gegenwärtigen Forschungssituation wird ein Wissensfach nur isoliert und unter Ausschluss angrenzender Fächer untersucht. Deshalb sind die Forscher dazu aufgefordert, die Kluft innerhalb und zwischen Geistes- und Naturwissenschaften zu überwinden. In diesem Zusammenhang erlangt der Begriff ‘Consilience’ besondere Bedeutung. E. Wilsons Buch Consilience: The Unity of Knowledge vertritt die Ansicht, dass auf der methodologischen Basis des naturwissenschaftlichen ‘Reduktionismus’ alle wissenschaftlichen Zweige in ein konzentrisches Denken einmünden sollen. In der Tat will Wilson aber Kultur, Ethik, Politik, Literatur, Kunst u.s.w. aus den Genen heraus erklären und erhebt die Soziobiologie zur letzten Instanz. Auf diese Weise kommen jedoch die anderen Bereiche zu kurz und sind den Naturwissen- schaften untergeordnet. Dies ist ein großes Problem. Aber bei der wissenschaftlichen Forschung ist es nötig, die verschiedenen Disziplinen zu überschreiten, indem man die einzelnen Disziplinen als gleichwertig anerkennt und angrenzende Disziplinen miteinbezieht. Diese Forschungsweise begegnet in der Art und Weise der Kommunikation in den Weimarer Salons, besonders im adligen ‘Musenhof’ von A. Amalia und im bürgerlichen ‘Teeabend’ von J. Schopenhauer. Die Teilnehmer am Salon gehörten verschiedenen Gesellschaftsschichten und Lebenskreisen an und trafen sich regelmäßig. Mit Toleranz und Vorurteilslosigkeit trug man verschiedene Themen vor, las eigene und fremde Texte, besprach sie und machte gemeinsam Musik und Aufführungen. Diese Praxis im Salon stüzte sich auf die gegenseitige Belehrung der Teilnehmer und auf die Annäherung an fremde Themen. Dadurch erweiterten und vertieften sie ihre persönlichen Fähigkeiten, so daß man ein Thema unter vielen und verschiedenartigen Aspekten behandeln konnte. In diesem Fall kann man Goethe als ein Beispiel erwähnen. Diese Themenvielfalt und die verschiedene Disziplinen einbeziehende Weise des Weimarer Salons ist eine Forschungsweise, zu der die Forscher heutzutage aufgefordert sind.
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