독서의 즐거움과 독서교육
Lust am Lesen und Leseerziehung
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초록
Das Lesen der Literatur sucht nicht nur nach dem Glück der Erkenntnis, und somit nach der moralischen Erbauung, sondern vielmehr nach emotionaler Lust, wie Vergnügen, Wohlgefühl erotischem Genuß etc. Aber aus guten Gründen zeigt sich die Leseerziehung noch von der Lust noch wenig berührt, um so mehr von der intelligiblen Interpretation. Man hat sogar die Lust am Lesen schamhaft verschwiegen oder den Lesern systematisch ausgetrieben. Ich denke, einer der Gründe liegt darin, dass die Lust als irrationale Größe keiner ernsthaften Forschung entspricht. Die Literaturforschung der schulischen Lehrer insgesamt versucht immer wieder, die Inhalte und poetischen verfahrensweisen von Texten zu untersuchen. Die Ästhetik des deutschen Idealismus und der Freudschen Psychoanalyse haben auf diese Katastrophe nicht weniger Einfĺúss genommen. Kant erklärt gleich zu Beginn seiner Schrift die Lust zur Basis aller ästhetischen Urteilskraft, die eigentlich von der intelligiblen Welt vermeint. Allerdings hat Kants Lust-Begriff eine andere Bedeutung als der mit Sexualität gebundene Begriff Freuds. Aber der Trieb-Theorie der Freudschen Lust fehlen auch wie der Lteraturwissenschaft von heute die lebendigen Menschen, die die Texte lesen oder schreiben, und die keine Aussagen über die Lust an Literatur machen können. Es gibt keine Lust ohne Lebendige, denen das Objekt gefiele. In dieser Studie versuche ich die Phänomene der Lust beim literarischen Lesen zu untersuchen, da die literarische Hedonistik nicht danach fragt, was literarische Texte bedeuten und wie man ihre Bedeutung auf intelligible Weise hervorbringt, sondern untersucht, was sie Lustrepetoire bereitstellen. Aber da Texte selbst kein Lustempfinden haben, sondern nur Menschen, soll sich die Leseerziehung bzw. Literaturwissenschaft mit Texten und Menschen befassen. Ich führe daher als Beispiel für erotische Lust eine Szene aus Goethes Faust an: Liebesszene mit Margarete. Während wir diese Passage lesen, staunen wir, dass wir gleichzeitig zwei Distanzen einnehmen und eine dritte ausschließen: wir sehen das unmittelbare Handeln von Margarete in der Szene, und nehmen zugleich mit der Ferne des Gerüchts vorlieb, keinesfalls machen wir einen Versuch, das Ungeheuer der Legende als wirkliches anzunehmen. Das Lesen und die Lektüre bestimmt sich nicht nach der intelligiblen Erklärung der Welt, sondern nach der Lustempfindung, und nach dem Vergnügen. Ohne Lust wäre die Motivation zum Lesen weniger stark entwickelt. Es scheint gleichsam eine Liste der Leseerziehung zu sein, überlebensnotwendige Intelligenzen und Aktivitäten durch schamhafte Lustprämien oder interessenlose Spiele zu motivieren, weil das Motiv, überleben zu wollen, nicht allein aus Nützlichkeiten der Lebenspraxis, sondern aus dem Flow-Erlebnis mit Lust- und Unlustempfindung kommt.
Abstract
Das Lesen der Literatur sucht nicht nur nach dem Glück der Erkenntnis, und somit nach der moralischen Erbauung, sondern vielmehr nach emotionaler Lust, wie Vergnügen, Wohlgefühl erotischem Genuß etc. Aber aus guten Gründen zeigt sich die Leseerziehung noch von der Lust noch wenig berührt, um so mehr von der intelligiblen Interpretation. Man hat sogar die Lust am Lesen schamhaft verschwiegen oder den Lesern systematisch ausgetrieben. Ich denke, einer der Gründe liegt darin, dass die Lust als irrationale Größe keiner ernsthaften Forschung entspricht. Die Literaturforschung der schulischen Lehrer insgesamt versucht immer wieder, die Inhalte und poetischen verfahrensweisen von Texten zu untersuchen. Die Ästhetik des deutschen Idealismus und der Freudschen Psychoanalyse haben auf diese Katastrophe nicht weniger Einfĺúss genommen. Kant erklärt gleich zu Beginn seiner Schrift die Lust zur Basis aller ästhetischen Urteilskraft, die eigentlich von der intelligiblen Welt vermeint. Allerdings hat Kants Lust-Begriff eine andere Bedeutung als der mit Sexualität gebundene Begriff Freuds. Aber der Trieb-Theorie der Freudschen Lust fehlen auch wie der Lteraturwissenschaft von heute die lebendigen Menschen, die die Texte lesen oder schreiben, und die keine Aussagen über die Lust an Literatur machen können. Es gibt keine Lust ohne Lebendige, denen das Objekt gefiele. In dieser Studie versuche ich die Phänomene der Lust beim literarischen Lesen zu untersuchen, da die literarische Hedonistik nicht danach fragt, was literarische Texte bedeuten und wie man ihre Bedeutung auf intelligible Weise hervorbringt, sondern untersucht, was sie Lustrepetoire bereitstellen. Aber da Texte selbst kein Lustempfinden haben, sondern nur Menschen, soll sich die Leseerziehung bzw. Literaturwissenschaft mit Texten und Menschen befassen. Ich führe daher als Beispiel für erotische Lust eine Szene aus Goethes Faust an: Liebesszene mit Margarete. Während wir diese Passage lesen, staunen wir, dass wir gleichzeitig zwei Distanzen einnehmen und eine dritte ausschließen: wir sehen das unmittelbare Handeln von Margarete in der Szene, und nehmen zugleich mit der Ferne des Gerüchts vorlieb, keinesfalls machen wir einen Versuch, das Ungeheuer der Legende als wirkliches anzunehmen. Das Lesen und die Lektüre bestimmt sich nicht nach der intelligiblen Erklärung der Welt, sondern nach der Lustempfindung, und nach dem Vergnügen. Ohne Lust wäre die Motivation zum Lesen weniger stark entwickelt. Es scheint gleichsam eine Liste der Leseerziehung zu sein, überlebensnotwendige Intelligenzen und Aktivitäten durch schamhafte Lustprämien oder interessenlose Spiele zu motivieren, weil das Motiv, überleben zu wollen, nicht allein aus Nützlichkeiten der Lebenspraxis, sondern aus dem Flow-Erlebnis mit Lust- und Unlustempfindung kommt.
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