통합 문학치료의 한국적 수용 및 적용 - 정신 병리적 사례를 통한 한국과 독일의 문화
Rezeptions- und Anwendungsmöglichkeiten der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie in Korea - Die Psychopathologie zwischen koreanischer und deutscher Kultur
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초록
Dass und wie die Integrative Poesie- und Bibliotherapie in Korea seit 2004 durch einige Germanisten eingeführt wurde, hängt damit zusammen, dass in den 90er Jahren an fast allen Universitäten in Korea Studienreformen durchgesetzt wurden und dadurch die meisten Germanisten sich den Kulturwissenschaften, der Theorie der Erinnerungsräume, der Medienwissenschaft und den Gender Studies und dann schließlich der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie zuwandten. Am Anfang beschäftigte sich letztere mit den Heilkräften der Literatur, dann gab es neue Forschungen, die sich darauf spezialisierten, deutsche Literatur aus therapeutischer Sicht anzuwenden und daraus etwas Kreatives zu machen. Nachdem sich die Erkenntnis verbreitet hat, dass die deutsche Literatur traditioneller Weise schon literaturpsychologische oder literaturpathologische Elemente innehat, machten einige sich mit der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie befassenden koreanischen Germanisten eine Ausbildung als Trainer für Poesie- und Bibliotherapie am Fritz-Perls-Institut (NRW). Seitdem bleibt ihnen die Aufgabe, wie sie poesie- und bibliotherapeutische Ansätze in Korea entwicklen können. Die vorliegende Arbeit versucht, von der Rezeptions- geschichte und den Anwendungsmöglichkeiten der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie in Korea zusammenfassend zu berichten und dabei die psychopathologischen Phänomene zwischen koreanischer und deutscher Kultur zu vergleichen. Denn eine Therapie heißt meiner Ansicht nach eine Therapie der Kultur. Ohne kulturelle Betrachtungen kann man sich nicht den Menschen heranziehen. Deutschland hat im Vergleich zu Korea viel früher angefangen, sich mit Poesie- und Bibliotherapie zu beschäftigen. Anfang der 70er Jahre siedelte Hilarion Petzold, Professor für Psychiatrie und Psychologie, von Amerika nach Hückeswagen um und gegründete dort mit Ilse Orth das Fritz-Perls-Institut (FPI). 1982 erhielt das Institut die staatliche Anerkennung Nordrhein-Westfalens, unter dem Namen Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit (EAG). Blickt man aus dieser Perspektive auf Poesie- und Bibliotherapie in Deutschland, so rücken neue, vor allem komparatistische Fragen in den Vordergrund: Wie unterscheidet sich die deutsche Umgangsmethode der Therapie von der koreanischen? Gibt es Ähnlichkeiten in Symptomen und Methoden zwischen deutschen und koreanischen Therapiegebieten? Poesie- und Bibliotherapie als Fach müsste jetzt versuchen, Zusammenhänge zwischen interkultureller Psychopathologie und psychischen Erkrankungen beider Kulturen herzustellen. Die psychopathologischen Phänomene begegnen den beiden Kulturen in vielerlei Formen. Diese Fülle unter pathologischen Gesichtspunkten zu ordnen, wäre eine interessante Aufgabe für alle, die sich für solche Themen interessieren. In der modernen Gesellschaft lebt man mit vielerlei Problemen. In Deutschland hat man eher Schwierigkeiten mit den älter werdenden Menschen, wie z.B. der Suizidhäufigkeit älterer Menschen oder demenzerkrankten älteren Menschen. Es kommen Depressionen und Angststörungen an nächster Stelle. Dagegen ist in Korea die Suizidquote der jüngeren Menschen hoch; am höchsten unter den OECD-Ländern. An der nächsten Stelle kommt dann wiederum auch Depression. In der Regel sind die psychischen Erkrankungen nicht eindimensional, sondern multidimensional, so dass man sie nicht leicht diagnostizieren kann. Außerdem sind die psychischen Erkrankungen, die in der deutschen und koreanischen Kultur vorkommen, meistens generalisierte Angststörungen, die durch alltäglichen Stress entstehen. Aus diesen interkulturellen Betrachtungen kann man zusammenfassend feststellen, dass man von der Poesie- und Bibliotherapie ausgehend derzeitige psychopathologische Probleme in beiden Kulturen verarbeiten kann. Hier arbeitet man nicht mit den Medikamenten, die für eine Seite positiv und für eine andere Seite negativ wirken, sondern mit gestalteter Sprache, die in literarischen Formen formuliert wird (Lyrik, Prosa, Märchen, Erzählungen, Dramen usw.). Es sind entweder eigene oder vorgefundene Texte. Außerdem regen Poesietherapeuten an, selbst Texte zu schreiben und dem Therapeuten oder in der Gruppe vorzutragen. In der Poesie- und Bibliotherapie wird gerne empfohlen, den geschriebenen Text selber vorzutragen und ihn mit der Gruppe zu bearbeiten, weil man dadurch ein positives Feedback bekommen kann. Auch hier wird das Material zur Auslösung von Gefühlen und zur Vermittlung von Einsichten im Gruppengespräch verwandt. Die weitere Entwicklung voranzutreiben, ist Aufgabe der Therapeuten beider Länder.
Abstract
Dass und wie die Integrative Poesie- und Bibliotherapie in Korea seit 2004 durch einige Germanisten eingeführt wurde, hängt damit zusammen, dass in den 90er Jahren an fast allen Universitäten in Korea Studienreformen durchgesetzt wurden und dadurch die meisten Germanisten sich den Kulturwissenschaften, der Theorie der Erinnerungsräume, der Medienwissenschaft und den Gender Studies und dann schließlich der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie zuwandten. Am Anfang beschäftigte sich letztere mit den Heilkräften der Literatur, dann gab es neue Forschungen, die sich darauf spezialisierten, deutsche Literatur aus therapeutischer Sicht anzuwenden und daraus etwas Kreatives zu machen. Nachdem sich die Erkenntnis verbreitet hat, dass die deutsche Literatur traditioneller Weise schon literaturpsychologische oder literaturpathologische Elemente innehat, machten einige sich mit der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie befassenden koreanischen Germanisten eine Ausbildung als Trainer für Poesie- und Bibliotherapie am Fritz-Perls-Institut (NRW). Seitdem bleibt ihnen die Aufgabe, wie sie poesie- und bibliotherapeutische Ansätze in Korea entwicklen können. Die vorliegende Arbeit versucht, von der Rezeptions- geschichte und den Anwendungsmöglichkeiten der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie in Korea zusammenfassend zu berichten und dabei die psychopathologischen Phänomene zwischen koreanischer und deutscher Kultur zu vergleichen. Denn eine Therapie heißt meiner Ansicht nach eine Therapie der Kultur. Ohne kulturelle Betrachtungen kann man sich nicht den Menschen heranziehen. Deutschland hat im Vergleich zu Korea viel früher angefangen, sich mit Poesie- und Bibliotherapie zu beschäftigen. Anfang der 70er Jahre siedelte Hilarion Petzold, Professor für Psychiatrie und Psychologie, von Amerika nach Hückeswagen um und gegründete dort mit Ilse Orth das Fritz-Perls-Institut (FPI). 1982 erhielt das Institut die staatliche Anerkennung Nordrhein-Westfalens, unter dem Namen Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit (EAG). Blickt man aus dieser Perspektive auf Poesie- und Bibliotherapie in Deutschland, so rücken neue, vor allem komparatistische Fragen in den Vordergrund: Wie unterscheidet sich die deutsche Umgangsmethode der Therapie von der koreanischen? Gibt es Ähnlichkeiten in Symptomen und Methoden zwischen deutschen und koreanischen Therapiegebieten? Poesie- und Bibliotherapie als Fach müsste jetzt versuchen, Zusammenhänge zwischen interkultureller Psychopathologie und psychischen Erkrankungen beider Kulturen herzustellen. Die psychopathologischen Phänomene begegnen den beiden Kulturen in vielerlei Formen. Diese Fülle unter pathologischen Gesichtspunkten zu ordnen, wäre eine interessante Aufgabe für alle, die sich für solche Themen interessieren. In der modernen Gesellschaft lebt man mit vielerlei Problemen. In Deutschland hat man eher Schwierigkeiten mit den älter werdenden Menschen, wie z.B. der Suizidhäufigkeit älterer Menschen oder demenzerkrankten älteren Menschen. Es kommen Depressionen und Angststörungen an nächster Stelle. Dagegen ist in Korea die Suizidquote der jüngeren Menschen hoch; am höchsten unter den OECD-Ländern. An der nächsten Stelle kommt dann wiederum auch Depression. In der Regel sind die psychischen Erkrankungen nicht eindimensional, sondern multidimensional, so dass man sie nicht leicht diagnostizieren kann. Außerdem sind die psychischen Erkrankungen, die in der deutschen und koreanischen Kultur vorkommen, meistens generalisierte Angststörungen, die durch alltäglichen Stress entstehen. Aus diesen interkulturellen Betrachtungen kann man zusammenfassend feststellen, dass man von der Poesie- und Bibliotherapie ausgehend derzeitige psychopathologische Probleme in beiden Kulturen verarbeiten kann. Hier arbeitet man nicht mit den Medikamenten, die für eine Seite positiv und für eine andere Seite negativ wirken, sondern mit gestalteter Sprache, die in literarischen Formen formuliert wird (Lyrik, Prosa, Märchen, Erzählungen, Dramen usw.). Es sind entweder eigene oder vorgefundene Texte. Außerdem regen Poesietherapeuten an, selbst Texte zu schreiben und dem Therapeuten oder in der Gruppe vorzutragen. In der Poesie- und Bibliotherapie wird gerne empfohlen, den geschriebenen Text selber vorzutragen und ihn mit der Gruppe zu bearbeiten, weil man dadurch ein positives Feedback bekommen kann. Auch hier wird das Material zur Auslösung von Gefühlen und zur Vermittlung von Einsichten im Gruppengespräch verwandt. Die weitere Entwicklung voranzutreiben, ist Aufgabe der Therapeuten beider Länder.
참고문헌 (36)
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