독일 예술경영과 문화민주주의 - 그립스 극장을 중심으로
Kunstmanagement und Kulturdemokratie in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des GRIPS Theaters
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초록
In dieser Arbeit wird untersucht, wie das GRIPS Theater, ein erfolgreiches Kinder- und Jugendtheater, in Bezug auf die Kulturdemokratie organisiert und geleitet wird, um über den Erfolg im Kunstmanagement zu reflektieren und Charakteristika des Kunstmanagements in Deutschland herauszustellen. Das GRIPS Theater, das aus dem Geist der 68er-Bewegung entstanden ist, stellt die Probleme der unteren sozialen Schichten realistisch dar, indem die Autoren und Schauspieler Gespräche mit den betreffenden Personen führen und in deren Milieus recherchieren. Zugleich setzt es diese Probleme durch soziale Phantasien, die auf Veränderungen in der Lebenswelt der Betroffenen abzielen, mit Hoffnung und Humor in Szene. Diese realistischen Stücke zeigen politisch- ökonomische Ursachen von Problemen und Konflikten, machen die Zusammenhänge der Probleme begreiflich, fördern das Selbstbewusstsein der Betroffenen, machen ihnen Mut und helfen ihnen dabei, die eigenen Interessen gemeinsam zu artikulieren. Das GRIPS Theater wird von Leuten besucht, die sonst nicht ins Theater gehen, denn es behandelt ihre eigenen Probleme und bietet Raum für Diskussionen über ihre Probleme. Damit praktiziert das GRIPS Theater Kulturdemokratie, die im Sinne der 68er-Bewegung eine Kultur von allen für alle anstrebt. Das GRIPS Theater definiert sich als ein basisdemokratisches Ensembletheater, das aus einem Kreis von festen und freien Mitarbeiten besteht, deren kooperativer Arbeitsstil über Jahrzehnte hinweg charakteristisch für die Tradition des Hauses ist. Ein Komitee aus gewählten Vertretern des Ensembles und der Theaterleitung ist die designierte Instanz, um alle künstlerischen ebenso wie organisatorisch- betrieblichen Fragen zu entscheiden. Die Beschlüsse des Komitees sind durch die Vollversammlung der Mitglieder revidierbar. Theaterpädagogen besuchen Schulklassen und bieten ein Nachbereitungsprogramm an, das aus einer Mischung von Spiel und Gespräch besteht, geben Lehrerfortbildung hinsichtlich der Theaterarbeit und helfen Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen dabei, eigene Produktionen auf die Bühne zu bringen. Diese Arbeit spielt eine wesentliche Rolle für die gelungene Publikumsentwicklung. Das GRIPS Theater als eine gemeinnützige GmbH ist ein staatlich subventioniertes Privattheater. Es kommt mit relativ geringen öffentlichen Zuwendungen aus und der Eigenanteil (25-30%) aus den Einnahmen am Gesamtbudget ist überdurchschnittlich hoch. Am Beispiel des GRIPS Theaters kann man erfahren, dass Kunstmanagement einem Verständnis von Kunst, die die verschiedenen gesellschaftlichen Probleme kritisch und kreativ reflektiert, dienen soll. Die deutschen Theater werden im Durchschnitt mit 80% aus kommunalen und Landeshaushalten gefördert. Die öffentliche Finanzierung sichert in Deutschland die Existenz von Theatern, damit sie ihre sozialen Aufgaben frei erfüllen können, ohne vom Markt abhängig zu werden.
Abstract
In dieser Arbeit wird untersucht, wie das GRIPS Theater, ein erfolgreiches Kinder- und Jugendtheater, in Bezug auf die Kulturdemokratie organisiert und geleitet wird, um über den Erfolg im Kunstmanagement zu reflektieren und Charakteristika des Kunstmanagements in Deutschland herauszustellen. Das GRIPS Theater, das aus dem Geist der 68er-Bewegung entstanden ist, stellt die Probleme der unteren sozialen Schichten realistisch dar, indem die Autoren und Schauspieler Gespräche mit den betreffenden Personen führen und in deren Milieus recherchieren. Zugleich setzt es diese Probleme durch soziale Phantasien, die auf Veränderungen in der Lebenswelt der Betroffenen abzielen, mit Hoffnung und Humor in Szene. Diese realistischen Stücke zeigen politisch- ökonomische Ursachen von Problemen und Konflikten, machen die Zusammenhänge der Probleme begreiflich, fördern das Selbstbewusstsein der Betroffenen, machen ihnen Mut und helfen ihnen dabei, die eigenen Interessen gemeinsam zu artikulieren. Das GRIPS Theater wird von Leuten besucht, die sonst nicht ins Theater gehen, denn es behandelt ihre eigenen Probleme und bietet Raum für Diskussionen über ihre Probleme. Damit praktiziert das GRIPS Theater Kulturdemokratie, die im Sinne der 68er-Bewegung eine Kultur von allen für alle anstrebt. Das GRIPS Theater definiert sich als ein basisdemokratisches Ensembletheater, das aus einem Kreis von festen und freien Mitarbeiten besteht, deren kooperativer Arbeitsstil über Jahrzehnte hinweg charakteristisch für die Tradition des Hauses ist. Ein Komitee aus gewählten Vertretern des Ensembles und der Theaterleitung ist die designierte Instanz, um alle künstlerischen ebenso wie organisatorisch- betrieblichen Fragen zu entscheiden. Die Beschlüsse des Komitees sind durch die Vollversammlung der Mitglieder revidierbar. Theaterpädagogen besuchen Schulklassen und bieten ein Nachbereitungsprogramm an, das aus einer Mischung von Spiel und Gespräch besteht, geben Lehrerfortbildung hinsichtlich der Theaterarbeit und helfen Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen dabei, eigene Produktionen auf die Bühne zu bringen. Diese Arbeit spielt eine wesentliche Rolle für die gelungene Publikumsentwicklung. Das GRIPS Theater als eine gemeinnützige GmbH ist ein staatlich subventioniertes Privattheater. Es kommt mit relativ geringen öffentlichen Zuwendungen aus und der Eigenanteil (25-30%) aus den Einnahmen am Gesamtbudget ist überdurchschnittlich hoch. Am Beispiel des GRIPS Theaters kann man erfahren, dass Kunstmanagement einem Verständnis von Kunst, die die verschiedenen gesellschaftlichen Probleme kritisch und kreativ reflektiert, dienen soll. Die deutschen Theater werden im Durchschnitt mit 80% aus kommunalen und Landeshaushalten gefördert. Die öffentliche Finanzierung sichert in Deutschland die Existenz von Theatern, damit sie ihre sozialen Aufgaben frei erfüllen können, ohne vom Markt abhängig zu werden.
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