신화에 나타난 폭력의 문제 - 그리스 신화를 중심으로 -
Probleme der Gewalt in den griechischen Mythen
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초록
Roser Dadoun behauptet in seinem Buch Le violence: Essai sur l' ‘homo violens’, dass die Gewalt eine der wesentlichen Merkmale des Menschen sei. In Anlehnung an seine Behauptung versucht diese Arbeit herauszuarbeiten, wie Gewalt dem Menschen immanent ist. Zur Untersuchung der Gewalt in Bezug auf die menschliche Natur wurden einige der bekanntesten griechischen Mythen analysiert. Bekanntlich spiegeln sich in den griechischen Mythen zahlreiche Erscheinungen der wirklich Welt wieder, denn sie basieren auf den geistigen Bedürfnissen und sinnlichen Trieben der Menschen, die in ihrer unheimlichen Macht als Naturerscheinungen einen göttlichen Ursprung als Deutungsmodell anbieten. Speziell in den griechischen Mythen, in denen der Ursprung des Menschen bzw. der menschlichen Natur episodenhaft dargestellt ist, finden sich etliche Beispiele, in denen Gewalt als Konstitutivum für menschliche Handlungen geschildert wird. Formen solcher Gewalt finden sich besonders in Bezug auf die Identitätsbildung von Individuen, Gruppen und der Gesellschaft: Machtkampf, Vatermord, Brudermord, Ermordung der Aszendenten, Vergewaltigung, Opferritual, Massenmord und die Gewalt der Zeit (in Gestalt des Todes) und so fort. Entsprechend diesen Gewaltformen wurde diese Arbeit in neun Kapiteln geteilt. Das erste Kapitel behandelt hauptsächlich den Machtkampf zwischen Geia, Uranos, Kronos und Zeus, das Zweite den Vatermord von Ödipus, das Dritte den Brudermord in Die sieben Helden von Theben im Vergleich zu der alttestamentarischen Geschichte von Kain und Abel, während das Vierte die Ermordung der Aszendenten im Drama Medea gewidmet ist. Im fünften Kapitel wird die Behandlung von Massenmorden untersucht, denen ursächliche eine furchtbare Wut der Götter zugrunde gelegt wird: so in den Sumermythen, den griechischen Mythen und im Alten Testament. Im sechsten Kapitel rücken die Verwandlungen des Zeus aus der Perspektive der materiellen Eroberung und der sexuellen Gewalt in den Fokus. Im siebten Kapitel wird anhang des Trojanischen Kriegs, als dem ersten Krieg in der Weltgeschichte, gezeigt, wie der Krieg die schlimmste Form von Gewalt erzeugt. Im letzten, achten Kapitel wird am Beispiel von Orpheus und Euridice auf die Gewalt der Zeit, die letztlich den Tod bringt, eingegangen.
Abstract
Roser Dadoun behauptet in seinem Buch Le violence: Essai sur l' ‘homo violens’, dass die Gewalt eine der wesentlichen Merkmale des Menschen sei. In Anlehnung an seine Behauptung versucht diese Arbeit herauszuarbeiten, wie Gewalt dem Menschen immanent ist. Zur Untersuchung der Gewalt in Bezug auf die menschliche Natur wurden einige der bekanntesten griechischen Mythen analysiert. Bekanntlich spiegeln sich in den griechischen Mythen zahlreiche Erscheinungen der wirklich Welt wieder, denn sie basieren auf den geistigen Bedürfnissen und sinnlichen Trieben der Menschen, die in ihrer unheimlichen Macht als Naturerscheinungen einen göttlichen Ursprung als Deutungsmodell anbieten. Speziell in den griechischen Mythen, in denen der Ursprung des Menschen bzw. der menschlichen Natur episodenhaft dargestellt ist, finden sich etliche Beispiele, in denen Gewalt als Konstitutivum für menschliche Handlungen geschildert wird. Formen solcher Gewalt finden sich besonders in Bezug auf die Identitätsbildung von Individuen, Gruppen und der Gesellschaft: Machtkampf, Vatermord, Brudermord, Ermordung der Aszendenten, Vergewaltigung, Opferritual, Massenmord und die Gewalt der Zeit (in Gestalt des Todes) und so fort. Entsprechend diesen Gewaltformen wurde diese Arbeit in neun Kapiteln geteilt. Das erste Kapitel behandelt hauptsächlich den Machtkampf zwischen Geia, Uranos, Kronos und Zeus, das Zweite den Vatermord von Ödipus, das Dritte den Brudermord in Die sieben Helden von Theben im Vergleich zu der alttestamentarischen Geschichte von Kain und Abel, während das Vierte die Ermordung der Aszendenten im Drama Medea gewidmet ist. Im fünften Kapitel wird die Behandlung von Massenmorden untersucht, denen ursächliche eine furchtbare Wut der Götter zugrunde gelegt wird: so in den Sumermythen, den griechischen Mythen und im Alten Testament. Im sechsten Kapitel rücken die Verwandlungen des Zeus aus der Perspektive der materiellen Eroberung und der sexuellen Gewalt in den Fokus. Im siebten Kapitel wird anhang des Trojanischen Kriegs, als dem ersten Krieg in der Weltgeschichte, gezeigt, wie der Krieg die schlimmste Form von Gewalt erzeugt. Im letzten, achten Kapitel wird am Beispiel von Orpheus und Euridice auf die Gewalt der Zeit, die letztlich den Tod bringt, eingegangen.
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