Backchannelling in deutschen und koreanischen Telefongesprächen - ein gesprächsanalytischer Ansatz
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초록
Diese konversationsanalytische Studie widmet sich den Typen, Formen und der Frequenz von Backchannels in deutschen und koreanischen Telefongesprächen. Auf der Basis von 21 Telefonaten (12 deutschen aus dem FOLK-Korpus des Instituts für Deutsche Sprache und 9 koreanischen aus dem Sejong-Korpus für gesprochenes Koreanisch des Nationalen Instituts der Koreanischen Sprache) wurde das Backchannelling-Verhalten der Gesprächsteilnehmer kontrastiv untersucht. Die Ergebnisse dokumentieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Bezüglich der prozentualen Verteilung der Typen von Backchannels machen kurze verbale Äußerungen in beiden Sprachen den größten Anteil aus. Der Typ ‘Bitte um Klärung’ bildet in beiden Korpora den zweitgrößten Anteil, Lachen als Backchannel den drittgrößten. Während koreanische Hörer den Typ ‘kurze Nachformulierungen’ präferieren, wurden bei den deutschen Hörern eher der Typ ‘Satzvervollständigungen’ bevorzugt. Hinsichtlich der Frequenz von Backchannels pro Token bestand kein wesentlicher Unterschied, so dass die Wahrscheinlichkeit einer durch Frequenz verursachten Fehlinterpretation zwischen Deutschen und Koreanern geringer als mit anderen Kulturen ist.
Abstract
Diese konversationsanalytische Studie widmet sich den Typen, Formen und der Frequenz von Backchannels in deutschen und koreanischen Telefongesprächen. Auf der Basis von 21 Telefonaten (12 deutschen aus dem FOLK-Korpus des Instituts für Deutsche Sprache und 9 koreanischen aus dem Sejong-Korpus für gesprochenes Koreanisch des Nationalen Instituts der Koreanischen Sprache) wurde das Backchannelling-Verhalten der Gesprächsteilnehmer kontrastiv untersucht. Die Ergebnisse dokumentieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Bezüglich der prozentualen Verteilung der Typen von Backchannels machen kurze verbale Äußerungen in beiden Sprachen den größten Anteil aus. Der Typ ‘Bitte um Klärung’ bildet in beiden Korpora den zweitgrößten Anteil, Lachen als Backchannel den drittgrößten. Während koreanische Hörer den Typ ‘kurze Nachformulierungen’ präferieren, wurden bei den deutschen Hörern eher der Typ ‘Satzvervollständigungen’ bevorzugt. Hinsichtlich der Frequenz von Backchannels pro Token bestand kein wesentlicher Unterschied, so dass die Wahrscheinlichkeit einer durch Frequenz verursachten Fehlinterpretation zwischen Deutschen und Koreanern geringer als mit anderen Kulturen ist.
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