본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

예술에 있어서의 가상과 진리-한스 마그누스 엔첸스베르거의 회화시를 중심으로

Schein und Wahrheit in der Kunst- Hans Magnus Enzensbergers Gema ·· ldegedichte

0

조회

0

다운로드

2

인용

0

참고문헌

주제분류독일어와문학

초록

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, Hans Magnus Enzensbergers Literatur- und Kunstauffassung ans Licht zu bringen. Im Zentrum steht die Untersuchung der in seinen Untergang der Titanic aufgenommenen vier Gem a ·· ldegedichte, in denen er die Fortschrittsgeschichte der Kunst rekonstruiert und dar u ·· ber hinaus sich mit der Dialektik von Schein und Wahrheit in der Kunst auseinandersetzt. Im Vergleich zwischen dem ersten Gedicht Apokalypse und dem zweiten Gedicht Abendmahl ist die Ver a ·· nderung oder der Fortschritt des Kunstverst a ·· ndnisses seit der Renaissance erkennbar. Das Gedicht Apokalypse, in dem es sich um einen umbrischen Maler und sein Bild von dem Weltuntergang hangelt, weist auf die Situation der Kunst und der K u ·· nstler in der fr u ·· hen Renaissance Italiens hin, in der das mittelalterliche Kunstverst a ·· ndnis immer noch herrschte. Der Maler betrachtet seine Arbeit noch nicht als eine k u ·· nstlerische, sondern als eine handwerkliche T a ·· tigkeit, die quantitativ zu berechnen ist, und er sieht seine wichtige Aufgabe immer noch in der treuen Wiedergabe der Natur als Sch o ·· pfung Gottes oder in der treuen Darstellung der Idee Gottes. Das zweite Gedicht Abendmahl deutet die Emanzipation der Kunst im 16. Jahrhundert an; der Fortschritt der Kunst zeigt sich vor allem in dem Originalit a ·· tsanspruch des Malers, der gerade den autonomen Status der Kunst gew a ·· hrleistet. Jedoch bedeutet die Autonomie der Kunst gleichzeitig den Verlust des direkten Einflusses der Kunst auf die Gesellschaft. Kunst wird nicht mehr vom Standpunkt kes Lebens und der Religion, sondem von dem der Kunst selbst beurteilt. Dies steht auch im engen Zusammenhang mit der Erkenntnis, daß Kunst 'L u ·· ge' oder 'Fiktion' in dem Sinne sei, daß sie keine treue Wiedergabe der Wirklichkeit mehr ist. Seit ihrer Befreiung mußte Kunst sich als 'L u ·· ge' bloßstellen und ihren Wahrheitsgehalt in sich selbst suchen. Das dritte Gedicht Der Raub der Suleika weist auf die Suche eines Salonmalers nach der Wahrheit der Kunst seit der bitteren Erkenntnis hin, daß seine perfekte Restaurationskunst nichts anderes als "ein Schwindel" war. Sein neues Kunstverst a ·· ndnis bezieht sich auf die Entdeckung der Dialektik zwischen der Geschichte und dem Subjekt in der Kunst. Damit wird in Zweifel gezogen nicht nur der Glaube im Mittelalter, daß die Instruktionstreue den Wahrheitsgehalt der Kunst garantieren k o ·· nne, sondem auch das Vertrauen auf das Subjekt als den freien sch o ·· pfenden Geist seit der Renaissance. Durch seinen Zweifel an der absoluten Wahrheit und an deren Darstellungsm o ·· glichkeit in der Kunst gewinnt er aber sein neues Verst a ·· ndnis der Kunst als Schein und zugleich Wahrheit; indem Kunst sich als Schein bloßstellt, lehnt sie auch das Vertrauen auf die Darstellungsm o ·· glichkeit der Wahrheit als unwahr ab, und dadurch n a ·· hrt sie sich paradoxerweise der Wahrheit, die allerdings niemals erreichbar ist. Diese negative Dialektik der Wahrheit in der Kunst l a ·· ßt sich auch in dem letzten Gedicht Die Ruhe auf der Flucht sp u ·· ren, in dem es sich um den Betrachter des Kunstwerks handelt. Der Betrachter des Kunstwerks kann alles sehen, was die Figuren im Bild nicht sehen k o ·· nnen. Das hilft ihm jedoch wenig dabei, das Messer, das ihm im R u ·· cken steckt, zu erkennen. Damit deutet der Dichter darauf hin, daß die Wahrheit nicht gesehen oder erreicht, sondern nur durch die Selbstreflexion indirekt erkannt werden kann, zu der die Kunst f u ·· hren k o ·· nnte. Jnsofern kann die Kunst/Literatur f u ·· r ihn immer nur ein Negatives oder Kritik und Selbstkritik bleiben.

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (25건)