여행하는 인간 Homo Viator으로서 오뒷세우스
Odysseus as Homo Viator and the journey in antiquity
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초록
이 글은 독일문학과 사상에 큰 영향을 끼치며 다양한 형태로 수용되어온 오뒷세우스의 방랑을 여행문학의 장르 안에서 고찰하려는 시도다. 호메로스의 <오뒷세이아>는 여행문학의 효시로 간주됨에도 불구하고 여행자로서의 주인공이나 그의 여행에 대해 고찰한 연구는 적어도 독일문학에서는 거의 알려진 바가 없다. 여행문학으로서 이 작품이 구현하고 있는 여행의 본질과 여행자 상은 차후 유럽의 여행문학에 패러다임을 제공한다는 점에서도 중요하다. 오뒷세우스의 방랑은 그가 트로이 전쟁영웅에서 영웅적 인간으로 새로운 정체성을 형성하는 과정을 보여준다. 인간은 신이 정한 운명의 지배를 받지만, 자신의 의지와 힘으로 그 운명을 조정하고 운영해 갈 수 있는 적극적 주체라는 고대인의 자기이해가 여기서 드러난다. 오뒷세우스의 방랑은 또한 여행 자체에 대한 성찰을 담고 있다. 작품 속 내부이야기로 등장하는 오뒷세우스의 여행기는 바로 그가 ‘지상의 손님’으로 보낸 체험기이다. 그가 손님으로서 “손님에 관한 이야기”를 한다는 점에서 그의 여행기는 여행자 오뒷세우스의 자기반추적 성찰을 담고 있다. 여기서 여행은 천상의 영생과 지하의 영생 사이에서 지상의 유한한 삶을 영위하는 인간 삶에 대한 은유가 되며, 여행자 Homo Viator이자 지상의 손님으로 각인된 인간의 모습에서 고대인이 생각했던 세계 내 인간의 위치를 가늠해볼 수 있다.
Abstract
Dieser Artikel untersucht die Bedeutung von Homers Odysseia als Reiseliteratur. Die innere Logik und die narrative Zusammensetzung der Reisewege des Odysseus zeigen eine Verschiebung der Identität des Protagonisten vom Trojanischen Kriegshelden zu einem heldenhaften Menschen. Darüber hinaus spiegelt seine Reise selbst die Weltanschauung und das Selbstverständnis der alten Griechen wider, indem sie Reflexionen über die Reise enthält. Menschen sind dem Schicksal Gottes unterworfen, aber Odysseus' Wandern zeigt, dass er kein passives, sondern ein aktives Subjekt ist, das lernt, das Schicksal mit seinem Willen und seiner Stärke zu kontrollieren und zu steuern. In dieser Hinsicht ist seine Reise als ein Lernprozess zu verstehen. Dies macht die Stellung des Menschen in der Welt als Homo Viator aus. Der Prozess, durch den es dem wandernden Odysseus gelingt, hochrangige Aufgaben zu bewältigen und schließlich in seine Heimatstadt zurückzukehren, basiert auf der Prämisse einer Welt, die aus kausaler Vergeltung für die Tat besteht. Das Gebot der Götter bildet das semantische Netz, auf dem die Welt interpretiert wird. Odysseus, der von Gott verflucht wurde, aber auch der Liebling Gottes ist, folgt dem Eingreifen der Götter, deren Warnungen und Ratschläge. Das zeigt, der Mensch muss lernen, sein eigenes Verhalten und seine Wünsche zu kontrollieren, und seine Ziele zu erreichen, ohne die Kontraindikationen in einem bestimmten Rahmen zu verletzen. In dieser Hinsicht zeigt Odysseus’ Wandern nicht nur den Schmerz, der durch menschliches Versagen und Schwäche in verschiedenen Situationen verursacht wird, sondern auch den Lernprozess des Reisenden, wie er die Lebenskompetenzen erwirbt und dadurch sein Wissen über die Welt erweitert. Hier wird ein heldenhafter Mensch geboren, der das Schicksal überwindet und nach Hause zurückkehrt. Da Odysseia Reflexionen über die Reise selbst enthält, ist es auch möglich, die Weltsicht und das Selbstverständnis der alten Griechen zu untersuchen. Im antiken Universum wird die Position des Menschen als Reisender und Gäste auf der Erde verstanden. Dieses Selbstbild der Alten drückt die absolute Bestätigung des endlichen und zeitlichen Lebens auf der Erde aus. Das bildet auch die geistige Grundlage der von ihnen praktizierten Kultur der Gastfreundschaft. Daher besteht Odysseia aus zahlreichen Szenen der Gastfreundschaft. Die Beschreibung der tiefgreifenden Bedeutung und konkreten Form dieser Gastkultur bleibt als naechste Forschungsaufgabe bestehen.
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