칼 크라우스의 언어 및 문화 비판
Zur Sprach- und Kulturkritik von Karl Kraus
0
조회
0
다운로드
1
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Abstract
Fr Kraus ist in der modernen Zeit die Beziehung zwischen Worten und Dingen problematisch geworden. Die Worte haben sich von den Dingen der Welt verselbstndigt, wie es bei Hofmannsthals Lord Chandos der Fall ist. Die Dinge lassen sich nicht mehr durch Worte erfassen, die Vernunft des Menschen hat total versagt. Fr diese Krise der Moderne macht Kraus die Presse verantwortlich. Ihm zufolge verwirrt sie das Denken und die Wirklichkeit, indem sie die Sprache ihren publizistischen Bedrfnissen unterwirft. Sie produziert Phrasen, die an der Erkenntnis der Wirklichkeit hindern. Kraus will gegen die Meinungen“ der Phrasen den Gedanken“ verteidigen, der in der Sprache Shakespeares und Goethes, sowie in der Sprache Offenbachs und Nestroys existent ist. Er glaubt, daß in der Sprache dieser Autoren Ausdruck und Ausgedrcktes vollstndig miteinander bereinstimmen. Er verwendet fr die Augenblicke der bereinstimmung das Wort Ursprung“. Der Ursprung hat inhaltlich mit den privaten Werten wie Weib“, Natur“, Kindheit“, Erinnerung“ zu tun. Er glaubt, daß der Staat diese Werte zerstrt, die fr das Glck des Individuums ntig sind. Daher versucht er diese Werte in seinem Fackel zu verteidigen. Er polemisiert gegen die abstrakten Begriffe des Staates wie Justiz, Moral usw.. Seine Herstellung einer so engen Beziehung zwischen Sprache und Welt basiert auf der Erkenntnis, daß in der Massenmedienzeit die Sprache (somit auch die Weltbilder) immer mehr im Interesse der Machthaber manipuliert wird. Er stellt daher konsequent der feuilletonistischen Zeitungssprache der Machthaber die reflexionsbildende Sprache der Kunst entgegen, die den Menschen von der Entfremdung in der modernen Gesellschaft befreien kann.
