절대적인 비문법성: 어간에서 장음화 - 'h' 의 분포적 제약
Absolute Ungrammatikalität: Distributionelle Beschränkungen des Dehnungs - 'h' im Stamm
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초록
Innerhalb eines Stamms ist die Distribution des Dehnungs-<h> auf das Stammende nach einem Vokalgraphem oder auf die Position vor einem Sonorantengraphem beschränkt. Das Dehnungs-<h> erscheint aber niemals vor einem Obstruentengraphem. Es existiert keine orthographische Form wie <Baht> oder <Bahd> als Stamm bzw. monomorphemisches Wort im Deutschen. Wir haben es hier auf der graphematischen Ebene mit einem Fall zu tun, der in dem optimalitätstheortischen Ansatz als “absolute Ungrammatikalität” bekannt ist. Diese scheinbar ausnahmslos geltende Regularität wird nur in einem Fall unterbrochen, nämlich wenn ein Obstruentsuffix an den Stamm angehängt wird (dreh-t, zieh-t, Stroh-s). Die distributionelle Lücke des Dehnungs-<h> erscheint einem höchstens merkwürdig, wenn man nach einer plausiblen Antwort auf die Frage sucht, warum es orthographisch keinen Stamm wie <Baht> oder <Bahd> gibt, während Stämme wie <Bahn>, <Wahl>, <fahr> reichlich belegt sind. Die Analysen in der Forschung zur deutschen Graphematik haben zwar diese Lücke erkannt, aber meines Wissens bisher keine Vorschläge gemacht, um diese Frage in den Griff zu bekommen und eine fundierte Erklärung für dieses Phänomen anzubieten. Die hier vorgelegte Arbeit zeigt, dass die distributionelle Lücke des Dehungs-<h> unter dem Gesichtspunkt des Null-Parsings im optimalitätstheoretischen Ansatz zu erfassen ist. Die Hauptidee ist dabei, dass das stumme <h> in der Orthographie als ein Anzeichen dafür verwendet wird, dass ein auf <h> folgendes Sonorantengraphem nicht mit einem Silbenkern korrespondieren darf. Eine solche zusätzliche Markierung mittels eines Graphems <h> ist für ein auf <h> folgendes Obstruentengraphem nicht nötig, da Obstruenten als Silbenkern wegen ihrer inhärenten segmentalen Eigenschaft von vornherein ausgeschlossen sind. Es ist dieser Grund, warum eine Stammform wie <Baht> oder <Bahd> in der deutschen Orthographie nicht existiert. Frühere Analysen erkennen nur die Dehnungsfunktion des stummen <h>, schenken dieser speziellen Funktion des <h> bei der Grpahemsequenz <h>+Sonorantengraphem aber keine besondere Beachtung. Die absolute Ungrammatikaltität wie bei *<Baht> entsteht gerade dadurch, dass sich die spezielle Funktion des <h> im Falle von Obstruentengraphem erübrigt.
Abstract
Innerhalb eines Stamms ist die Distribution des Dehnungs-<h> auf das Stammende nach einem Vokalgraphem oder auf die Position vor einem Sonorantengraphem beschränkt. Das Dehnungs-<h> erscheint aber niemals vor einem Obstruentengraphem. Es existiert keine orthographische Form wie <Baht> oder <Bahd> als Stamm bzw. monomorphemisches Wort im Deutschen. Wir haben es hier auf der graphematischen Ebene mit einem Fall zu tun, der in dem optimalitätstheortischen Ansatz als “absolute Ungrammatikalität” bekannt ist. Diese scheinbar ausnahmslos geltende Regularität wird nur in einem Fall unterbrochen, nämlich wenn ein Obstruentsuffix an den Stamm angehängt wird (dreh-t, zieh-t, Stroh-s). Die distributionelle Lücke des Dehnungs-<h> erscheint einem höchstens merkwürdig, wenn man nach einer plausiblen Antwort auf die Frage sucht, warum es orthographisch keinen Stamm wie <Baht> oder <Bahd> gibt, während Stämme wie <Bahn>, <Wahl>, <fahr> reichlich belegt sind. Die Analysen in der Forschung zur deutschen Graphematik haben zwar diese Lücke erkannt, aber meines Wissens bisher keine Vorschläge gemacht, um diese Frage in den Griff zu bekommen und eine fundierte Erklärung für dieses Phänomen anzubieten. Die hier vorgelegte Arbeit zeigt, dass die distributionelle Lücke des Dehungs-<h> unter dem Gesichtspunkt des Null-Parsings im optimalitätstheoretischen Ansatz zu erfassen ist. Die Hauptidee ist dabei, dass das stumme <h> in der Orthographie als ein Anzeichen dafür verwendet wird, dass ein auf <h> folgendes Sonorantengraphem nicht mit einem Silbenkern korrespondieren darf. Eine solche zusätzliche Markierung mittels eines Graphems <h> ist für ein auf <h> folgendes Obstruentengraphem nicht nötig, da Obstruenten als Silbenkern wegen ihrer inhärenten segmentalen Eigenschaft von vornherein ausgeschlossen sind. Es ist dieser Grund, warum eine Stammform wie <Baht> oder <Bahd> in der deutschen Orthographie nicht existiert. Frühere Analysen erkennen nur die Dehnungsfunktion des stummen <h>, schenken dieser speziellen Funktion des <h> bei der Grpahemsequenz <h>+Sonorantengraphem aber keine besondere Beachtung. Die absolute Ungrammatikaltität wie bei *<Baht> entsteht gerade dadurch, dass sich die spezielle Funktion des <h> im Falle von Obstruentengraphem erübrigt.
참고문헌 (13)
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