브레히트 해설가로서 벤야민
Benjamin als Brecht-Kommentator
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초록
Brechts Werk war für Benjamin die unvermutete Erscheinung einer großen modernen nicht-auratischen Kunst, noch dazu in deutscher Sprache-ein Eindruck, der selbst die starke Wirkung der surrealistischen Texte auf Benjamin verblassen ließ. Unstreitig jedenfalls, daß er unter allen in Deutschland Schreibenden der einzige ist, der sich fragt, wo er seine Begabung ansetzen muß, sie nur da ansetzt, wo er von der Notwendigkeit es tun zu müssen überzeugt ist, und bei jeder Gelegenheit, die diesem Prüfstein nicht entspricht, es sein lässt. Benjamin nahm Brecht, wie Hannah Arendt gesagt hat, wahr als den diese Zeit gemäßen Dichter. Hierin stimmte Benjamin mit Karl Kraus überein, der Brecht als den einzigen deutschen Dichter ansah, der heute in Betracht zu kommen hat, weil er das Zeitbewußtsein der Nachkriegswelt gültig gestaltete und versuchte, sprachlich über die Banalität des abgeschilderten Lebens hinauszugelangen. Die Aufgabe jeder politischen Lyrik, so Benjamin, sei am strengsten in den Gedichten von Brecht erfüllt. Brechts Theater, argumentierte Benjamin, verändere die Funktion des Theaters von der Unterhaltung zur Erkenntnis, womit auch das politische Thesenstück überwunden werde. Benjamin sah in der von Brecht angestrebten Verknüpfung von politischer Intention und künstlerischer Gestaltung etwas Neuartiges. Brecht verkörpere den wichtigsten Zug der heutigen Literatur: die innige Durchdringung jeder großen dichterischen Leistung mit der schriftstellerischen. Es war ein Unglück für die gesamte Brecht-Rezeption, daß Benjamins engagiertes und luzides Votum seinerseits nicht an die Öffentlichkeit gelangte.
Abstract
Brechts Werk war für Benjamin die unvermutete Erscheinung einer großen modernen nicht-auratischen Kunst, noch dazu in deutscher Sprache-ein Eindruck, der selbst die starke Wirkung der surrealistischen Texte auf Benjamin verblassen ließ. Unstreitig jedenfalls, daß er unter allen in Deutschland Schreibenden der einzige ist, der sich fragt, wo er seine Begabung ansetzen muß, sie nur da ansetzt, wo er von der Notwendigkeit es tun zu müssen überzeugt ist, und bei jeder Gelegenheit, die diesem Prüfstein nicht entspricht, es sein lässt. Benjamin nahm Brecht, wie Hannah Arendt gesagt hat, wahr als den diese Zeit gemäßen Dichter. Hierin stimmte Benjamin mit Karl Kraus überein, der Brecht als den einzigen deutschen Dichter ansah, der heute in Betracht zu kommen hat, weil er das Zeitbewußtsein der Nachkriegswelt gültig gestaltete und versuchte, sprachlich über die Banalität des abgeschilderten Lebens hinauszugelangen. Die Aufgabe jeder politischen Lyrik, so Benjamin, sei am strengsten in den Gedichten von Brecht erfüllt. Brechts Theater, argumentierte Benjamin, verändere die Funktion des Theaters von der Unterhaltung zur Erkenntnis, womit auch das politische Thesenstück überwunden werde. Benjamin sah in der von Brecht angestrebten Verknüpfung von politischer Intention und künstlerischer Gestaltung etwas Neuartiges. Brecht verkörpere den wichtigsten Zug der heutigen Literatur: die innige Durchdringung jeder großen dichterischen Leistung mit der schriftstellerischen. Es war ein Unglück für die gesamte Brecht-Rezeption, daß Benjamins engagiertes und luzides Votum seinerseits nicht an die Öffentlichkeit gelangte.
참고문헌 (16)
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