“아름다움”으로 “상처” 치유하기- 마르틴 발저 논쟁(1998)의 재검토
Die “Wunde” durch die “Sch?nheit” heilen- Wiederlesen des Streits um Martin Walser(1998)
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초록
Die vorliegende Arbeit geht von der Analyse der「Sonntagsrede」Martin Walsers aus, die er anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gehalten hat und die zwei Tage nach dem Applaus die heftige Kritik einer “geistigen Brandstiftung” erhalten hat, und setzt sich zum Ziel, das Problem des Literaturstreits um Martin Walser durch verschiedene Meinungen auf objektivem und synthetischem Wege zu untersuchen. In dieser Arbeit wird das Hauptmotiv der 「Sonntagsrede」 in zwei Teile, Versöhnung und Schönheit, Erinnerung und Gewissen geteilt. Das Eine ist der Wunsch Martin Walsers, dass Rainer Rupp aus dem Gefängnis entlassen wird. Dies soll das “Symbol einer deutschen Selbstversöhnung nach der Einheit, nach dem Ende des kalten Krieges, nach dem stets verlautbaren Ende der Nachkriegszeit” sein und eine “deutsch-jüdische Symbiose” herbeiführen. Das Andere ist Walsers Unbehagen. Walser wehrt sich gegen die Erinnerung an die NS-Vergangenheit, gegen die “Moralkeule” und die “Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken”, und er erklärt, dass er sich in seinem Gewissen so bedrängt fühlt, dass er vom Wegschauen spricht. Walsers Rede ist ein Gemisch aus Vergangenem und Zukünftigem, Negativem und Positivem, ein “Potpourri des Schönen”, wie er es in seiner Rede nennt. In diesem Zusammenhang kann man “Wegschauen und Wegdenken” für “sein trotziges Bekenntnis zum Wegschauen von nationalistischen Verbrechen” halten, oder als “Akt der Notwehr des in die Ecke getriebenen sensiblen Ich”. Deutsche und Juden haben zwei verschiedene Erinnerungen an die NS-Vergangenheit. Kann man auf dieser Grundlage eine positive Vision für die Zukunft erwarten? Die Schönheit an sich könnte keineswegs die Wunde der deutschen Vergangenheit heilen. Die Frage nach der Vergangenheitsbewältigung in Walsers Rede bleibt noch ein umstrittenes Problem.
Abstract
Die vorliegende Arbeit geht von der Analyse der「Sonntagsrede」Martin Walsers aus, die er anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gehalten hat und die zwei Tage nach dem Applaus die heftige Kritik einer “geistigen Brandstiftung” erhalten hat, und setzt sich zum Ziel, das Problem des Literaturstreits um Martin Walser durch verschiedene Meinungen auf objektivem und synthetischem Wege zu untersuchen. In dieser Arbeit wird das Hauptmotiv der 「Sonntagsrede」 in zwei Teile, Versöhnung und Schönheit, Erinnerung und Gewissen geteilt. Das Eine ist der Wunsch Martin Walsers, dass Rainer Rupp aus dem Gefängnis entlassen wird. Dies soll das “Symbol einer deutschen Selbstversöhnung nach der Einheit, nach dem Ende des kalten Krieges, nach dem stets verlautbaren Ende der Nachkriegszeit” sein und eine “deutsch-jüdische Symbiose” herbeiführen. Das Andere ist Walsers Unbehagen. Walser wehrt sich gegen die Erinnerung an die NS-Vergangenheit, gegen die “Moralkeule” und die “Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken”, und er erklärt, dass er sich in seinem Gewissen so bedrängt fühlt, dass er vom Wegschauen spricht. Walsers Rede ist ein Gemisch aus Vergangenem und Zukünftigem, Negativem und Positivem, ein “Potpourri des Schönen”, wie er es in seiner Rede nennt. In diesem Zusammenhang kann man “Wegschauen und Wegdenken” für “sein trotziges Bekenntnis zum Wegschauen von nationalistischen Verbrechen” halten, oder als “Akt der Notwehr des in die Ecke getriebenen sensiblen Ich”. Deutsche und Juden haben zwei verschiedene Erinnerungen an die NS-Vergangenheit. Kann man auf dieser Grundlage eine positive Vision für die Zukunft erwarten? Die Schönheit an sich könnte keineswegs die Wunde der deutschen Vergangenheit heilen. Die Frage nach der Vergangenheitsbewältigung in Walsers Rede bleibt noch ein umstrittenes Problem.
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