작가의 여행과 글쓰기 - 루 안드레아스 - 살로메와 라이너 마리아 릴케의 러시아 여행 (1900)
Reisen und Schreiben von Schriftstellern - Die Russlandreise von Lou Andreas - Salomé und Rainer Maria Rilke im Jahre 1900
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초록
Reisen sind von jeher ein anziehendes Thema für Schriftsteller. Finden sie doch auf der Reise neue Ideen oder Stoffe zum Schreiben. Vor allem Reisen in die Fremde begünstigen ihr neues Schaffen. Reisen und Schreiben sind zwei Lebensakte, die gut zu einander passen. Die Reisebewegung verwandelt sich in eine Schreibbewegung, oft sogar in zeitlicher Parallelität. Die Reise wird durch das Schreiben bewahrt, nacherlebt und reflektiert. Aus dieser Perspektive wird in der vorliegenden Studie zunächst versucht, die Reiseliteratur nach dem Verhältnis der reisenden Schreiber zur Fremde und ihrer erzählerischen Vermittlung der Reiseerlebnisse zu klassifizieren. Es sind so sieben Typen von Reiseberichten zu unterscheiden: Abenteuerbericht, Forschungsreisebericht, Reiseerzählung, Reiseroman, Pilgerreisebericht, Bildungsreisebericht und touristischer Bericht. Anhand dieser Klassifikation wird die Reise von Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke im Jahre 1900 nach Russland in Bezug auf ihre Reiseerlebnisse und deren schriftliche Fixierung untersucht. Die gemeinsam unternommene Reise hat beiden Schriftstellern ermöglicht, das Einfache und Ursprüngliche der russischen Kultur und die Religiosität des Volkes zu erleben. In der fremden Umgebung scheint es ihnen, sich nun erst zu Hause zu befinden. Ihre Reise nach Russland war deshalb sowohl eine Rückkehr in die Heimat als auch eine Pilgerreise, auf der sie wieder zu ihrer eigenen Religiosität fanden. Das Reisetagebuch von Andeas-Salomé, das sie während und auch nach der Reise geschrieben hat, bietet nicht nur reale Dokumente über die Reise, sondern veranschaulicht auch die nachhaltige Bedeutung und Wirkung dieser auf das literarische und persönliche Leben der beiden Schriftsteller. Für uns als Leser demonstriert dies, wie man auf einer Reise grenzüberschreitende Erfahrungen machen kann.
Abstract
Reisen sind von jeher ein anziehendes Thema für Schriftsteller. Finden sie doch auf der Reise neue Ideen oder Stoffe zum Schreiben. Vor allem Reisen in die Fremde begünstigen ihr neues Schaffen. Reisen und Schreiben sind zwei Lebensakte, die gut zu einander passen. Die Reisebewegung verwandelt sich in eine Schreibbewegung, oft sogar in zeitlicher Parallelität. Die Reise wird durch das Schreiben bewahrt, nacherlebt und reflektiert. Aus dieser Perspektive wird in der vorliegenden Studie zunächst versucht, die Reiseliteratur nach dem Verhältnis der reisenden Schreiber zur Fremde und ihrer erzählerischen Vermittlung der Reiseerlebnisse zu klassifizieren. Es sind so sieben Typen von Reiseberichten zu unterscheiden: Abenteuerbericht, Forschungsreisebericht, Reiseerzählung, Reiseroman, Pilgerreisebericht, Bildungsreisebericht und touristischer Bericht. Anhand dieser Klassifikation wird die Reise von Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke im Jahre 1900 nach Russland in Bezug auf ihre Reiseerlebnisse und deren schriftliche Fixierung untersucht. Die gemeinsam unternommene Reise hat beiden Schriftstellern ermöglicht, das Einfache und Ursprüngliche der russischen Kultur und die Religiosität des Volkes zu erleben. In der fremden Umgebung scheint es ihnen, sich nun erst zu Hause zu befinden. Ihre Reise nach Russland war deshalb sowohl eine Rückkehr in die Heimat als auch eine Pilgerreise, auf der sie wieder zu ihrer eigenen Religiosität fanden. Das Reisetagebuch von Andeas-Salomé, das sie während und auch nach der Reise geschrieben hat, bietet nicht nur reale Dokumente über die Reise, sondern veranschaulicht auch die nachhaltige Bedeutung und Wirkung dieser auf das literarische und persönliche Leben der beiden Schriftsteller. Für uns als Leser demonstriert dies, wie man auf einer Reise grenzüberschreitende Erfahrungen machen kann.
참고문헌 (18)
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