그립스 극장의 <좌파 이야기>에 나타난 68운동과 68세대
Die 68er-Bewegung und 68er-Generation in Eine linke Geschichte vom GRIPS Theater
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초록
In dieser Arbeit wird die 68er-Bewegung und 68er-Generation in Zusammenhang mit dem kulturhistorischen Hintergrund in Eine linke Geschichte untersucht, das als Theater mit Kabarett am 23. Mai 1980 im GRIPS Theater uraufgeführt wurde. Das Stück spiegelt die eigene Lebensgeschichte der Autoren und arbeitet modellhaft die Entwicklung der 68er-Generation kritisch auf. Es beschreibt das Verhältnis der Linken zur 68er-Bewegung und zu ihren Hauptideen wie Antiautorität, Kapitalismuskritik, sexuelle Befreiung und Frauenbewegung und erzählt von weiteren Veränderungen der Linken bis zum Jahr 1980. Das historische Material wird in der Linken Geschichte auf vielfältige Weise montiert und vermittelt. Eine linke Geschichte wird durch drei Ebenen des theatralischen Erzählens präsentiert. Den Kern bildet die fortlaufende szenische Handlung, die die ineinander verwobenen Biographien dreier befreundeter FU-Studenten (Lutz Wiegand, Johannes Wendt und Karin Rössig) bis zur Zeit der Aufführung weiterverfolgt, die sich 1966 auf einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Berlin treffen. Die Protagonisten sind Studenten aus bürgerlichen Elternhäusern und an nicht führenden Stellen der 68er-Bewegung. Die Handlungen werden durch 11 Bilder vermittelt. Die 11 Bilder dieses Stationendramas werden zusätzlich durch eingeschobene 11 Kabarettnummern mit der damals populären Musik ergänzt. Auf der dritten Ebene des Erzählens agiert ein Kommentator, der als eine Art Moderator durch das Stück führt. Er gibt historische Hintergrundinformationen aus der Perspektive eines Konservativen. Eine linke Geschichte ist ein selbstironisches Stück, in dem die 68er- Generation sich selbst aufarbeitet. Die Zuschauer, die zu dieser Generation gehören, können sich in diesem Stück wiedererkennen und über ihr ideelles Erbe und ihre heutige gesellschaftliche Stellung nachdenken. Der Erfolg beruht auch auf dem hohen Unterhaltungswert des Spiels. Die Selbstironie und das kluge Vexierspiel der drei Ebenen des Erzählens mit Musik machen das Stück unterhaltsam. Die Faszination der Linken Geschichte liegt darin, dass im Publikum die 68er mit ihren Kindern bzw. Enkelkindern zusammen miterleben, wie die 68er-Generation miteinander umging. Das Stück ermöglicht Kommunikation zwischen ihnen und ein konsensbildendes Geschichtsbewusstsein. Eine linke Geschichte zeigt, wie Literatur einen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte leisten kann.
Abstract
In dieser Arbeit wird die 68er-Bewegung und 68er-Generation in Zusammenhang mit dem kulturhistorischen Hintergrund in Eine linke Geschichte untersucht, das als Theater mit Kabarett am 23. Mai 1980 im GRIPS Theater uraufgeführt wurde. Das Stück spiegelt die eigene Lebensgeschichte der Autoren und arbeitet modellhaft die Entwicklung der 68er-Generation kritisch auf. Es beschreibt das Verhältnis der Linken zur 68er-Bewegung und zu ihren Hauptideen wie Antiautorität, Kapitalismuskritik, sexuelle Befreiung und Frauenbewegung und erzählt von weiteren Veränderungen der Linken bis zum Jahr 1980. Das historische Material wird in der Linken Geschichte auf vielfältige Weise montiert und vermittelt. Eine linke Geschichte wird durch drei Ebenen des theatralischen Erzählens präsentiert. Den Kern bildet die fortlaufende szenische Handlung, die die ineinander verwobenen Biographien dreier befreundeter FU-Studenten (Lutz Wiegand, Johannes Wendt und Karin Rössig) bis zur Zeit der Aufführung weiterverfolgt, die sich 1966 auf einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Berlin treffen. Die Protagonisten sind Studenten aus bürgerlichen Elternhäusern und an nicht führenden Stellen der 68er-Bewegung. Die Handlungen werden durch 11 Bilder vermittelt. Die 11 Bilder dieses Stationendramas werden zusätzlich durch eingeschobene 11 Kabarettnummern mit der damals populären Musik ergänzt. Auf der dritten Ebene des Erzählens agiert ein Kommentator, der als eine Art Moderator durch das Stück führt. Er gibt historische Hintergrundinformationen aus der Perspektive eines Konservativen. Eine linke Geschichte ist ein selbstironisches Stück, in dem die 68er- Generation sich selbst aufarbeitet. Die Zuschauer, die zu dieser Generation gehören, können sich in diesem Stück wiedererkennen und über ihr ideelles Erbe und ihre heutige gesellschaftliche Stellung nachdenken. Der Erfolg beruht auch auf dem hohen Unterhaltungswert des Spiels. Die Selbstironie und das kluge Vexierspiel der drei Ebenen des Erzählens mit Musik machen das Stück unterhaltsam. Die Faszination der Linken Geschichte liegt darin, dass im Publikum die 68er mit ihren Kindern bzw. Enkelkindern zusammen miterleben, wie die 68er-Generation miteinander umging. Das Stück ermöglicht Kommunikation zwischen ihnen und ein konsensbildendes Geschichtsbewusstsein. Eine linke Geschichte zeigt, wie Literatur einen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte leisten kann.
참고문헌 (25)
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