20세기 초 독일 소설의 바그너 수용 - 토마스 만의 『벨중의 혈통』, 아르투어 슈니츨러의 『야외로 가는 길』, 프란츠 베르펠의 『베르디』를 중심으로
Wagner-Rezeptionen in der deutschen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Unter besonderer Berücksichtigung von Thomas Manns Wälsungenblut, Arthur Schnitzlers Der Weg ins Freie und Franz Werfels Verdi
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초록
Um 1900 beobachtet sich ein Phänomen um Richard Wagner, das einem Kult vergleichbar ist. Die Wirkung von Richard Wagner und seinem Werk blieb dabei nicht nur auf die Musikwelt beschränkt. Auch in der Literatur wird sie stark reflektiert. Zahlreiche und namhafte Autoren haben sich mit dem Thema ‘Wagner und seine Musik’ beschäftigt. Im vorliegenden Beitrag wird anhand einiger Erzähltexte das europaweite Wagner-Phänomen um 1900 ins Auge gefasst. Vorab zu erwähnen ist, dass es bei der Wagnerrezeption nicht immer eine klare Trennlinie zwischen der Person Wagner und der seiner Werke zu ziehen ist. Zur näheren Betrachtung werden Thomas Manns Wälsungenblut, Arthur Schnitzlers Der Weg ins Freie und Franz Werfels Verdi herangezogen. Ziel ist es dabei, einen Protagonistentypus, den jungen dekadenten Wagnerschwärmer, zu charakterisieren und diesen im Zusammenhang der Wagnerschen Musik zu sehen. Techniken wie Halbtöne, Dissonanzen und unendliche Melodien, die vor allem Wagners Spätwerke prägen, werden im Erzählgefüge effektiv eingesetzt. Sie helfen dabei, die Denk- und Handlungsweise der Protagonisten zu ergründen. Bei Musik mit diesen Techniken werden Eindrücke und Gefühle wie dauernde Verschiebung und endloses Warten auf den entscheidenden Moment hervorgerufen. Außerdem ´opfern sich´ die Frauengestalten wie in Wagneropern, um die männlichen Protagonisten als narzisstische und dilettantische Künstlerfigur zu ´befreien´. Auch das literarische Erscheinungsbild von der Person Wagner selbst bleibt nicht unbeleuchtet. Wagner wirkt über die Gaben als großer Komponist hinaus oft als ein monologisierender Selbstdarsteller, als ‘Schauspieler’. Er wird zudem in seiner Wirkung als ein geheimnisvoll verführerischer, erotisierender Mensch gezeichnet.
Abstract
Um 1900 beobachtet sich ein Phänomen um Richard Wagner, das einem Kult vergleichbar ist. Die Wirkung von Richard Wagner und seinem Werk blieb dabei nicht nur auf die Musikwelt beschränkt. Auch in der Literatur wird sie stark reflektiert. Zahlreiche und namhafte Autoren haben sich mit dem Thema ‘Wagner und seine Musik’ beschäftigt. Im vorliegenden Beitrag wird anhand einiger Erzähltexte das europaweite Wagner-Phänomen um 1900 ins Auge gefasst. Vorab zu erwähnen ist, dass es bei der Wagnerrezeption nicht immer eine klare Trennlinie zwischen der Person Wagner und der seiner Werke zu ziehen ist. Zur näheren Betrachtung werden Thomas Manns Wälsungenblut, Arthur Schnitzlers Der Weg ins Freie und Franz Werfels Verdi herangezogen. Ziel ist es dabei, einen Protagonistentypus, den jungen dekadenten Wagnerschwärmer, zu charakterisieren und diesen im Zusammenhang der Wagnerschen Musik zu sehen. Techniken wie Halbtöne, Dissonanzen und unendliche Melodien, die vor allem Wagners Spätwerke prägen, werden im Erzählgefüge effektiv eingesetzt. Sie helfen dabei, die Denk- und Handlungsweise der Protagonisten zu ergründen. Bei Musik mit diesen Techniken werden Eindrücke und Gefühle wie dauernde Verschiebung und endloses Warten auf den entscheidenden Moment hervorgerufen. Außerdem ´opfern sich´ die Frauengestalten wie in Wagneropern, um die männlichen Protagonisten als narzisstische und dilettantische Künstlerfigur zu ´befreien´. Auch das literarische Erscheinungsbild von der Person Wagner selbst bleibt nicht unbeleuchtet. Wagner wirkt über die Gaben als großer Komponist hinaus oft als ein monologisierender Selbstdarsteller, als ‘Schauspieler’. Er wird zudem in seiner Wirkung als ein geheimnisvoll verführerischer, erotisierender Mensch gezeichnet.
참고문헌 (21)
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