그리스·로마 신화에 나타난 자연관과 농경문화
Naturanschauung und Agrarkultur in den griechisch-römischen Mythen
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초록
Die vorliegende Arbeit handelt von der Fruchtbarkeit der Erde und der Agrarkultur in den alten griechischen und römischen Göttergeschichten. Im Mythos erzählen nicht Götter, sondern Menschen Göttergeschichten. Das bezieht sich darauf, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und seine natürliche Umwelt zu verstehen versucht. So sind Göttergeschichten ein Ausdruck des primitiven Denkens und der Vorstellungen des Menschen über seine Umwelt. Man glaubte, dass die Natur auf eine ähnliche Weise entstand, wie eine Mutter, die Kinder gebiert. Darin zeigt sich eine Analogie zwischen der Fruchtbarkeit des Menschen einerseits und der Erde andererseits. Das Paar Gaia und Uranos ist eine Verbindung der Erde mit dem Himmel. In diesem Fall empfängt die Erde passiv den Himmel. Diese Verbindungsweise wiederholt sich durch drei Generationen: Gaia-Uranos, Rhea-Kronos, Hera-Zeus. Wegen der väterlichen Untat gab es einen Konflikt zwischen dem Vater und seinen Söhnen, und er endete mit dem Sturz des Vaters. Dieser Machtwechsel bedeutet den Verlust der Fruchtbarkeit des Vaters und deren Übernahme durch den Sohn. Das sich wiederholende Schicksal ähnelt dem sich wiederholenden Schicksal des Getreides: Sprießen, Wachstum, Befruchtung und Ernte. Die sexuelle Vereinigung von Erde und Himmel und die Entmachtung des alten Himmels durch den neuen bilden eine mythische Urform. In Bezug auf den Ackerbau und die Fruchtbarkeit der Erde wird die Göttin Demeter erwähnt. Dem Mythos nach sandte sie Triptolemos aus, um den Menschen im Getreideanbau zu unterweisen, wie man pflügt, Getreide sät, erntet, drischt. Deshalb wurde sie sehr verehrt. Als eine Art der Verehrung wurden eleusinische Mysterien und Thesmophorien abgehalten. Diese Riten bezogen sich auf ihre Tochter Persephone, die von Hades entführt, später aber von ihm wieder freigelassen wurde. In den beiden Riten spielten Fruchtbarkeit und Sexualität eine wichtige Rolle. Einem Mythos zufolge schuf Prometheus den Menschen aus Erde und Wasser. Auf Grund des Opferbetrugs und des Feuerdiebstahls durch Prometheus wurde der Mensch aus dem Paradies vertrieben. Als Folge verschlechterten sich seine Lebensbedingungen. Das bedeutete für den Menschen, dass er viel und hart arbeiten und mit Hilfe des technischen Wissens die Natur beherrschen lernen musste. Die Begegnung des Menschen auf der Erde mit dem himmlischen Feuer und Pandora gebiert Kultur. Das entspricht der mythischen Urform.
Abstract
Die vorliegende Arbeit handelt von der Fruchtbarkeit der Erde und der Agrarkultur in den alten griechischen und römischen Göttergeschichten. Im Mythos erzählen nicht Götter, sondern Menschen Göttergeschichten. Das bezieht sich darauf, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und seine natürliche Umwelt zu verstehen versucht. So sind Göttergeschichten ein Ausdruck des primitiven Denkens und der Vorstellungen des Menschen über seine Umwelt. Man glaubte, dass die Natur auf eine ähnliche Weise entstand, wie eine Mutter, die Kinder gebiert. Darin zeigt sich eine Analogie zwischen der Fruchtbarkeit des Menschen einerseits und der Erde andererseits. Das Paar Gaia und Uranos ist eine Verbindung der Erde mit dem Himmel. In diesem Fall empfängt die Erde passiv den Himmel. Diese Verbindungsweise wiederholt sich durch drei Generationen: Gaia-Uranos, Rhea-Kronos, Hera-Zeus. Wegen der väterlichen Untat gab es einen Konflikt zwischen dem Vater und seinen Söhnen, und er endete mit dem Sturz des Vaters. Dieser Machtwechsel bedeutet den Verlust der Fruchtbarkeit des Vaters und deren Übernahme durch den Sohn. Das sich wiederholende Schicksal ähnelt dem sich wiederholenden Schicksal des Getreides: Sprießen, Wachstum, Befruchtung und Ernte. Die sexuelle Vereinigung von Erde und Himmel und die Entmachtung des alten Himmels durch den neuen bilden eine mythische Urform. In Bezug auf den Ackerbau und die Fruchtbarkeit der Erde wird die Göttin Demeter erwähnt. Dem Mythos nach sandte sie Triptolemos aus, um den Menschen im Getreideanbau zu unterweisen, wie man pflügt, Getreide sät, erntet, drischt. Deshalb wurde sie sehr verehrt. Als eine Art der Verehrung wurden eleusinische Mysterien und Thesmophorien abgehalten. Diese Riten bezogen sich auf ihre Tochter Persephone, die von Hades entführt, später aber von ihm wieder freigelassen wurde. In den beiden Riten spielten Fruchtbarkeit und Sexualität eine wichtige Rolle. Einem Mythos zufolge schuf Prometheus den Menschen aus Erde und Wasser. Auf Grund des Opferbetrugs und des Feuerdiebstahls durch Prometheus wurde der Mensch aus dem Paradies vertrieben. Als Folge verschlechterten sich seine Lebensbedingungen. Das bedeutete für den Menschen, dass er viel und hart arbeiten und mit Hilfe des technischen Wissens die Natur beherrschen lernen musste. Die Begegnung des Menschen auf der Erde mit dem himmlischen Feuer und Pandora gebiert Kultur. Das entspricht der mythischen Urform.
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