옐리넥 작품에 나타난 음악의 역할(I)
Die Rolle der Musik bei Elfriede Jelinek(I) - am Beispiel Die Klavierspielerin
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초록
Im Jahr 2004 wurde die österreichische Schriftstellerin und Dramatikerin Elfriede Jelinek mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Jelinek, die erste österreichische Nobelpreisträgerin im Bereich Literatur ist eine radikal-marxistische Feministin, und ihre Werke sind untrennbar mit der bürgerlich-kapitalistischen Ideologiekritik verbunden. Jelineks Schreiben kann im Sinne von R. Barthes als Entmythologisierungsarbeit verstanden werden. Nach Jelinek ist es der ideologische Zweck der Trivialmythen, die gesellschaftlichen Verhältnisse durch die ständige Reproduktion bestehender bürgerlicher Werte unbeweglich zu machen. Jelinek schreibt in ihren Texten der Musik eine ganz besondere Rolle zu, da der Musikuntericht in der Jugend auf ihre Literatur einen großen Einfluss ausgeübt hat. In der vorliegenden Untersuchung werden die Mythenzertrümmerungen der Autorin am Beispiel ihres Romans Die Klavierspielerin abgehandelt, in dem der Trivialmythos von Klassischer Musik zum Thema wird. Dabei wird aufzuzeigen versucht, dass der bürgerliche Trivialmythos des genialen Künstlers nur eine Illusion ist. Es ist die Intension der nobelpreisgekrönten Autorin, durch die Aufdeckung der Verflechtungen von Musik, Ökonomie und Gewalt den bürgerlichen Mythos von der Kunstausübung als Ausdruck individueller Selbstfindung zu demontieren.
Abstract
Im Jahr 2004 wurde die österreichische Schriftstellerin und Dramatikerin Elfriede Jelinek mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Jelinek, die erste österreichische Nobelpreisträgerin im Bereich Literatur ist eine radikal-marxistische Feministin, und ihre Werke sind untrennbar mit der bürgerlich-kapitalistischen Ideologiekritik verbunden. Jelineks Schreiben kann im Sinne von R. Barthes als Entmythologisierungsarbeit verstanden werden. Nach Jelinek ist es der ideologische Zweck der Trivialmythen, die gesellschaftlichen Verhältnisse durch die ständige Reproduktion bestehender bürgerlicher Werte unbeweglich zu machen. Jelinek schreibt in ihren Texten der Musik eine ganz besondere Rolle zu, da der Musikuntericht in der Jugend auf ihre Literatur einen großen Einfluss ausgeübt hat. In der vorliegenden Untersuchung werden die Mythenzertrümmerungen der Autorin am Beispiel ihres Romans Die Klavierspielerin abgehandelt, in dem der Trivialmythos von Klassischer Musik zum Thema wird. Dabei wird aufzuzeigen versucht, dass der bürgerliche Trivialmythos des genialen Künstlers nur eine Illusion ist. Es ist die Intension der nobelpreisgekrönten Autorin, durch die Aufdeckung der Verflechtungen von Musik, Ökonomie und Gewalt den bürgerlichen Mythos von der Kunstausübung als Ausdruck individueller Selbstfindung zu demontieren.
