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유럽 정체성의 확장에 대한 고찰

Über die Ausdehnung der europäischen Identität

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주제분류독일어와문학

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Globalisierung ist ein Schlagwort der öffentlichen Diskussion geworden. Die europäische Identität bündelt die nationalen Identitäten und bringt sie in bearbeitbarer Form in die globale Politik ein. Globalisierung und Europäisierung bedingen sich in dem Sinne gegenseitig, dass einerseits die Globalsierung die Bündelung nationaler Identitäten in einer europäischen Identität erzwingt und andererseits die Europäisierung der Identitäten die Europäische Union zu einem aktiver werdenden globalen Akteur macht. Also bildet sich die europäische Identität im Rahmen einer Dialektik von Identitätsgewinn und Identitätsverlust und impliziert im gelungenen Fall ein Identitätswachstum. Der Europäisierungsprozess verläuft nicht reibungslos auf das Ziel einer geschlossenen europäischen Identität zu. Er provoziert vielmehr Gegenbewegungen des Nationalismus und des Regionalismus von unten, aber auch Gegenbewegungen des Globalismus von oben. Die gleichzeitige Steigerung von Globalisierung, Europäisierung, Nationalismus und Regionalismus ist der Ausdruck der besonderen Spannungen, denen das gegenwärtige gesellschaftliche Leben ausgesetzt ist. Wir erkennen, dass die Herausbildung einer europäischen Identität in einem äußerst vielschichtigen Prozess abläuft. Und europäische Identitätsbildung kann man sich typisierend zugespitzt in der Form von zwei einander entgegengesetzten Modellen vorstellen; als dichte supranationale Identität oder als lockerer gewebte transnationale Identität. Es ist sehr wichtig zu sagen, dass europäische Identität als eine reale konkrete Identität, wie alle Identitätsbildungsprozesse heute, Teil eines Prozesses einer Multi-Identifikation ist. Wenn man so etwas wie eine kulturelle Renaissance in Europa wünschen kann, dann nur eine solche, die auf dem Bewusstsein demokratischer, multikultureller Grundlagen beruht.

Abstract

Globalisierung ist ein Schlagwort der öffentlichen Diskussion geworden. Die europäische Identität bündelt die nationalen Identitäten und bringt sie in bearbeitbarer Form in die globale Politik ein. Globalisierung und Europäisierung bedingen sich in dem Sinne gegenseitig, dass einerseits die Globalsierung die Bündelung nationaler Identitäten in einer europäischen Identität erzwingt und andererseits die Europäisierung der Identitäten die Europäische Union zu einem aktiver werdenden globalen Akteur macht. Also bildet sich die europäische Identität im Rahmen einer Dialektik von Identitätsgewinn und Identitätsverlust und impliziert im gelungenen Fall ein Identitätswachstum. Der Europäisierungsprozess verläuft nicht reibungslos auf das Ziel einer geschlossenen europäischen Identität zu. Er provoziert vielmehr Gegenbewegungen des Nationalismus und des Regionalismus von unten, aber auch Gegenbewegungen des Globalismus von oben. Die gleichzeitige Steigerung von Globalisierung, Europäisierung, Nationalismus und Regionalismus ist der Ausdruck der besonderen Spannungen, denen das gegenwärtige gesellschaftliche Leben ausgesetzt ist. Wir erkennen, dass die Herausbildung einer europäischen Identität in einem äußerst vielschichtigen Prozess abläuft. Und europäische Identitätsbildung kann man sich typisierend zugespitzt in der Form von zwei einander entgegengesetzten Modellen vorstellen; als dichte supranationale Identität oder als lockerer gewebte transnationale Identität. Es ist sehr wichtig zu sagen, dass europäische Identität als eine reale konkrete Identität, wie alle Identitätsbildungsprozesse heute, Teil eines Prozesses einer Multi-Identifikation ist. Wenn man so etwas wie eine kulturelle Renaissance in Europa wünschen kann, dann nur eine solche, die auf dem Bewusstsein demokratischer, multikultureller Grundlagen beruht.

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