추의 미적 현대성에 대한 철학적 담론 - 로젠크란츠의 『추의 미학』
Philosophischer Diskurs ueber die aestetische Modernitaet des Haesslichen - Karl Rosenkranz' Aestetik des Haesslichen
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Abstract
Karl Rosenkranz entfaltet seine Theorie des Häßlichen vor allem an unzähligen Beispielen, um das Phänomen der Häßlichkeit in seinen unterschiedlichen Dimensionen, Graden und Erscheinungsweisen zu pointieren. Obwohl Rosenkranz in seiner Ästhetik des Häßlichen durch zahlreiche Beispiele das Häßliche behandelt, stößt er an die ‘Hegelsche’ Grenze, die die ästhetische Modernität des Häßlichen nicht erkennt. Statt der direkten Darstellung des Häßlichen fordert er den im Schönen vermittelten Einbezug häßlicher Momente. Die Ästhetik des Häßlichen in der Moderne speist sich aus der modernen Erfahrung des Häßlichen selbst. Das Häßliche in der Moderne, das eine andere Funktion erfüllt als vormals, verweist kritisch auf die Negativität von Erfahrung in der Moderne. Das Häßliche in der Moderne hat seinen selbstständigen Sinngehalt. Es ist nicht mehr nur ein Arsenal von Mangelhaftem, Negativem, das es aus dem absoluten, positiven Schönen auszugrenzen gilt. Aber für Rosenkranz bleibt das Häßliche stets nur ein sinnliches Derivat der metaphysischen Idee, ein dem Schönen gegenüber Relatives und ästhetischer Selbständigkeit Unfähiges. Er bestraft die die Häßlichkeiten in den Begriffen der Obszönität, der Brutalität und des Verbrechens pointierenden Kunstwerke der europäischen Moderne mit dem Ausschluß aus dem ästhetischen Kanon. Weil er im Grunde die bestehenden Verhältnisse bejaht und an den Sieg der Vernunft im bestehenden bürgerlichen Rahmen glaubt, muß er die anklagende kritische moderne Kunst aburteilen. Der klassizistischen Grundhaltung von Rosenkranz, der das moderne Häßliche in der Kunst nicht erkennt, also kommt notwendigerweise der Blick für die moderne Kunst abhanden.
