노년의 얼굴:독일문학을 통해 본 노년에의 문학적 대응
Das Gesicht des Alters: Literarische Auseinandersetzung mit dem Alter in der deutschen Literatur
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초록
Die demographische Entwicklung der Gesellschaft zeigt sich heutzutage zunehmend im öffentlichen Leben durch die offensichtliche Überalterung. Das Alter ist aber nicht nur eine biologische und soziale, sondern auch eine kulturelle Tatsache. Als Objekt der wissenschaftlichen Diskurse erscheint das Alter als ein heterogenes Phänomen, das von Werturteilen und Weltanschauungen bestimmt wird. Dies bedeutet, dass das Thema Alter zwischen die Disziplinen fällt. Damit ist eine inter- und transdisziplinäre Erforschung des Alters erforderlich. Literarische Texte, die sich mit dem Alter befassen, enthalten vielfältige Modelle individueller wie gesellschaftlicher Sinngebung des Alters. Es fällt aber auf, dass die konstante Anwendung von “Alter” als literaturwissenschaftliche Kategorie bis vor kurzem fast unbeachtet blieb. Erst seit Ende der 90er Jahre hat die deutsche Literaturwissenschaft intensiv damit angefangen, literarische Zeugnisse verschiedener Epochen im Hinblick auf die Darstellung alter Menschen und die Reflexion des Alters als Phänomen und als Problem innerhalb verschiedener Gesellschaftsformen und unterschiedlicher Gesellschaftsschichten zu untersuchen. Aufbauend auf literarischen Topoi bzw. Typisierungen wie “Alterslob”, “Altersklage” und “Altersspott”, sollen in der vorliegenden Arbeit T. Storms Erzählungen Marthe und ihre Uhr und Im Saal, Goethes Novelle Der Mann von fünfzig Jahren, sowie Th. Manns Erzählung Die Betrogene analysiert werden. Und damit soll aufgezeigt werden, dass die Topoi des Alters in literarischen Texten nicht jeweils alleinherrschend fungieren, sondern ineinandergreifen. Das heißt, im einzelnen Text herrscht kein einziges Altersbild oder keine einzige Altersvorstellung, sondern verschiedene Altersbilder und -vorstellungen sind darin literarisch durchdrungen. Es handelt sich also um eine Auflösung der Dichotomie von Alterslob und Altersklage bzw. von Altersspott und Alterslob.
Abstract
Die demographische Entwicklung der Gesellschaft zeigt sich heutzutage zunehmend im öffentlichen Leben durch die offensichtliche Überalterung. Das Alter ist aber nicht nur eine biologische und soziale, sondern auch eine kulturelle Tatsache. Als Objekt der wissenschaftlichen Diskurse erscheint das Alter als ein heterogenes Phänomen, das von Werturteilen und Weltanschauungen bestimmt wird. Dies bedeutet, dass das Thema Alter zwischen die Disziplinen fällt. Damit ist eine inter- und transdisziplinäre Erforschung des Alters erforderlich. Literarische Texte, die sich mit dem Alter befassen, enthalten vielfältige Modelle individueller wie gesellschaftlicher Sinngebung des Alters. Es fällt aber auf, dass die konstante Anwendung von “Alter” als literaturwissenschaftliche Kategorie bis vor kurzem fast unbeachtet blieb. Erst seit Ende der 90er Jahre hat die deutsche Literaturwissenschaft intensiv damit angefangen, literarische Zeugnisse verschiedener Epochen im Hinblick auf die Darstellung alter Menschen und die Reflexion des Alters als Phänomen und als Problem innerhalb verschiedener Gesellschaftsformen und unterschiedlicher Gesellschaftsschichten zu untersuchen. Aufbauend auf literarischen Topoi bzw. Typisierungen wie “Alterslob”, “Altersklage” und “Altersspott”, sollen in der vorliegenden Arbeit T. Storms Erzählungen Marthe und ihre Uhr und Im Saal, Goethes Novelle Der Mann von fünfzig Jahren, sowie Th. Manns Erzählung Die Betrogene analysiert werden. Und damit soll aufgezeigt werden, dass die Topoi des Alters in literarischen Texten nicht jeweils alleinherrschend fungieren, sondern ineinandergreifen. Das heißt, im einzelnen Text herrscht kein einziges Altersbild oder keine einzige Altersvorstellung, sondern verschiedene Altersbilder und -vorstellungen sind darin literarisch durchdrungen. Es handelt sich also um eine Auflösung der Dichotomie von Alterslob und Altersklage bzw. von Altersspott und Alterslob.
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