독일의 탈원전 정책과 그 의미
Die Atomausstiegspolitik von Deutschland und ihre Bedeutung für die koreanische Gesellschaft
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초록
Am 11. März 2011 ereignete sich eine Reihe folgenschwerer Unfälle im Atomkraftwerk Fukushima in Japan. Das Atomunglück von Fukushima hat in vielen Ländern auf der Welt ein starkes Misstrauen gegen die Nutzung der Atomkraft verursacht. Die Bundesrepublik Deutschland hat als erste führende Industrienation auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima reagiert. Am 30. Juni 2011 hat der Bundestag von Deutschland mit großer Mehrheit den endgültigen Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Acht ältere Atomkraftwerke, die damals schon abgeschaltet waren, sollen demzufolge nicht wieder ans Netz gehen, und die anderen neun Atomkraftwerke, die noch in Betrieb waren, sollen stufenweise bis zum Jahr 2022 stillgelegt werden. Stattdessen hat Deutschland vor, die erneuerbaren Energien (z.B., Photovoltaik, Windkraft, Biomasse usw...) für die Stromerzeugung weiter stark zu fördern. Dagegen will die koreanische Regierung einen ganz anderen Weg gehen. Auch nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima ist sie immer noch entschieden dafür, die Kernenergie für die Stromerzeugung zu nutzen und hat im letzten Jahr bekannt gemacht, in Samchuk und Yongduk weitere acht Atommeiler zu bauen. Sie hofft, dass der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung in Korea, der im Moment 31 Prozent beträgt, bis 2030auf 59 Prozent steigt. In Korea sind im Moment 21 Atomkraftwerke in Betrieb. Die vorliegende Arbeit behandelt die deutsche Atomausstiegspolitik. Dabei wurden zwei Ziele verfolgt. Zuerst geht es darum, darzustellen, wie und mit welchem Prozess Deutschland sich von der Kernenergie verabschiedet. Zweitens geht es darum, zu zeigen, welche Lehre man daraus für die koreanische Gesellschaft ziehen kann. Zuerst wird im zweiten Abschnitt der Versuch unternommen, den Weg zum deutschen Atomausstieg chronologisch darzustellen. Der dritte Abschnitt behandelt das novellierte deutsche Atomgesetz, das die gesetzliche Grundlage für den Atomausstieg ist. Im vierten Abschnitt wird diskutiert, was nach dem Atomausstieg in Deutschland passiert. Dabei wird hauptsächlich die Frage geklärt, ob und wie Deutschland ohne Atomkraftwerke auskommen kann: Erzeugt Deutschland nach der Abschaltung der acht älteren Atomkraftwerke genug Strom? Steigen die Strompreise in Deutschland? Und wie wird es weiter laufen? Was meinen die Deutschen dazu?Der fünfte Abschnitt erörtert zuerst die Lage in Korea und das Vorhaben der koreanischen Regierung in bezug auf die Kernenergie. Er stellt dann die Argumente gegen die Nutzung der Kernenergie und das Kernenergieprogramm der koreanischen Regierung kritisch dar. Dabei werden vor allem die positiven Folge für Deutschland nach dem Atomausstieg als wichtige Argumente angeführt. Zum Schluss wird die Bedeutung der deutschen Atomausstiegspolitik für die koreanische Gesellschaft diskutiert.
Abstract
Am 11. März 2011 ereignete sich eine Reihe folgenschwerer Unfälle im Atomkraftwerk Fukushima in Japan. Das Atomunglück von Fukushima hat in vielen Ländern auf der Welt ein starkes Misstrauen gegen die Nutzung der Atomkraft verursacht. Die Bundesrepublik Deutschland hat als erste führende Industrienation auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima reagiert. Am 30. Juni 2011 hat der Bundestag von Deutschland mit großer Mehrheit den endgültigen Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Acht ältere Atomkraftwerke, die damals schon abgeschaltet waren, sollen demzufolge nicht wieder ans Netz gehen, und die anderen neun Atomkraftwerke, die noch in Betrieb waren, sollen stufenweise bis zum Jahr 2022 stillgelegt werden. Stattdessen hat Deutschland vor, die erneuerbaren Energien (z.B., Photovoltaik, Windkraft, Biomasse usw...) für die Stromerzeugung weiter stark zu fördern. Dagegen will die koreanische Regierung einen ganz anderen Weg gehen. Auch nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima ist sie immer noch entschieden dafür, die Kernenergie für die Stromerzeugung zu nutzen und hat im letzten Jahr bekannt gemacht, in Samchuk und Yongduk weitere acht Atommeiler zu bauen. Sie hofft, dass der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung in Korea, der im Moment 31 Prozent beträgt, bis 2030auf 59 Prozent steigt. In Korea sind im Moment 21 Atomkraftwerke in Betrieb. Die vorliegende Arbeit behandelt die deutsche Atomausstiegspolitik. Dabei wurden zwei Ziele verfolgt. Zuerst geht es darum, darzustellen, wie und mit welchem Prozess Deutschland sich von der Kernenergie verabschiedet. Zweitens geht es darum, zu zeigen, welche Lehre man daraus für die koreanische Gesellschaft ziehen kann. Zuerst wird im zweiten Abschnitt der Versuch unternommen, den Weg zum deutschen Atomausstieg chronologisch darzustellen. Der dritte Abschnitt behandelt das novellierte deutsche Atomgesetz, das die gesetzliche Grundlage für den Atomausstieg ist. Im vierten Abschnitt wird diskutiert, was nach dem Atomausstieg in Deutschland passiert. Dabei wird hauptsächlich die Frage geklärt, ob und wie Deutschland ohne Atomkraftwerke auskommen kann: Erzeugt Deutschland nach der Abschaltung der acht älteren Atomkraftwerke genug Strom? Steigen die Strompreise in Deutschland? Und wie wird es weiter laufen? Was meinen die Deutschen dazu?Der fünfte Abschnitt erörtert zuerst die Lage in Korea und das Vorhaben der koreanischen Regierung in bezug auf die Kernenergie. Er stellt dann die Argumente gegen die Nutzung der Kernenergie und das Kernenergieprogramm der koreanischen Regierung kritisch dar. Dabei werden vor allem die positiven Folge für Deutschland nach dem Atomausstieg als wichtige Argumente angeführt. Zum Schluss wird die Bedeutung der deutschen Atomausstiegspolitik für die koreanische Gesellschaft diskutiert.
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