근대의 도시공간과 사유방식
Stadtraum der Moderne und Lokalkonstruktion
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초록
Es ist bemerkenswert, dass die Stadt heutzutage wieder an Bedeutung gewinnt. In vielen Städten sind Bemühungen zu sehen, die Stadt als einen attraktiven kulturellen Erlebnisraum zu gestalten. Die Stadt ist ein sog. nonverbales System von Zeichen und Kommunikation. An der Anordnung, der Struktur, der Größe und dem Design des Raums der Stadt erkennt man bis zu einem gewissen Grade die Geschichte der Stadt, die verborgene Herrschaftstruktur und die Mentalität der Einwohner. Das heißt, der Stadtraum spiegelt alle möglichen Verhältnisse der Stadt wider. In den literarischen Werken vor der Moderne, etwa vor dem 20. Jahrhundert, waren die Überlegungen des Orts selbst mehr oder weniger in den Hintergrund gerückt. Aber Industrialisierung und Modernisierung haben den Stadtraum in unserem Bewußtsein viel präsent gemacht. Seit der Moderne ist die Darstellung der Großstadt in kultureller, soziologischer und ethnologischer Hinsicht wichtiger geworden. Besonders in Europa hat sich die Stadt weiter entwickelt, so dass man die Entwicklung der Großstadt mit dem Fortschritt der Technologie vergleicht. In dieser Arbeit wird untersucht, wie die Stadt in der Moderne kulturphilosophisch überlegt bzw. interpretiert wurde. Für die Untersuchung wird zuerst Walter Benjamin mit seiner physiognomischen Betrachtung der Stadt im Passagenwerk behandelt. Benjamin hat einen Typus vom Stadt-Flaneur (= Spaziergänger) geschaffen. Georg Simmel hat in seinem Essay Die Großstädte und das Geistesleben den abstrakten Charakter der Großstadt betont und sich dabei die Funktion des Geldes angeschaut. Bei den deutschen Expressionisten wie z. B. Alfred Lichtenstein und bei den Romanautoren der Moderne wie Robert Musil, James Joyce und Alfred Döblin wird die Stadt in den Vordergrund des Diskurses gestellt. Die Art und Weise, wie sich diese Autoren mit der Stadt auseinandersetzen, ist mit der Darstellungsmethode der Autoren vom 19. Jahrhundert nicht mehr zu decken. Diese Arbeit behandelt auch, wie die Intellektuellen von Chosun unter der japanischen Besatzung die Kolonialhauptstadt Kyongsung - ein alter Name von Seoul - in ihrem Bewußtsein reflektiert haben. Dafür wurde Park Tae-Wons Kurzgeschichte Ein Tag des Schriftstellers Herrn Kubo unter die Lupe genommen. Aufgrund der kulturphilosophischen Überlegungen moderner Denker über die Stadt konnte man in der Postmoderne neue Sichtweisen und Konzepte des Stadtraums entwickeln. Aus der Perspektive der Postmoderne enthält die Stadt außer dem oberflächlichen Phänomen viele komplexe Inhalte in sich. Insofern scheint eine interdisziplinäre Annäherung von den Cultural Studies, der Geschichte, Architektur und Geographie an die Stadt sehr effektiv und sogar notwendig.
Abstract
Es ist bemerkenswert, dass die Stadt heutzutage wieder an Bedeutung gewinnt. In vielen Städten sind Bemühungen zu sehen, die Stadt als einen attraktiven kulturellen Erlebnisraum zu gestalten. Die Stadt ist ein sog. nonverbales System von Zeichen und Kommunikation. An der Anordnung, der Struktur, der Größe und dem Design des Raums der Stadt erkennt man bis zu einem gewissen Grade die Geschichte der Stadt, die verborgene Herrschaftstruktur und die Mentalität der Einwohner. Das heißt, der Stadtraum spiegelt alle möglichen Verhältnisse der Stadt wider. In den literarischen Werken vor der Moderne, etwa vor dem 20. Jahrhundert, waren die Überlegungen des Orts selbst mehr oder weniger in den Hintergrund gerückt. Aber Industrialisierung und Modernisierung haben den Stadtraum in unserem Bewußtsein viel präsent gemacht. Seit der Moderne ist die Darstellung der Großstadt in kultureller, soziologischer und ethnologischer Hinsicht wichtiger geworden. Besonders in Europa hat sich die Stadt weiter entwickelt, so dass man die Entwicklung der Großstadt mit dem Fortschritt der Technologie vergleicht. In dieser Arbeit wird untersucht, wie die Stadt in der Moderne kulturphilosophisch überlegt bzw. interpretiert wurde. Für die Untersuchung wird zuerst Walter Benjamin mit seiner physiognomischen Betrachtung der Stadt im Passagenwerk behandelt. Benjamin hat einen Typus vom Stadt-Flaneur (= Spaziergänger) geschaffen. Georg Simmel hat in seinem Essay Die Großstädte und das Geistesleben den abstrakten Charakter der Großstadt betont und sich dabei die Funktion des Geldes angeschaut. Bei den deutschen Expressionisten wie z. B. Alfred Lichtenstein und bei den Romanautoren der Moderne wie Robert Musil, James Joyce und Alfred Döblin wird die Stadt in den Vordergrund des Diskurses gestellt. Die Art und Weise, wie sich diese Autoren mit der Stadt auseinandersetzen, ist mit der Darstellungsmethode der Autoren vom 19. Jahrhundert nicht mehr zu decken. Diese Arbeit behandelt auch, wie die Intellektuellen von Chosun unter der japanischen Besatzung die Kolonialhauptstadt Kyongsung - ein alter Name von Seoul - in ihrem Bewußtsein reflektiert haben. Dafür wurde Park Tae-Wons Kurzgeschichte Ein Tag des Schriftstellers Herrn Kubo unter die Lupe genommen. Aufgrund der kulturphilosophischen Überlegungen moderner Denker über die Stadt konnte man in der Postmoderne neue Sichtweisen und Konzepte des Stadtraums entwickeln. Aus der Perspektive der Postmoderne enthält die Stadt außer dem oberflächlichen Phänomen viele komplexe Inhalte in sich. Insofern scheint eine interdisziplinäre Annäherung von den Cultural Studies, der Geschichte, Architektur und Geographie an die Stadt sehr effektiv und sogar notwendig.
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