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젠더 수사학: 젠더 연구를 위한 수사학적 탐구

Gender Rhetorik - Rhetorische Annährungen an Gender-Studies

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주제분류독일어와문학

초록

Die Gender-Studies gelten als eine der größten Leistungen der postmodernen Theoriebildung. In der Entwicklung der Gender-Studies spiegeln sich aber auch die Reaktionen auf eine zunehmend hybridere, fragmentiertere und damit komplexere Gemengelage der sozialen Umwelt: Die öffentlichen Diskurse des dominierenden Neoliberalismus der jüngeren Vergangenheit führen zu tückischeren und vielseitigeren Formen der Unterdrückung und Diskriminierung gegenüber Frauen, während gleichzeitig auch das Selbstmitleid der Männer immer größer würde. In dieser Studie wird Gender-Gleichheit bzw. -Ungleichheit unter dem Gesichtspunkt der Rhetorik behandelt, worunter die Rede im engeren Sinne, aber auch das System des Sprechens und Schreibens im weiteren Sinne zu verstehen ist. Da die Rhetorik als Lehre von Anfang an als ein Machtinstrument konzipiert war, um den eigenen Geltungsanspruch zu festigen, ist ihre Geschichte bis in die Neuzeit fast ausschließlich eine von Männern gemacht. Heute erscheint eine Analyse der Rhetorik aus genderspezifischer Perspektive geboten, da mit der zunehmenden Vielfalt und Gleichzeitigkeit der Meinungsbilder auch der Rechtfertigungsdruck auf die eigene Identität und Position wächst. Gerade die Tatsache, dass in jüngster Zeit die Zahl der Frauen in öffentlichen Bereichen bemerkenswert zugenommen hat, fordert dazu auf, die Theorie und Praxis der männerorientierten Rhetorik hinsichtlich Privatheit und Öffentlichkeit neu zu definieren. Aus dem Blickwinkel der Gender-Studies stellt sich daher die Frage, wie zentrale Elemente der Rhetorik - Situation, Doxa, Universal-Audience und Actio/Pronuntatio – unter diesen veränderten Bedingungen zu verstehen sind. Es ist schon mehrfach beschrieben worden, dass die Persuasion, der Überzeugungseffekt der traditionellen Rhetorik, eigentlich zu keiner Kommunikation führen will, sondern vorrangig auf das Ändern oder zumindest auf die Beeinflussung der Meinungsposition des Adressaten zielt. Es soll daher auch die Möglichkeit einer Gender-Rhetorik diskutiert werden, die Prozesse des Mitfühlens in zwischenmenschlichen Bereichen berücksichtigt. Die Bedeutungen von Weiblichkeit und Männlichkeit sind nicht konstant und verändern sich je nach Zeit und kulturellem Raum. Eine Gender-Rhetorik will also dazu beitragen, ein neues Subjekt zu entwickeln, das sich bemüht, über bestehende Geschlechterhierarchien und -normen hinauszugehen und Diskriminierungen sowie Ausschließungen jeder Art abzuschaffen.

Abstract

Die Gender-Studies gelten als eine der größten Leistungen der postmodernen Theoriebildung. In der Entwicklung der Gender-Studies spiegeln sich aber auch die Reaktionen auf eine zunehmend hybridere, fragmentiertere und damit komplexere Gemengelage der sozialen Umwelt: Die öffentlichen Diskurse des dominierenden Neoliberalismus der jüngeren Vergangenheit führen zu tückischeren und vielseitigeren Formen der Unterdrückung und Diskriminierung gegenüber Frauen, während gleichzeitig auch das Selbstmitleid der Männer immer größer würde. In dieser Studie wird Gender-Gleichheit bzw. -Ungleichheit unter dem Gesichtspunkt der Rhetorik behandelt, worunter die Rede im engeren Sinne, aber auch das System des Sprechens und Schreibens im weiteren Sinne zu verstehen ist. Da die Rhetorik als Lehre von Anfang an als ein Machtinstrument konzipiert war, um den eigenen Geltungsanspruch zu festigen, ist ihre Geschichte bis in die Neuzeit fast ausschließlich eine von Männern gemacht. Heute erscheint eine Analyse der Rhetorik aus genderspezifischer Perspektive geboten, da mit der zunehmenden Vielfalt und Gleichzeitigkeit der Meinungsbilder auch der Rechtfertigungsdruck auf die eigene Identität und Position wächst. Gerade die Tatsache, dass in jüngster Zeit die Zahl der Frauen in öffentlichen Bereichen bemerkenswert zugenommen hat, fordert dazu auf, die Theorie und Praxis der männerorientierten Rhetorik hinsichtlich Privatheit und Öffentlichkeit neu zu definieren. Aus dem Blickwinkel der Gender-Studies stellt sich daher die Frage, wie zentrale Elemente der Rhetorik - Situation, Doxa, Universal-Audience und Actio/Pronuntatio – unter diesen veränderten Bedingungen zu verstehen sind. Es ist schon mehrfach beschrieben worden, dass die Persuasion, der Überzeugungseffekt der traditionellen Rhetorik, eigentlich zu keiner Kommunikation führen will, sondern vorrangig auf das Ändern oder zumindest auf die Beeinflussung der Meinungsposition des Adressaten zielt. Es soll daher auch die Möglichkeit einer Gender-Rhetorik diskutiert werden, die Prozesse des Mitfühlens in zwischenmenschlichen Bereichen berücksichtigt. Die Bedeutungen von Weiblichkeit und Männlichkeit sind nicht konstant und verändern sich je nach Zeit und kulturellem Raum. Eine Gender-Rhetorik will also dazu beitragen, ein neues Subjekt zu entwickeln, das sich bemüht, über bestehende Geschlechterhierarchien und -normen hinauszugehen und Diskriminierungen sowie Ausschließungen jeder Art abzuschaffen.

참고문헌 (28)

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