문화와 예술의 중심지로서 도시 공간 - 베를린을 중심으로
Stadt-Raum als Zentrum der Kunst und Kultur - Am Beispiel von Berlin -
0
조회
0
다운로드
4
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Das menschliche Dasein ist ein soziales und als solches ein zeitlich-räumliches. Nicht nur, dass wir in der fortlaufenden Zeit bis zum Tod leben, wir sehen uns auch dazu gezwungen, durch den Aufenthalt und die Bewegung in einem Raum die ‘Räumlichkeit des Daseins’ zu beweisen. Im Vergleich zur linguistischen Wende in den 1970er Jahren richtet diese Studie ihren Fokus auf die Bedeutung des Ortes bzw. des Raumes im Sinne der Cultural Studies bezüglich der ‘Renaissance des Raumes’. Darüber hinaus soll hier der Stadt-Raum als Ort von Kunst und Kultur, wofür insbesondere Berlin als Hauptstadt des wiedervereinten Deutschlands steht, einer genaueren Untersuchung unterzogen werden. Wie gesagt, war das wissenschaftliche Denken bis vor kurzem hauptsächlich auf die Zeit fixiert, sodass die wissenschaftliche Annäherung an den Raum daher eine relativ neue Tendenz bzw. ein neues Phänomen darstellt. Die Rückkehr des Raumes in das wissenschaftliche Denken erscheint uns im Zeitalter von Entterritorialisierung, Cyber-Welt oder Cyberraum jedoch einigermaßen paradox. Durch Computer und Internet-Networking ist die Welt gewissermaßen raumlos geworden und befindet sich hier auf einer Ebene, die sich von den territorialen Grenzen auf der Erde abgelöst hat, wie bereits der Medienwissenschaftler und Kulturkritiker Marshall McLuhan festgestellt hat. Das bedeutet, dass sich in Folge der Entwicklung der Informationstechnik auch die geografischen und sozialen Distanzen und damit verbunden auch die Bewegungen und der Bewegungsbedarf der Menschen enorm verändert haben. Damit verbunden sind wiederum die Erweiterung des alltäglichen Raumes sowie die Auflösung der Differenz von öffentlicher und privater Sphäre. Die Großstadt Berlin bietet heutzutage einerseits materiellen Überfluss und eine bunte sowie vielfältige städtische Lebenswelt, andererseits werden gerade dadurch auch die Schattenseiten einer dunklen Vergangenheit verdeckt. Überdies sind die meisten Städter, obgleich ihre Lebenswelt viel besser und bequemer ist als je zuvor, oft ruhelos und einander entfremdet. Berlin hat sich nach 1989 von einer geteilten Stadt zu einer globalen Stadt entwickelt, die sich dabei insbesondere in Hinsicht auf ihre vielseitige Kultur zu profilieren vermag. In dieser Arbeit sollen die für Berlin bedeutsamen bzw. berühmten Räume bzw. Orte unter 5 funktional unterschiedlichen Gesichtspunkten dargestellt werden: nach technischen, kulturell-künstlerischen, historischen, festlichen und schließlich rituellen Aspekten. Dazu habe ich die Berliner U-Bahn, das Kaufhaus des Westens (KaDeWe), das Sony Center am Potsdamer Platz, die Museumsinsel im historischen Zentrum der Stadt, die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, das Olympiastadion, die UFA, die internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), die KulturBrauerei im Prenzlauer Berg, den Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher Friedhof u.a. untersucht. Der Grund bzw. das charakteristische Markenzeichen für die Anziehungskraft Berlins liegt in der Verschmelzung von Altem und Neuem. Dabei haben die vielfältigen historischen Ereignisse eine Fülle von Zeichen und Zeugnissen im Stadtraum hinterlassen. Es muss aber festgestellt werden, dass der Berliner Stadt-Raum nicht das Ergebnis einer seit jeher rationalen Stadtplanung ist, sondern ebenso wie Seoul aus der Geschichte und dem menschlichen Zusammenleben entstanden ist. Die im Stadt-Raum begriffene Geschichte ist uns allen sozusagen Kultur.
Abstract
Das menschliche Dasein ist ein soziales und als solches ein zeitlich-räumliches. Nicht nur, dass wir in der fortlaufenden Zeit bis zum Tod leben, wir sehen uns auch dazu gezwungen, durch den Aufenthalt und die Bewegung in einem Raum die ‘Räumlichkeit des Daseins’ zu beweisen. Im Vergleich zur linguistischen Wende in den 1970er Jahren richtet diese Studie ihren Fokus auf die Bedeutung des Ortes bzw. des Raumes im Sinne der Cultural Studies bezüglich der ‘Renaissance des Raumes’. Darüber hinaus soll hier der Stadt-Raum als Ort von Kunst und Kultur, wofür insbesondere Berlin als Hauptstadt des wiedervereinten Deutschlands steht, einer genaueren Untersuchung unterzogen werden. Wie gesagt, war das wissenschaftliche Denken bis vor kurzem hauptsächlich auf die Zeit fixiert, sodass die wissenschaftliche Annäherung an den Raum daher eine relativ neue Tendenz bzw. ein neues Phänomen darstellt. Die Rückkehr des Raumes in das wissenschaftliche Denken erscheint uns im Zeitalter von Entterritorialisierung, Cyber-Welt oder Cyberraum jedoch einigermaßen paradox. Durch Computer und Internet-Networking ist die Welt gewissermaßen raumlos geworden und befindet sich hier auf einer Ebene, die sich von den territorialen Grenzen auf der Erde abgelöst hat, wie bereits der Medienwissenschaftler und Kulturkritiker Marshall McLuhan festgestellt hat. Das bedeutet, dass sich in Folge der Entwicklung der Informationstechnik auch die geografischen und sozialen Distanzen und damit verbunden auch die Bewegungen und der Bewegungsbedarf der Menschen enorm verändert haben. Damit verbunden sind wiederum die Erweiterung des alltäglichen Raumes sowie die Auflösung der Differenz von öffentlicher und privater Sphäre. Die Großstadt Berlin bietet heutzutage einerseits materiellen Überfluss und eine bunte sowie vielfältige städtische Lebenswelt, andererseits werden gerade dadurch auch die Schattenseiten einer dunklen Vergangenheit verdeckt. Überdies sind die meisten Städter, obgleich ihre Lebenswelt viel besser und bequemer ist als je zuvor, oft ruhelos und einander entfremdet. Berlin hat sich nach 1989 von einer geteilten Stadt zu einer globalen Stadt entwickelt, die sich dabei insbesondere in Hinsicht auf ihre vielseitige Kultur zu profilieren vermag. In dieser Arbeit sollen die für Berlin bedeutsamen bzw. berühmten Räume bzw. Orte unter 5 funktional unterschiedlichen Gesichtspunkten dargestellt werden: nach technischen, kulturell-künstlerischen, historischen, festlichen und schließlich rituellen Aspekten. Dazu habe ich die Berliner U-Bahn, das Kaufhaus des Westens (KaDeWe), das Sony Center am Potsdamer Platz, die Museumsinsel im historischen Zentrum der Stadt, die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, das Olympiastadion, die UFA, die internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), die KulturBrauerei im Prenzlauer Berg, den Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher Friedhof u.a. untersucht. Der Grund bzw. das charakteristische Markenzeichen für die Anziehungskraft Berlins liegt in der Verschmelzung von Altem und Neuem. Dabei haben die vielfältigen historischen Ereignisse eine Fülle von Zeichen und Zeugnissen im Stadtraum hinterlassen. Es muss aber festgestellt werden, dass der Berliner Stadt-Raum nicht das Ergebnis einer seit jeher rationalen Stadtplanung ist, sondern ebenso wie Seoul aus der Geschichte und dem menschlichen Zusammenleben entstanden ist. Die im Stadt-Raum begriffene Geschichte ist uns allen sozusagen Kultur.
참고문헌 (17)
- 김재철, "삶의 공간과 거주의 의미", 한국독일어문학회․한국독일언어문학회 2010 봄철 연합학술대회, pp.17~35 (2010)
- 봉일범, "베를린 1923" (2001), 시공문화사
- 유승호, "문화도시: 지역발전의 새로운 패러다임" (2008), 일신사
- 윤미애, "도시와 공간의 문화적 의미론", 한국독일어문학회․한국독일언어문학회 2010 봄철 연합학술대회, pp.5~16 (2010)
- 이무영, ""도시와 문화" in : 도시해석", pp.280~302 (2006), 푸른길
- 프랑코 만쿠조, "광장" (2007), 생각의 나무
- 가스통 바슐라르, "공간의 시학" (2003), 동문선
- 울리히 벡, "위험사회" (2006), 새물결
- 발터 벤야민, "파리, 19세기의 수도 - 1939년의 개요", 세계의 문학, (봄)통권 : 103, pp.72~96 (2002)
- 다비드 르 부르통, "걷기예찬" (2005), 현대문학
- 에드워드 소자, "공간과 비판사회이론" (1997), 시각과 언어
- 마르쿠스 슈뢰르, "공간, 장소, 경계" (2010), 에코리브르
- 오르그 짐멜, "짐멜의 모더니티 읽기" (2005), 새물결
- 데이비드 하비, "희망의 공간" (2001), 한울
- 데이비드 하비, "모더니티의 수도 파리" (2005), 생각의 나무
- 밀란 쿤데라, "느림" (1995), 민음사
- 이-푸 투안, "공간과 장소" (1995), 대윤
