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헤르더의 셰익스피어 관(觀)

Herders Betrachtungen zu Shakespeare

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주제분류독일어와문학

초록

In diesem Beitrag geht es um Herders Shakespear. Herder betrachtet aus historistischer Sicht Shakespeares Dramen vergleichend zur griechischen Tragödie. Dabei arbeitet er die Unterschiede zwischen den beiden Dramen heraus, weil sie unter verschiedenen politischen, religiösen und kulturellen Bedingungen entstanden waren. Das führt zur Anerkennung der Besonderheit von Shakespeares Dramen und zugleich zur Relativierung der Autorität der griechischen Tragödie sowie zur Kritik an den klassisch-französischen Dramen, die diese zum Vorbild haben. Herder erklärt die Charakteristika der Dramen Shakespeares in Bezug auf die drei Aristotelischen Einheiten. In der griechischen Tragödie bedeuten die Einheit des Orts und der Zeit jeweils ‘einen Ort’ und ‘einen Tag’. Für Shakespeare sind sie aber nicht so zu quantifizieren, sondern unterliegen dem Gestaltungswillen des Dramatikers. Was die Einheit der Fabel betrifft, verstehen die Griechen darunter eine simple Handlung. Währenddessen rückt bei Shakespeare die “Begebenheit”, ein zusammengesetztes Ganzes aus den disparatesten Szenen, in den Vordergrund. Herder schenkt seine Aufmerksamkeit auch dem historischen Charakter von Shakespeares Dramen. Er hält sie für “Geschichte”. Nach ihm dokumentiert Shakespeare als “Maler der Geschichte” die Wirklichkeit nicht so, wie sie ist, sondern idealisiert und dramatisiert sie, um dadurch Illusionen beim Publikum zu erregen. Dass Shakespeare Stoffe aus der englischen Tradition sammelte und damit dichtete, macht einen tiefen Eindruck auf Herder. In diesem Kontext schätzt dieser Goethes Götz von Berlichingen hoch, bei dem es sich um die deutsche Ritterzeit handelt.

Abstract

In diesem Beitrag geht es um Herders Shakespear. Herder betrachtet aus historistischer Sicht Shakespeares Dramen vergleichend zur griechischen Tragödie. Dabei arbeitet er die Unterschiede zwischen den beiden Dramen heraus, weil sie unter verschiedenen politischen, religiösen und kulturellen Bedingungen entstanden waren. Das führt zur Anerkennung der Besonderheit von Shakespeares Dramen und zugleich zur Relativierung der Autorität der griechischen Tragödie sowie zur Kritik an den klassisch-französischen Dramen, die diese zum Vorbild haben. Herder erklärt die Charakteristika der Dramen Shakespeares in Bezug auf die drei Aristotelischen Einheiten. In der griechischen Tragödie bedeuten die Einheit des Orts und der Zeit jeweils ‘einen Ort’ und ‘einen Tag’. Für Shakespeare sind sie aber nicht so zu quantifizieren, sondern unterliegen dem Gestaltungswillen des Dramatikers. Was die Einheit der Fabel betrifft, verstehen die Griechen darunter eine simple Handlung. Währenddessen rückt bei Shakespeare die “Begebenheit”, ein zusammengesetztes Ganzes aus den disparatesten Szenen, in den Vordergrund. Herder schenkt seine Aufmerksamkeit auch dem historischen Charakter von Shakespeares Dramen. Er hält sie für “Geschichte”. Nach ihm dokumentiert Shakespeare als “Maler der Geschichte” die Wirklichkeit nicht so, wie sie ist, sondern idealisiert und dramatisiert sie, um dadurch Illusionen beim Publikum zu erregen. Dass Shakespeare Stoffe aus der englischen Tradition sammelte und damit dichtete, macht einen tiefen Eindruck auf Herder. In diesem Kontext schätzt dieser Goethes Götz von Berlichingen hoch, bei dem es sich um die deutsche Ritterzeit handelt.

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