일제강점기 한국에서의 초기 독일영화 수용양상 ― 1910년대를 중심으로
Rezeption der frühen deutschen Filme in den 1910er Jahren in Korea
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초록
In diesem Aufsatz wird die Frage, seit wann, wie und welche deutschen Filme in Korea vorgeführt wurden und was der koreanische Zuschauer in den deutschen Filmen gesucht hat, in den Mittelpunkt gestellt. Bei der Suche nach der Antwort ist zu hoffen, durch die filmhistorische Spurensuche der in Korea vorgeführten deutschen Filme ein kleines Stück der koreanischen Filmgeschichte rekonstruieren zu können. Dabei darf man nicht aus den Augen verlieren, daß damals Korea von Japan besetzt war und Japan nicht nur den politischen und sozialen, sondern auch denkulturellen Rahmen bestimmte und somit auch der koreanische Filmbereich völlig von Japan abhängig bleiben mußte. Anhand der Filmreklame der Maeil-Tageszeitung wurden die frühen deutschen Filme schon im Jahr 1912 in Korea gezeigt. Es waren 3-5-minutige, kurze Dokumentarfilme, die die siegreiche Rückkehr der deutschen Truppen, Großstädte wie Frankfurt oder die deutsche Fuchsjagd darstellten. Die Welt in diesen deutschen Filmen war aber für die Augen des koreanischen Publikums eine glänzende und modernizierte Wunderwelt, die sie niemals erreichen könnten. Je mehr man durch die Filme von der modernisierten westlichen Welt erfuhr und dadurch das Elend der Wirklichkeit deutlicher erkannte, um so wollte man im Kino weiter und tiefer träumen. Gegen Ende des 1. Weltkriegs wurden von Japan in Korea mehrere deutsche Spielfilme eingeführt und gezeigt, die bereits die Erzählform vollendet und die filmischen Verfahren entwickelt hatten. Falls der koreanische Zuschauer erwartet hat, mit Spannung, Stunts oder opulenten Kulissen überwältigt zu werden, haben die deutschen Detektivfilme wie Stuart Webbs von Joe May und Filmserien wie 3-teilige Film <Veritas vincit (Die Wahrheit siegt)> seine Erwartungen erfüllt. Obwohl diese Kinofilme alle Stummfilme waren, war es im Kino sehr laut. Es wurde im Kino geschrien, in die Hände geklatscht, gestampft oder gelacht. Der koreanische Zuschauer genoß nicht nur den Film, sondern auch diese lebendige Atmosphäre des Kinos zusammen mit anderen. Und in diesem Sinne war das Film anschauen nicht ein individuelles, sondern ein kollektives kulturelles Ereignis. Zu diesem Ereignis paßten die deutschen Detektivfilme und die Filmserien sehr gut. Sie trugen auf gewisse Weise dazu bei, den Film in Korea als alltägliche Kultur zu etablieren. Die Detektivfilme und die Filmserien, die zu den frühen deutschen Filme gehören, hatten bereits in Deutschland beim Publikum großen Erfolg gehabt und die deutsche Filmkunst stark beeinflußt. Außerdem standen zu Beginn des Films die Sensation und die Experimentierfreude im Vordergrund. In diesem Sinne kommt den frühen deutschen Filmen durchaus eine große Bedeutung zu. Aber sie wurden nicht archiviert und die Mehrzahl von ihnen gilt heute als verschollen. Und in der Filmwissenschaft hat diese Frühphase des Films keine Aufmerksamkeit erregt.
Abstract
In diesem Aufsatz wird die Frage, seit wann, wie und welche deutschen Filme in Korea vorgeführt wurden und was der koreanische Zuschauer in den deutschen Filmen gesucht hat, in den Mittelpunkt gestellt. Bei der Suche nach der Antwort ist zu hoffen, durch die filmhistorische Spurensuche der in Korea vorgeführten deutschen Filme ein kleines Stück der koreanischen Filmgeschichte rekonstruieren zu können. Dabei darf man nicht aus den Augen verlieren, daß damals Korea von Japan besetzt war und Japan nicht nur den politischen und sozialen, sondern auch denkulturellen Rahmen bestimmte und somit auch der koreanische Filmbereich völlig von Japan abhängig bleiben mußte. Anhand der Filmreklame der Maeil-Tageszeitung wurden die frühen deutschen Filme schon im Jahr 1912 in Korea gezeigt. Es waren 3-5-minutige, kurze Dokumentarfilme, die die siegreiche Rückkehr der deutschen Truppen, Großstädte wie Frankfurt oder die deutsche Fuchsjagd darstellten. Die Welt in diesen deutschen Filmen war aber für die Augen des koreanischen Publikums eine glänzende und modernizierte Wunderwelt, die sie niemals erreichen könnten. Je mehr man durch die Filme von der modernisierten westlichen Welt erfuhr und dadurch das Elend der Wirklichkeit deutlicher erkannte, um so wollte man im Kino weiter und tiefer träumen. Gegen Ende des 1. Weltkriegs wurden von Japan in Korea mehrere deutsche Spielfilme eingeführt und gezeigt, die bereits die Erzählform vollendet und die filmischen Verfahren entwickelt hatten. Falls der koreanische Zuschauer erwartet hat, mit Spannung, Stunts oder opulenten Kulissen überwältigt zu werden, haben die deutschen Detektivfilme wie Stuart Webbs von Joe May und Filmserien wie 3-teilige Film <Veritas vincit (Die Wahrheit siegt)> seine Erwartungen erfüllt. Obwohl diese Kinofilme alle Stummfilme waren, war es im Kino sehr laut. Es wurde im Kino geschrien, in die Hände geklatscht, gestampft oder gelacht. Der koreanische Zuschauer genoß nicht nur den Film, sondern auch diese lebendige Atmosphäre des Kinos zusammen mit anderen. Und in diesem Sinne war das Film anschauen nicht ein individuelles, sondern ein kollektives kulturelles Ereignis. Zu diesem Ereignis paßten die deutschen Detektivfilme und die Filmserien sehr gut. Sie trugen auf gewisse Weise dazu bei, den Film in Korea als alltägliche Kultur zu etablieren. Die Detektivfilme und die Filmserien, die zu den frühen deutschen Filme gehören, hatten bereits in Deutschland beim Publikum großen Erfolg gehabt und die deutsche Filmkunst stark beeinflußt. Außerdem standen zu Beginn des Films die Sensation und die Experimentierfreude im Vordergrund. In diesem Sinne kommt den frühen deutschen Filmen durchaus eine große Bedeutung zu. Aber sie wurden nicht archiviert und die Mehrzahl von ihnen gilt heute als verschollen. Und in der Filmwissenschaft hat diese Frühphase des Films keine Aufmerksamkeit erregt.
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