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전래동화의 현대적 수용과 복원력 - 한국과 독일 동화에 나타난 여성상을 중심으로

Moderne Rezeption von traditionellen Volksmärchen und gesellschaftliche Resilienz - Zur Darstellung der Frauenbilder in koreanischen und deutschen Märchen

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주제분류독일어와문학

초록

In dieser Arbeit werden die Märchen der Gebrüder Grimm und traditionelle koreanische Volksmärchen, die jeweils ähnliche Motive aufweisen, exemplarisch analysiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie die in der Regel jungen Leser, bei den hier ausgewählten Märchen, das narrative Thema und die im Volksmärchen vorkommenden Personen wahrgenommen haben. Durch das Lesen der Volksmärchen werden die Leser nicht nur positiv sondern auch negativ beeinflusst. Besonders bei Kindern ist festzustellen, dass Volksmärchen ihnen oftmals ein stereotypes Bild der in den Märchen vorkommenden Personen vermitteln. Bei den Kindern entsteht so der Eindruck, dass Stiefmütter immer böse sind, dass gute Menschen meistens schöne Gesichter haben, dass Frauen zart und zerbrechlich sind, dass das Gute immer siegt und die Bösen für ihre Taten bestraft werden. Trotz dieser Stereotype, die so nicht der Realität entsprechen, spielen Volksmärchen eine große Rolle bei der Resilienzentwicklung von Kindern. Resilienz, also die innere Stärke eines Menschen Konflikte, Misserfolge, Niederlagen und Lebenskrisen zu meistern, wird bei den meisten Menschen in der Kindheit angelegt. Resilienz ist eine Art seelische Widerstandsfähigkeit. Sie ist sozusagen das Immunsystem der Seele. Aber da Resilienz nicht angeboren ist, ist es wichtig, dass Kinder im Laufe ihrer Entwicklung die Möglichkeit haben, Resilienzfaktoren zu erwerben. Die Konfrontation mit dem Bösen, das in Märchen beschrieben wird, ist sehr wichtig für die Entwicklung von Resilienz. Daher tragen Märchen zur Entwicklung der Resilienz bei. Um die Aneignung positiver Normen und Werte und die gute Urteilsfähigkeit der Kinder zu fördern, spielt die Anleitung des Lesens eine große Rolle. Kritisch bei der Förderung von Resilienz durch Märchen ist jedoch zu sehen, dass stereotype Rollenbilder vermittelt werden. Diese erschweren Kindern die Entwicklung von Resilienz. Die Begleitung beim Verarbeiten des Gelesenen sollte dem entgegenwirken, indem die Untauglichkeit der stereotypen Rollenbilder für das reale Leben erkennbar gemacht wird.

Abstract

In dieser Arbeit werden die Märchen der Gebrüder Grimm und traditionelle koreanische Volksmärchen, die jeweils ähnliche Motive aufweisen, exemplarisch analysiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie die in der Regel jungen Leser, bei den hier ausgewählten Märchen, das narrative Thema und die im Volksmärchen vorkommenden Personen wahrgenommen haben. Durch das Lesen der Volksmärchen werden die Leser nicht nur positiv sondern auch negativ beeinflusst. Besonders bei Kindern ist festzustellen, dass Volksmärchen ihnen oftmals ein stereotypes Bild der in den Märchen vorkommenden Personen vermitteln. Bei den Kindern entsteht so der Eindruck, dass Stiefmütter immer böse sind, dass gute Menschen meistens schöne Gesichter haben, dass Frauen zart und zerbrechlich sind, dass das Gute immer siegt und die Bösen für ihre Taten bestraft werden. Trotz dieser Stereotype, die so nicht der Realität entsprechen, spielen Volksmärchen eine große Rolle bei der Resilienzentwicklung von Kindern. Resilienz, also die innere Stärke eines Menschen Konflikte, Misserfolge, Niederlagen und Lebenskrisen zu meistern, wird bei den meisten Menschen in der Kindheit angelegt. Resilienz ist eine Art seelische Widerstandsfähigkeit. Sie ist sozusagen das Immunsystem der Seele. Aber da Resilienz nicht angeboren ist, ist es wichtig, dass Kinder im Laufe ihrer Entwicklung die Möglichkeit haben, Resilienzfaktoren zu erwerben. Die Konfrontation mit dem Bösen, das in Märchen beschrieben wird, ist sehr wichtig für die Entwicklung von Resilienz. Daher tragen Märchen zur Entwicklung der Resilienz bei. Um die Aneignung positiver Normen und Werte und die gute Urteilsfähigkeit der Kinder zu fördern, spielt die Anleitung des Lesens eine große Rolle. Kritisch bei der Förderung von Resilienz durch Märchen ist jedoch zu sehen, dass stereotype Rollenbilder vermittelt werden. Diese erschweren Kindern die Entwicklung von Resilienz. Die Begleitung beim Verarbeiten des Gelesenen sollte dem entgegenwirken, indem die Untauglichkeit der stereotypen Rollenbilder für das reale Leben erkennbar gemacht wird.

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