모국어(L1) 동음이의어가 제2언어(L2) 어휘학습에 미치는 영향
Interferenzeffekte der L1 Homonyme beim Zweitspracherwerb im Englischen und im Deutschen von koreanischen erwachsenen Erstsprachlern
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Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf die Interferenzeffekte der L1 Homonyme beim Zweitspracherwerb. Es geht um die Frage, welche Rolle die L1-(Koreanisch)- Homonyme beim Lernen von L2 (Englisch und Deutsch) spielen. Anders als Polyseme sind Homonyme grundsätzlich verschiedene Wörter, die in ihren Bedeutungen in keiner Weise verbunden sind, aber gleichen Wortkörper haben. Das koreanische Homonym „Nun“ z. B. hat zwei verschiedene Bedeutungen und Anwendungen im Deutschen: als Auge und als Schnee. Um die Interferenzeffekte überprüfen zu können, wird hier ein Experiment in Anlehnung an Choi (2013) durch geführt, das wiederum an die Arbeitsmethode von Elston-Güttler & Williams (2008) anlehnt. Überprüft werden soll, ob koreanische erwachsenen Zweitsprachlerner des Englischen und des Deutschen bei Entscheidungsaufgaben für Sätze wie „The mountain is covered with *eye“/ „Tom is blind in one *snow“ im Englischen und „Das Papier ist weißer als *Auge“/„Man hat zwei *Schnee“ im Deutschen (=Targetsatz) und für die Sätze wie *„We are going away on the eye“ im Englischen und *„Ich habe Schmerzen in dem Schnee“ im Deutschen (=Kontrollsatz) unterschiedliche Antwort geben. Das Resultat bestätigt zuerst keine direkt wirkenden Interferenzeffekte im Englischen, d.h. es gibt keinen signifikanten Unterschied zu den beiden Entscheidungsergebnissen bei der Verarbeitung der Targetsätze und der Kontrollsätze. Aber es gibt einen signifikanten Unterschied bei den Deutschlernern, die vor allem durch „low proficiency“ zu erklären ist. Dies besagt erstens, dass die Deutschlerner mehr durch die lexikalische Übersetzung von L1 zur L2 mehr Bedeutungen herstellen können als die Englischlerner. Und besagt zweitens, dass die signifikante Unterschiede zwischen den Deutschlernergruppen und den Verarbeitungen der Targetsätze und Kontrollsätze der „low proficiency“ Deutschlerner, der Fertigkeitsgrad der Lerner eher eine wichtige Rolle spielen als der Zugang zum Form-und Bedeutungsmapping durch die Übersetzungen von L1, der für die Verwendung des Kontext im Satz eine entscheidende Rolle spielt.
Abstract
Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf die Interferenzeffekte der L1 Homonyme beim Zweitspracherwerb. Es geht um die Frage, welche Rolle die L1-(Koreanisch)- Homonyme beim Lernen von L2 (Englisch und Deutsch) spielen. Anders als Polyseme sind Homonyme grundsätzlich verschiedene Wörter, die in ihren Bedeutungen in keiner Weise verbunden sind, aber gleichen Wortkörper haben. Das koreanische Homonym „Nun“ z. B. hat zwei verschiedene Bedeutungen und Anwendungen im Deutschen: als Auge und als Schnee. Um die Interferenzeffekte überprüfen zu können, wird hier ein Experiment in Anlehnung an Choi (2013) durch geführt, das wiederum an die Arbeitsmethode von Elston-Güttler & Williams (2008) anlehnt. Überprüft werden soll, ob koreanische erwachsenen Zweitsprachlerner des Englischen und des Deutschen bei Entscheidungsaufgaben für Sätze wie „The mountain is covered with *eye“/ „Tom is blind in one *snow“ im Englischen und „Das Papier ist weißer als *Auge“/„Man hat zwei *Schnee“ im Deutschen (=Targetsatz) und für die Sätze wie *„We are going away on the eye“ im Englischen und *„Ich habe Schmerzen in dem Schnee“ im Deutschen (=Kontrollsatz) unterschiedliche Antwort geben. Das Resultat bestätigt zuerst keine direkt wirkenden Interferenzeffekte im Englischen, d.h. es gibt keinen signifikanten Unterschied zu den beiden Entscheidungsergebnissen bei der Verarbeitung der Targetsätze und der Kontrollsätze. Aber es gibt einen signifikanten Unterschied bei den Deutschlernern, die vor allem durch „low proficiency“ zu erklären ist. Dies besagt erstens, dass die Deutschlerner mehr durch die lexikalische Übersetzung von L1 zur L2 mehr Bedeutungen herstellen können als die Englischlerner. Und besagt zweitens, dass die signifikante Unterschiede zwischen den Deutschlernergruppen und den Verarbeitungen der Targetsätze und Kontrollsätze der „low proficiency“ Deutschlerner, der Fertigkeitsgrad der Lerner eher eine wichtige Rolle spielen als der Zugang zum Form-und Bedeutungsmapping durch die Übersetzungen von L1, der für die Verwendung des Kontext im Satz eine entscheidende Rolle spielt.
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