언어와 그림 속의 직시 구도
Deiktische Struktur in der Sprache und im Bild
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초록
In dieser Arbeit gehe ich von der Prämisse aus, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der sprachlichen und bildlichen Perspektivierung gibt und diese kulturspezifisch variieren. Innerhalb des deiktischen Systems, wo der Sprecher bzw. Betrachter die Sachverhalte und Gegenstände der Welt subjektivisch wahrnimmt, lassen sich zwei sprach- und kulturspezifische Varianten feststellen: „die strikt deiktische und die kontextuell-deiktische Perspektive“. Den raumdeiktischen Ausdrücken des Deutschen und den linienperspektivischen Bildern liegt die strikt deiktische Perspektive zugrunde, d.h. der Sprecher als Origo macht sich selbst zum Betrachtpunkt, wobei er stets an diesem Punkt festgebunden bleibt. In der kontextuell-deiktischen Struktur aber, die die Raumdeiktika des Koreanischen und die Gemälde mit umgekehrten bzw. Multi-Perspektiven gemeinsam haben, bewegt sich die Origo zum Relatum und vereinigt sich mit ihm, wodurch eine neue Perspektive entsteht. Als Relatum fungieren neben Gegenständen und Personen auch der Gesprächsparter als zweite Person sowie mentale Faktoren wie das Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen des Betrachters.
Abstract
In dieser Arbeit gehe ich von der Prämisse aus, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der sprachlichen und bildlichen Perspektivierung gibt und diese kulturspezifisch variieren. Innerhalb des deiktischen Systems, wo der Sprecher bzw. Betrachter die Sachverhalte und Gegenstände der Welt subjektivisch wahrnimmt, lassen sich zwei sprach- und kulturspezifische Varianten feststellen: „die strikt deiktische und die kontextuell-deiktische Perspektive“. Den raumdeiktischen Ausdrücken des Deutschen und den linienperspektivischen Bildern liegt die strikt deiktische Perspektive zugrunde, d.h. der Sprecher als Origo macht sich selbst zum Betrachtpunkt, wobei er stets an diesem Punkt festgebunden bleibt. In der kontextuell-deiktischen Struktur aber, die die Raumdeiktika des Koreanischen und die Gemälde mit umgekehrten bzw. Multi-Perspektiven gemeinsam haben, bewegt sich die Origo zum Relatum und vereinigt sich mit ihm, wodurch eine neue Perspektive entsteht. Als Relatum fungieren neben Gegenständen und Personen auch der Gesprächsparter als zweite Person sowie mentale Faktoren wie das Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen des Betrachters.
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