본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

베르톨트 브레히트의 『한밤의 북소리』 - 신념의 투쟁으로서 문학해설과 우리들 “후손에게” 남긴 것

Bertolt Brechts Trommeln in der Nacht − Interpretationen als Überzeugungskampf und ihre Folgen für uns “Nachgeborene”

0

조회

0

다운로드

0

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

In der Forschungsgeschichte von Brechts Trommeln in der Nacht lasst sich einuber sieben Jahre wahrender interpretatorischer Streit verfolgen. Diese Arbeit gehtder Frage nach, was Nachgeborene aus diesem Streit lernen konnen. Knopf konzentriert sich in seiner Interpretation auf den Wortlaut des Stuckesund kann auf dieser Grundlage nichts akzeptieren, was am Text nicht direktbelegbar ist. So lehnt er in seinem Brecht-Handbuch (1980) den umfangreicherenBlick Feilchenfeldts ab, der auch literaturgeschichtliche, gattungsgeschichtlicheund sozialgeschichtliche Aspekte mit berucksichtigt. Fur Knopf beschrankt sich dieCharakteristik der Hauptfigur Kragler darauf, dass dieser ein Bourgeois sei, derseine Lage realistisch einschatzt und der eigentlich nicht zur Revolution gehore. Erbestreitet auch die von Brecht selbst vorgesehene “romantische Haltung” Kraglers,da er diese im Stuck nicht belegt findet. Der Streit setzt sich fort mit der Frage, ob der “Walkurenritt” . so der Titel desdritten Aktes - an Richard Wagner anknupft (Feilchenfeldt) oder an den zugrundeliegenden germanischen Mythos (Knopf). Knopf argumentiert, dass es zwischenBrechts Stuck und Wagners “Walkure” keinerlei Parallele gebe. Trotz diesesEinwandes wird heute jedoch eine Anspielung auf Wagners “Walkurenritt” angenommen. Es versteht sich von selbst, dass die Hauptfigur Kragler aus der zeitgeschichtlichenSituation Deutschlands zur Entstehungszeit des Stuckes heraus konzipiert wurde. Deshalb sollte man zwar einerseits textnah interpretieren, andererseits aber auchzeitgenossische Kontexte mit einbeziehen. Nachgeborene sollten ebenso vorurteilslosan den Text herangehen wie auch an die entsprechende Sekundarliteratur dazu. Eine Parteilichkeit des Stuckes oder auch eines Sekundartextes sollte uberparteilicherfasst werden. Die Wirkungsabsicht des Brecht’schen Stuckes ist recht klarerkennbar: Durch die Wahl der Uberschrift zum dritten Akt (“Walkurenritt”) lasstBrecht kurz einen romantischen Hintergrund aufscheinen, um ihn dann um umsowirkungsvoller destruieren zu konnen.

Abstract

In der Forschungsgeschichte von Brechts Trommeln in der Nacht lasst sich einuber sieben Jahre wahrender interpretatorischer Streit verfolgen. Diese Arbeit gehtder Frage nach, was Nachgeborene aus diesem Streit lernen konnen. Knopf konzentriert sich in seiner Interpretation auf den Wortlaut des Stuckesund kann auf dieser Grundlage nichts akzeptieren, was am Text nicht direktbelegbar ist. So lehnt er in seinem Brecht-Handbuch (1980) den umfangreicherenBlick Feilchenfeldts ab, der auch literaturgeschichtliche, gattungsgeschichtlicheund sozialgeschichtliche Aspekte mit berucksichtigt. Fur Knopf beschrankt sich dieCharakteristik der Hauptfigur Kragler darauf, dass dieser ein Bourgeois sei, derseine Lage realistisch einschatzt und der eigentlich nicht zur Revolution gehore. Erbestreitet auch die von Brecht selbst vorgesehene “romantische Haltung” Kraglers,da er diese im Stuck nicht belegt findet. Der Streit setzt sich fort mit der Frage, ob der “Walkurenritt” . so der Titel desdritten Aktes - an Richard Wagner anknupft (Feilchenfeldt) oder an den zugrundeliegenden germanischen Mythos (Knopf). Knopf argumentiert, dass es zwischenBrechts Stuck und Wagners “Walkure” keinerlei Parallele gebe. Trotz diesesEinwandes wird heute jedoch eine Anspielung auf Wagners “Walkurenritt” angenommen. Es versteht sich von selbst, dass die Hauptfigur Kragler aus der zeitgeschichtlichenSituation Deutschlands zur Entstehungszeit des Stuckes heraus konzipiert wurde. Deshalb sollte man zwar einerseits textnah interpretieren, andererseits aber auchzeitgenossische Kontexte mit einbeziehen. Nachgeborene sollten ebenso vorurteilslosan den Text herangehen wie auch an die entsprechende Sekundarliteratur dazu. Eine Parteilichkeit des Stuckes oder auch eines Sekundartextes sollte uberparteilicherfasst werden. Die Wirkungsabsicht des Brecht’schen Stuckes ist recht klarerkennbar: Durch die Wahl der Uberschrift zum dritten Akt (“Walkurenritt”) lasstBrecht kurz einen romantischen Hintergrund aufscheinen, um ihn dann um umsowirkungsvoller destruieren zu konnen.

참고문헌 (20)

  1. Bertolt Brecht, "Trommeln in der Nacht. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, 30 Bde. Bd. 1", pp.175~239 (1988)
  2. Bertolt Brecht, "Trommeln in der Nacht. Gesammelte Werke. 20 Bde. Bd. 1", pp.68~124 (1982)
  3. Bertolt Brecht, "Tagebücher. GBA. Bd. 26" (1994)
  4. V. Zingsem, "Freya, Iduna & Thor. Vom Charme der germanischen Göttermythen" (2010)
  5. E. Mudrak, "Nordische Götter- und Heldensagen" (2003)
  6. K. Feilchenfeldt, "Bertolt Brecht. Trommeln in der Nacht. Materialien, Abbildungen, Kommentar" (1976)
  7. Derselbe, "Jan Knopf, Brecht-Handbuch. Theater. Eine Ästhetik der Widersprüche. 1980, In Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, 1. Jahrgang", pp.84~92 (1983)
  8. Derselbe, "Jan Knopf, Brecht-Handbuch. Lyrik, Prosa, Schriften. Mit einem Anhang: Film. 1984, In Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, 5. Jahrgang", pp.94~97 (1987)
  9. W. Frühwald, "Das Deutschlandbild im Werke Bertolt Brechts, In Beiträge zu den Fortbildungskursen des Goethe-Instituts für Deutschlehrer und Hochschulgermanisten aus dem Ausland 1974", pp.219~233 (1974)
  10. Derselbe, "Der Heimkehrer auf der Bühne. Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht und die Erneuerung des Volksstückes in den zwanziger Jahren, In IASL. 8.Bd", pp.169~199 (1983)
  11. J. Knopf, "Brecht-Handbuch. Theater. Eine Ästhetik der Widersprüche" (1980)
  12. Derselbe, "Brecht-Handbuch. Lyrik, Prosa, Schriften. Eine Ästhetik der Widersprüche" (1984)
  13. Derselbe, "Trommeln in der Nacht, In Brechts Dramen. Neue Interpretationen", pp.48~66 (1984)
  14. Derselbe, "Nach uns nichts Nennenswertes: Zur gesellschaftlichen Apokalypse beim jungen Brecht - mit Ausblicken auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft", 브레히트와 현대연극, 5, pp.28~50 (1998)
  15. Derselbe, "Bertolt Brecht - Lebenskunst in finsteren Zeiten: Biografie" (2012), Carl Hanser Verlag
  16. J. Knopf, "Brecht-Handbuch in fünf Bänden, Band 1. Stücke" (2001)
  17. K.-D. Müller, "Bertolt Brecht. Epoche – Werk - Wirkung" (1985)
  18. W. M. Schwiedrzik, "Brechts Trommeln in der Nacht" (1990)
  19. A. Tatlow, "Geschichte und Literaturgeschichte: Brechts 'Trommeln in der Nacht', In Kontroversen, alte und neue. Band 11: Historische und aktuelle Konzepte der Literaturgeschichtsschreibung. Zwei Königskinder? Zum Verhältnis von Literatur und Literaturwissenschaft", pp.105~110 (1986)
  20. "Brecht, Bertolt: Trommeln in der Nacht, 1919"[URL]

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (17건)